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Jugend

Fokus liegt auf dem Thema Schulabsentismus

03.11.2017 10:16 Uhr

Landesarbeitskreis „Jugend stärken im Quartier“ trifft sich in Oldenburg

Oldenburg. Die Stadt Oldenburg und der Landkreis Ammerland waren jetzt gemeinsamer Gastgeber für ein Treffen des Landesarbeitskreises „Jugend stärken im Quartier“ (Niedersachsen/Bremen).

Seit dem Jahr 2015 wird das durch den ESF (Europäischer Sozialfonds) geförderte Bundesprojekt „Jugend stärken im Quartier“ beim Team Wendehafen der Stadt Oldenburg, im Amt für Jugend und Familie und im Landkreis Ammerland bei der Kreisvolkshochschule umgesetzt. Das Förderprogramm kommt jungen Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren zu Gute, die besondere Unterstützung benötigen im Übergang Schule- Ausbildung/Beruf und die durch andere Angebote schwer zu erreichen sind.

In regelmäßigen Abständen kommen die Koordinatoren und Fallmanager der niedersächsischen Standorte für einen fachlichen Austausch zusammen. Bei dem Treffen in Oldenburg lag der Fokus auf dem Thema Schulabsentismus. Prof. Dr. Heinrich Ricking, Viviane Albers und Tijs Bolz vom Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gaben einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Prävention von Schulversäumnissen. Ferner wurde das Landes-ESF Projekt „Ammerland inklusiv“ vorgestellt – ein Modellprojekt, das an zwei Ammerländer Schulen umgesetzt wird. Dabei erhalten Lehrkräfte eine zertifizierte Fortbildung im Umgang mit Formen und Ursachen von Schulabsentismus. Außerdem wird ein digitales Fehlzeitenerfassungssystem implementiert.
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Witaj! KIBUM trifft Polen

28.10.2017 21:56 Uhr

43. KIBUM startet am 4. November/Janosch ist Schirmherr

„Witaj! KIBUM trifft Polen“ – so lautet das Motto der 43. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse vom 4. bis zum 14. November. Die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg laden in diesem Jahr dazu ein, die polnische Kinder- und Jugendliteratur zu entdecken. Das Kulturzentrum PFL verwandelt sich für die erwarteten 30.000 kleinen und großen KIBUM-Fans wieder in eine zum Lesen einladende Bücherlandschaft mit nahezu 2.500 Neuerscheinungen des deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarktes.

Die Schirmherrschaft für die KIBUM 2017 hat der Kinderbuchautor und -illustrator Janosch übernommen. Janosch hat polnische Wurzeln und empfindet Oldenburg – wie er selbst sagt – als seine „zweite Heimat“. Viele der besten aktuellen polnischen Kinderbuchautorinnen und -autoren, aber auch Illustratorinnen und Illustratoren sind nach Oldenburg eingeladen: darunter Pawel Pawlak und Ewa Kozyra-Pawlak aus Breslau, Jozef Wilkon, Grzegorz Kasdepke und Marta Ignerska aus Warschau und Umgebung sowie Piotr Socha, ebenfalls aus Warschau und kürzlich ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Sachbuch „Bienen“.

„Ganz entgegen der landläufigen Ansicht, dass heute niemand mehr liest, beweist die KIBUM immer wieder, wie sehr Literatur begeistern kann – in diesem Jahr nicht nur für Kinder- und Jugendbücher, sondern auch für unser Nachbarland. Die diesjährige KIBUM ist ganz klar einer der Höhepunkte der Polen Begegnungen der Stadt Oldenburg und schafft spannende Begegnungen mit unseren polnischen Gästen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

„Für mich hat die diesjährige KIBUM einen ganz besonderen Reiz – bietet sie doch Klein und Groß die Chance, mehr über unser Nachbarland Polen zu erfahren und viele seiner bekannten Kinderbuchautoren und -illustratoren persönlich zu treffen. Ich bin überzeugt, dass die KIBUM es schaffen wird, den Funken für ihr Partnerland überspringen zu lassen“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper.

Eine herausragende Position nimmt in Polen das Bilderbuch ein: Die KIBUM würdigt dies mit der polnischen Plakatausstellung „HIER LESE ICH!“ und der kleinen, feinen Auswahl „Alle Welt – Bilderbuchkunst von Aleksandra Mizielinska & Daniel Mizielinski“. Ein besonderes Glanzlicht ist die Ausstellung „Oh, wie schön ist… Bilderbuchkunst von Janosch“, die von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm flankiert wird.

