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Rekordspende für ein Rekordseminar

23.10.2017 16:14 Uhr

Der gesamte Lehrkörper des Herbartgymnasiums nimmt an Lions-Quest-Seminaren teil

Zum ersten Mal konnte der Präventionsrat Oldenburg (PRO) das gesamte Kollegium einer Schule für eine Lions-Quest-Fortbildung gewinnen. Alle Lehrer_innen des Herbartgymnasiums nahmen am 20. und 21. Oktober 2017 an einem Seminar zur Vermittlung von Lebenskompetenzen an ihre Schüler_innen teil. Die dafür erforderliche Summe von 15.100 Euro spendeten die Oldenburger Lions Clubs, die pronovaBKK und der Verein der Ehemaligen und Förderer des Herbartgymnasiums zur Verfügung.

»Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das wirksame Präventionsprogramm Lions Quest allen Schulen in Oldenburg und Umgebung zu ermöglichen. Durch den Zusammenschluss mehrerer Lions Clubs aus Oldenburg und Umgebung sind wir diesem Ziel bereits einen großen Schritt näher gekommen«, sagt Burkhard Weiss vom Lions Club Oldenburg-Lappan, und Dr. Ursula Biermann vom Lions Club Oldenburg Willa Thorade ergänzt: »Die Kooperation mit dem Präventionsrat Oldenburg erweist sich hierbei als Glücksfall. Sie trägt dazu bei, die komplexe Organisation zu ermöglichen.«

»Unser Interesse an Prävention ist naturgemäß groß. Infolge des Präventionsgesetzes können und wollen wir neue Wege in der Unterstützung beschreiten. Die Möglichkeit, diesen konzentrierten Weg der Einführung von Lions Quest an den Schulen zu unterstützen, entspricht da sehr gut unserer Vorstellung«, informiert Thomas Tegeler vom Service Center der pronovaBKK in Oldenburg.

»Ich freue mich, dass dieses große Vorhaben gelungen ist und wir alle Kolleginnen und Kollegen überzeugen konnten, teilzunehmen«, sagt Andrea Kazmirek, die die schulseitige Verantwortung übernommen hatte. »Ich danke den Förderern für die Spenden und Melanie Blinzler vom Präventionsrat für die Unterstützung. Nur so konnten wir zwei Kurse Erwachsen werden und einen Kurs Erwachsen handeln durchführen.«

Sehr zufrieden ist auch Schulleiter Günter Tillmann, der darüber hinaus einen Plan hat, wie die Ergebnisse der Lions-Quest-Kurse in den Schulalltag eingebaut werden können.

Für die Prävention von (selbst-)zerstörerischen Verhaltensweisen (Sucht- und Drogenabhängigkeit, Gewalt, Suizidgefährdung) werden dem Programm Lions Quest von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten zugeschrieben. Mit den Lions Quest-Inhalten werden die fachlichen Anforderungen der Schule ergänzt durch die Entwicklung von Lebens- und Sozialkompetenzen.
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Artothek Oldenburg präsentiert Griffelkunst Herbstausstellung

23.10.2017 09:56 Uhr
Die neuen Editionen der Griffelkunst-Vereinigung werden vom 23. bis 29. Oktober in der Artothek Oldenburg präsentiert. Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in aktuelle druckgrafische und fotografische Positionen von zehn Künstlerinnen und Künstlern, aus denen die Mitglieder ihre Blätter auswählen können.

In der Herbstausstellung reicht die Bandbreite der präsentierten Editionen von klassischen Techniken wie Radierung, Siebdruck und Lithografie bis hin zu Fotografien, Multiples und Inkjet-Prints auf Seide. In dieser Bilderwahl stellt der nigerianische Künstler Karo Akpokiere in seinen sechs Siebdrucken einen multikulturellen Mix aus Bildern, Mustern und Texten dar, die Bezug zum Alltagsleben seiner Heimatstadt Lagos, einer der am schnellsten wachsenden Megacities der Welt, nehmen. Während die Hamburger Künstlerin Birgit Brandis in ihren experimentellen Lithografien geometrische Bildkompositionen kreiert, schafft die Berliner Grafikerin Ellen Möckel in ihrer lithografischen Edition bewegte Formen, die Kommunikation im digitalen Zeitalter thematisieren.

