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Jugend

Was kommt hinterm Horizont?

21.10.2017 21:41 Uhr

Edith-Russ-Haus bietet Workshop für Schulklassen und Ideenrundgang für Lehrkräfte

Anlässlich der neuen Ausstellung „Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“ bietet das Edith-Russ-Haus für Medienkunst geführte Rundgänge für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse an. Ausgehend von den Werken der Ausstellung beschäftigen sie sich mit der Zukunft des menschlichen Zusammenlebens: Sie diskutieren beispielsweise, warum Arbeitslöhne weltweit so ungerecht verteilt sind und was passiert, wenn Geld eines Tages nichts mehr wert sein sollte. Thematisiert werden zudem eine gerechte Verteilung von Ressourcen und die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.

Die etwa einstündigen Workshops können ab sofort gebucht werden und kosten 25 Euro. Angeboten werden die Führungen bis zum 12. Januar. Bei Interesse und nach Absprache können sie auch um ein praktisches Projekt erweitert werden.


Ideenrundgang für Lehrkräfte

Außerdem lädt das Edith-Russ-Haus Lehrkräfte, Pädagogen und Multiplikatoren zu einem Ideenrundgang ein: Am Mittwoch, 25. Oktober, haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich untereinander sowie mit Medienkunstvermittler Jan Blum über Möglichkeiten der kunstpraktischen Auseinandersetzung mit der Ausstellung auszutauschen. Gezeigt werden Werke vor allem osteuropäischer Künstlerinnen und Künstler, die Vorschläge machen, wie die Menschen in Zukunft (über-)leben könnten. So werden existentielle Fragen über alternative Formen von Gemeinschaft, die faire Verteilung von Ressourcen oder auch Strategien zur Überwindung der fortschreitenden Entfremdung von Mensch, Gesellschaft und Natur gestellt.

Im Rahmen des Ideenrundgangs werden Angebote der Kunstvermittlung des Edith-Russ-Hauses vorgestellt und mögliche gemeinsame Projekte besprochen. Die Teilnahme ist kostenlos; die etwa einstündige Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr. Anmeldungen sind bis Dienstag, 24. Oktober, möglich.

Weitere Informationen gibt es bei Museumsvermittler Jan Blum unter Telefon 0441 235-3275 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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In Kingston den Horizont erweitern

11.10.2017 20:20 Uhr

Jugendgruppe besucht Partnerstadt – Firma AMR unterstützt Austausch mit 10.000 Euro

Rote Telefonzellen, gewöhnungsbedürftiges Essen, trockener Humor, schlechtes Wetter, regelmäßige Tea Time, ausgeprägte Höflichkeit: Über Engländer gibt es zahlreiche Klischees. Ob davon etwas zutrifft, das erkundet eine 13-köpfige Jugendgruppe – neun Mädchen und vier Jungen – aus den Freizeitstätten Ofenerdiek und Kreyenbrück in dieser Woche in Oldenburgs Partnerstadt Kingston. „Ich bin sehr gespannt auf die Kultur und die Menschen dort", sagt Greta (18). Die Fachoberschülerin zählt zu den Teilnehmerinnen der Fahrt, die vom Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit im Amt für Jugend und Familie organisiert wird. Zusammen mit Sozialpädagogin Sabine Herrmann haben die Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren ein spannendes Programm vorbereitet, bei dem natürlich ein Abstecher in die Hauptstadt London nicht fehlen darf. Am Sonntagabend ging es mit insgesamt vier Begleitpersonen im Reisebus los.

„Ziel dieser Jugendbegegnung ist das gegenseitige Kennenlernen“, betont Stadtjugendpfleger Christian Fritsch. In Kingston sind die Oldenburger Jugendlichen in einem Jugendhotel untergebracht, sie werden zwei Jugendzentren besuchen und viel Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. „Die Jugendlichen sollen Einblick in die Lebenswelt und den Alltag ihrer Gastgeber bekommen“, sagt Fritsch. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Jugendhilfestruktur beider Kommunen sollen erarbeitet werden. Auch Themen wie zum Beispiel der Brexit stehen zur Diskussion. Verständigen wird man sich in englischer Sprache. Der Stadtjugendpfleger erwartet für alle Beteiligten eine „Horizonterweiterung“. Ein gestärktes Selbstbewusstsein und die verbesserte interkulturelle Kompetenz sind weitere positive Effekte für die Jugendlichen, die Fritsch mit der Begegnung verknüpft.

Der England-Besuch findet im Rahmen des im 1. Kinder- und Jugendförderplan der Stadt verankerten Modellprojekts „Internationale Jugendbegegnung für benachteiligte Jugendliche“ statt. Ziel ist es, solche Studienreisen auch Jugendlichen zu ermöglichen, die aus Familien stammen, denen die Finanzierung solcher Aufenthalte schwer fällt.

Einen großen Beitrag dazu leistet die AMR Wohnbau GmbH. Die Oldenburger Firma unterstützt die Jugendbegegnung, zu der auch der für Dezember oder Januar vorgesehene Gegenbesuch englischer Jugendlicher in Oldenburg gehört, mit einem Betrag in Höhe von 10.000 Euro. „Wir hatten zu unserer 35-Jahr-Feier unsere Geschäftspartner zu Spenden aufgerufen“, berichtet Prokurist Nikolai Maxara. 7.500 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Das Familienunternehmen stockte die Summe dann auf 10.000 Euro auf. Die frohe Kunde überbrachten Imke Ahlers, Nikolai Maxara sowie Anna-Katharina und Marie-Christin Ruhe der Jugendgruppe kurz vor ihrer Abreise nach England.

AMR Wohnungsbau unterstützt die städtische Jugendarbeit schon seit vielen Jahren. Nach Heinz Backhaus und Klaus Kieckbusch ist Christian Fritsch bereits der dritte Stadtjugendpfleger, der darauf zählen kann. „Das ist eine ganz tolle Partnerschaft. Dieses Engagement ist außergewöhnlich“, zeigt sich Fritsch dankbar.
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