Das KIBUM-Programm umfasst insgesamt 215 Veranstaltungen und stößt mit über 11.200 Anmeldungen wieder auf großes Interesse. Freie Kapazitäten für den Besuch von Messe und Veranstaltungen können telefonisch erfragt werden unter der Nummer 0441 235-3939. Didaktische Materialien stehen im Internet unter www.kibum.de zum Download bereit: Ausstellungsführer, Rallyes für den Messebesuch und Material für alle Schulstufen bieten Lehrkräften Stoff für eine fundierte Vor- und Nachbereitung des KIBUM-Besuchs.

Im Rahmen der KIBUM bietet das Casablanca-Programmkino vom 2. bis 15. November das 36. Oldenburger Kinderfilmfestival an: Gezeigt werden unter anderem aktuelle Filme wie „Maleika“ und „Hexe Lilli rettet Weihnachten“, aber auch Filme aus dem Partnerland Polen wie „Lauf Junge Lauf“ nach dem Jugendroman von Uri Orlev und „Kleine Tricks“.

Die Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Universität Oldenburg veranstaltet anlässlich der KIBUM das dreitägige interdisziplinäre Symposium „Sprache als Herausforderung – Literatur als Ziel: Sprachsensible Zugänge zu Kinder- und Jugendliteratur“ im Bibliothekssaal der Universität.
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Lesung zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2017

28.10.2017 21:10 Uhr

Nominierte präsentieren ihre Werke am 8. November

Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg hat die Jury einen Autor und zwei Autorinnen nominiert. Wer einen Einblick in das Können der Nominierten gewinnen möchte, ist eingeladen, am Mittwoch, 8. November, um 15 Uhr an einer Lesung in der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, teilzunehmen. Die Lesung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer den Preis tatsächlich erhält, wird dann am Abend der Preisverleihung, 8. November, um 19 Uhr im Alten Rathaus, Großer Sitzungssaal, bekannt gegeben.

300 Erstlingswerke (203 Manuskripte, 97 Bücher) wurden insgesamt eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt. Die Jury hat sich schließlich für folgende Werke entschieden:

• Anne Becker aus Essen mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Klickediklack“
• Ulrich Fasshauer aus Berlin mit seinem Kinderbuch „Das U-Boot auf dem Berg“ (Tulipan Verlag)
• Julya Rabinowich mit ihrem Jugendbuch „Dazwischen: ich“ (Hanser Verlag)

Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis ist der einzige seiner Art in Deutschland. Als Förderpreis dient er dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren, die ein Erstlingswerk vorlegen. Zugleich soll innovativen Ideen eine Chance gegeben und ein Anreiz geschaffen werden, die Werke Unbekannter in die Verlagsprogramme aufzunehmen.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendbuchpreis gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de. Dort sind auch Leseproben der drei Nominierten veröffentlicht.
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Was kommt hinterm Horizont?

21.10.2017 21:41 Uhr

Edith-Russ-Haus bietet Workshop für Schulklassen und Ideenrundgang für Lehrkräfte

Anlässlich der neuen Ausstellung „Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“ bietet das Edith-Russ-Haus für Medienkunst geführte Rundgänge für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse an. Ausgehend von den Werken der Ausstellung beschäftigen sie sich mit der Zukunft des menschlichen Zusammenlebens: Sie diskutieren beispielsweise, warum Arbeitslöhne weltweit so ungerecht verteilt sind und was passiert, wenn Geld eines Tages nichts mehr wert sein sollte. Thematisiert werden zudem eine gerechte Verteilung von Ressourcen und die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.

Die etwa einstündigen Workshops können ab sofort gebucht werden und kosten 25 Euro. Angeboten werden die Führungen bis zum 12. Januar. Bei Interesse und nach Absprache können sie auch um ein praktisches Projekt erweitert werden.


Ideenrundgang für Lehrkräfte

Außerdem lädt das Edith-Russ-Haus Lehrkräfte, Pädagogen und Multiplikatoren zu einem Ideenrundgang ein: Am Mittwoch, 25. Oktober, haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich untereinander sowie mit Medienkunstvermittler Jan Blum über Möglichkeiten der kunstpraktischen Auseinandersetzung mit der Ausstellung auszutauschen. Gezeigt werden Werke vor allem osteuropäischer Künstlerinnen und Künstler, die Vorschläge machen, wie die Menschen in Zukunft (über-)leben könnten. So werden existentielle Fragen über alternative Formen von Gemeinschaft, die faire Verteilung von Ressourcen oder auch Strategien zur Überwindung der fortschreitenden Entfremdung von Mensch, Gesellschaft und Natur gestellt.

