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Weimar in den Schlosshöfen

08.01.2018, 22:51 Uhr
Vom 8. bis 22. Januar 2018 ist die Weimarer Republik zu Gast in den Schlosshöfen Oldenburg. Der Verein »Weimarer Republik e.V.« hat eine Wanderausstellung gezielt für Einkaufszentren konzipiert. Sie besteht aus vier Kinowürfeln, die an insgesamt 16 Medienstationen punktuelle Einblicke in die Zeit zwischen 1919 und 1933 bieten.

Zur Ausstellungseröffnung am 8. Januar konnten Bürgermeisterin Christine Wolff und Stephan Zänker, Geschäftsführer von Weimarer Republik e. V., unter anderem Thomas Kossendey und Dr. Michael Brandt von der Oldenburgischen Landschaft, MdB Dennis Rohde und Ratsfrau Rita Schilling begrüßen.

»Warum kommt eine politische Ausstellung in ein Einkaufszentrum?«, diese Frage stellte auch Christine Wolff bei der Eröffnung. Und sie gab ihren Zuhörer_innen auch gleich die Antwort: »Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten kommen: Hier werden Menschen mit dem Thema Weimar konfrontiert, die dafür eher nicht ins Museum gehen würden.«

Die erste Deutsche Republik, vor 99 Jahren gegründet, ist uns näher, als es auf den ersten Blick scheint. »Noch gibt es Zeitzeug_innen, die zumindest die letzten Jahre miterlebt haben«, sagt Wolff. Viel wichtiger aber sei die Erkenntnis aus der Geschichte, dass Demokratie verteidigt werden müsse, was den Einsatz und die Beteiligung aller Bürger_innen erfordere.

Oldenburg ist der 28. Standort für die Ausstellung. Hier entstand zur Weimarer Zeit ein Freistaat, der der Stadt den auch heute noch verwendeten Zusatz »in Oldenburg« eingebracht hat. »Gerade die Freistaaten halten viele interessante regionale Geschichten bereit«, erklärt Stephan Zänker. Darüber hinaus verdankten wir der ersten Deutschen Republik Errungenschaften wie Pressefreiheit oder Frauenwahlrecht. »Um den Zugang zu erleichtern, haben wir versucht, die Themen in die Gegenwart zu übersetzen«, so Zänker

Die Ausstellung wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert. Der Eintritt ist frei.
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