Die Mezzotinto-Radierungen der Berliner Künstlerin Natalia Stachon basieren auf Zeichnungen, die den Nachthimmel über Los Angeles zeigen, der nur durch das Licht von Suchscheinwerfen von Helikoptern erhellt wird. Barbara Camilla Tucholski hingegen hat eine Serie von sieben fragilen Pusteblumen-Motiven auf die Radierplatte gebracht. Mit der Nachlassedition von Alfred Ehrhardt (1901-1984) wird ein wichtiger Fotograf der Neuen Sachlichkeit gewürdigt, der eindrucksvoll die Lebendigkeit des Watts in seinen Werken sichtbar macht.

In der Projektreihe zeigt die Foto-Konzept-Künstlerin Eva Leitolf Arbeiten aus ihrer Serie zur Stadt Wolfsburg, die durch das so genannte „Diesel-Gate“ aktuelle Brisanz gewinnen. Der niederländische Fotograf Marco van Duyvendijk ist mit zwei großformatigen Farbaufnahmen vertreten, in der er die Schönheit des flüchtigen Augenblicks in einer New Yorker Metro und im Botanischen Garten Oslo festhält. Die Hamburger Künstlerin Franziska Opel hat zwei Inkjet-Print auf Seide realisiert, in denen sie Symbole, Bildzitate und Texte überlagert. Und der Berliner Künstler Kai Schiemenz schließlich hat zwei Wandobjekte aus glasierten Keramikkacheln geschaffen.

Der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V., die 1925 gegründet wurde, gehören heute mehr als 4400 Mitglieder in ganz Deutschland an. Die Artothek Oldenburg ist seit 1992 Mitglied der Vereinigung und besitzt zahlreiche Griffelkunstblätter in ihrem Sammlungsbestand.

Ausstellung und Ausgabe der Grafiken Die Ausstellung kann am Montag, 23. Oktober, und Donnerstag, 26. Oktober, von 15 bis 19 Uhr in der Artothek, Peterstraße 1, besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Wahl und Ausgabe der Grafiken erfolgt am Sonntag, 29. Oktober, von 11 bis 15 Uhr und wird von Daphne Andersch betreut.
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Tretboote schippern unter neuer Flagge

23.10.2017 09:26 Uhr

Verein um Anja Wiehl als Betreiber für den Bootsverleih an der Mühlenhunte ausgewählt

Die Tretboot-Flotte auf der Mühlenhunte soll im nächsten Jahr wieder Wasser unterm Kiel haben: Das Freizeitvergnügen am Schlossgarten geht ab dem 1. Mai 2018 unter neuer Flagge weiter – Anja Wiehl übernimmt künftig den Bootsverleih an der Elisabethstraße. Das ist das Ergebnis einer mehrstündigen Vorstellungsrunde mit potentiellen Betreibern. Darüber informierte die Stadtverwaltung am Donnerstagabend den Ausschuss für Stadtplanung und Bauen. In Kürze soll der Abriss des baufälligen Stegs in Auftrag gegeben werden. „Wir sind froh, dass es gelungen ist, im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu einer Neuvergabe des Bootsverleihs zu kommen. Somit bleibt ein Oldenburger Kleinod erhalten“, sagte Baudezernentin Gabriele Nießen.

Anja Wiehl wohnt im Gerichtsviertel und hat ein besonders starkes Interesse am Fortbestand der Anlage. Sie beabsichtigt die Gründung eines Vereins, der gegebenenfalls gemeinnützig arbeiten soll und die Beschäftigung sozial Benachteiligter plant. Der Steg soll neu aufgebaut, das Kioskgebäude auf dem vorhandenen Kriechkeller neu errichtet und durch Sanitäranlagen unwesentlich erweitert werden. Es soll jedoch kein Kiosk-Sortiment mehr vorgehalten werden, sondern ein kleines gastronomisches Angebot. Die Kubatur des alten Gebäudes soll beim Neubau grundsätzlich beibehalten werden. Wie der Bau aussehen wird, steht aber noch nicht fest. Architekt Christoph Bagge hat drei Varianten erstellt – eine Version sieht eine Holzbauweise vor, die zweite einen Holzbau mit Reetdach und die dritte Variante beinhaltet ein Cortenstahl-Design, das einem skulpturalen Ansatz folgt. „Wir stimmen grundsätzlich allen drei Entwürfen zu. Die Entscheidung trifft letztlich der Verein“, erklärte Gabriele Nießen.