Im Rahmen des Ideenrundgangs werden Angebote der Kunstvermittlung des Edith-Russ-Hauses vorgestellt und mögliche gemeinsame Projekte besprochen. Die Teilnahme ist kostenlos; die etwa einstündige Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr. Anmeldungen sind bis Dienstag, 24. Oktober, möglich.

Weitere Informationen gibt es bei Museumsvermittler Jan Blum unter Telefon 0441 235-3275 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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In Kingston den Horizont erweitern

11.10.2017 20:20 Uhr

Jugendgruppe besucht Partnerstadt – Firma AMR unterstützt Austausch mit 10.000 Euro

Rote Telefonzellen, gewöhnungsbedürftiges Essen, trockener Humor, schlechtes Wetter, regelmäßige Tea Time, ausgeprägte Höflichkeit: Über Engländer gibt es zahlreiche Klischees. Ob davon etwas zutrifft, das erkundet eine 13-köpfige Jugendgruppe – neun Mädchen und vier Jungen – aus den Freizeitstätten Ofenerdiek und Kreyenbrück in dieser Woche in Oldenburgs Partnerstadt Kingston. „Ich bin sehr gespannt auf die Kultur und die Menschen dort", sagt Greta (18). Die Fachoberschülerin zählt zu den Teilnehmerinnen der Fahrt, die vom Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit im Amt für Jugend und Familie organisiert wird. Zusammen mit Sozialpädagogin Sabine Herrmann haben die Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren ein spannendes Programm vorbereitet, bei dem natürlich ein Abstecher in die Hauptstadt London nicht fehlen darf. Am Sonntagabend ging es mit insgesamt vier Begleitpersonen im Reisebus los.

„Ziel dieser Jugendbegegnung ist das gegenseitige Kennenlernen“, betont Stadtjugendpfleger Christian Fritsch. In Kingston sind die Oldenburger Jugendlichen in einem Jugendhotel untergebracht, sie werden zwei Jugendzentren besuchen und viel Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. „Die Jugendlichen sollen Einblick in die Lebenswelt und den Alltag ihrer Gastgeber bekommen“, sagt Fritsch. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Jugendhilfestruktur beider Kommunen sollen erarbeitet werden. Auch Themen wie zum Beispiel der Brexit stehen zur Diskussion. Verständigen wird man sich in englischer Sprache. Der Stadtjugendpfleger erwartet für alle Beteiligten eine „Horizonterweiterung“. Ein gestärktes Selbstbewusstsein und die verbesserte interkulturelle Kompetenz sind weitere positive Effekte für die Jugendlichen, die Fritsch mit der Begegnung verknüpft.

Der England-Besuch findet im Rahmen des im 1. Kinder- und Jugendförderplan der Stadt verankerten Modellprojekts „Internationale Jugendbegegnung für benachteiligte Jugendliche“ statt. Ziel ist es, solche Studienreisen auch Jugendlichen zu ermöglichen, die aus Familien stammen, denen die Finanzierung solcher Aufenthalte schwer fällt.

Einen großen Beitrag dazu leistet die AMR Wohnbau GmbH. Die Oldenburger Firma unterstützt die Jugendbegegnung, zu der auch der für Dezember oder Januar vorgesehene Gegenbesuch englischer Jugendlicher in Oldenburg gehört, mit einem Betrag in Höhe von 10.000 Euro. „Wir hatten zu unserer 35-Jahr-Feier unsere Geschäftspartner zu Spenden aufgerufen“, berichtet Prokurist Nikolai Maxara. 7.500 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Das Familienunternehmen stockte die Summe dann auf 10.000 Euro auf. Die frohe Kunde überbrachten Imke Ahlers, Nikolai Maxara sowie Anna-Katharina und Marie-Christin Ruhe der Jugendgruppe kurz vor ihrer Abreise nach England.

AMR Wohnungsbau unterstützt die städtische Jugendarbeit schon seit vielen Jahren. Nach Heinz Backhaus und Klaus Kieckbusch ist Christian Fritsch bereits der dritte Stadtjugendpfleger, der darauf zählen kann. „Das ist eine ganz tolle Partnerschaft. Dieses Engagement ist außergewöhnlich“, zeigt sich Fritsch dankbar.
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