Sobald wasserrechtliche und bauordnungsrechtliche Genehmigungen vorliegen und der Verein in das Vereinsregister eingetragen ist, soll die Sondernutzungserlaubnis für den Bootsverleih erteilt werden, kündigte Fachdienstleiter Udo Baumann an. Angestrebt wird eine Nutzungserlaubnis für die Dauer von 25 Jahren.

Nachdem die Tretboote in diesem Jahr auf dem Trockenen bleiben mussten, hatten sich bei der Stadt insgesamt 22 Interessenten zur Fortführung des Betriebs gemeldet. Alle wurden aufgefordert, ein Konzept vorzulegen und ein Angebot abzugeben. Sechs Interessenten haben davon Gebrauch gemacht – fünf von ihnen kamen der Einladung zu einem persönlichen Vorstellungstermin nach. In dieser Vorstellungsrunde wurde die Stadt von Stadtbaurätin Gabriele Nießen sowie Mitarbeitern der Naturschutzbehörde, des Planungsamtes und des Amtes für Verkehr und Straßenbau vertreten. Außerdem haben daran auch die Erben des vormaligen (im Januar dieses Jahres verstorbenen) Betreibers und ihr Rechtsvertreter Alexander Wandscher teilgenommen. Die Erben hatten gegenüber der Stadt bereits frühzeitig erklärt, den Bootsverleih nicht in Eigenregie weiterbetreiben zu wollen. Anja Wiehl und ihr Verein wollen die alte Tretbootflotte übernehmen und instand setzen.

Wiehl wurde einvernehmlich als neue Betreiberin des Bootsverleihs ausgewählt. „Den Ausschlag zu ihren Gunsten haben letztlich das glaubhaft dargestellte Interesse und das konkretere Betreiberkonzept gegeben“, betonte Gabriele Nießen. „Das Konzept geht sehr sensibel auf die Umgebung ein.“ Gegen die anderen Konzepte sprachen der dafür notwendige Flächenbedarf, naturschutzrechtliche und gestalterische Gründe sowie die Höhe der von der Stadt erwarteten finanziellen Beteiligung.

Wer den noch zu gründenden Verein unterstützen möchte, kann sich übergangsweise per E-Mail an verkehr@stadt-oldenburg.de wenden.
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1.000 Jahre Frauengeschichte im FORUM St. Peter

21.10.2017 22:01 Uhr

Ausstellung bedeutender Frauenpersönlichkeiten vom 26. Oktober bis 22. November

Sie haben viel riskiert, Hervorragendes geleistet und sind bis heute Vorbilder: Anita Augspurg, Ricarda Huch, Helene Lange und 27 weitere Frauenpersönlichkeiten aus Niedersachsen werden jetzt in einer Ausstellung gewürdigt: „frauenORTE Niedersachsen: Über 1.000 Jahre Frauengeschichte“ ist vom 26. Oktober bis 22. November im FORUM St. Peter, Peterstraße 22-26, zu sehen und wird präsentiert vom Deutschen Frauenring, Ortsring Oldenburg e.V., dem Zentrum für Frauen-Geschichte Oldenburg e.V., sowie dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg.

„Zum 70-jährigen Bestehen des hiesigen Ortsrings des Deutschen Frauenrings wollten wir etwas anderes als die üblichen Feierlichkeiten organisieren“, erklärt Anne Kühn vom Vorstand des Ortsrings, deshalb habe man sich Kooperationspartnerinnen gesucht, um die Wanderausstellung nach Oldenburg zu holen und ein hochwertiges Begleitprogramm anbieten zu können.

Die Ausstellung berichtet von weiblicher Courage und Meilensteinen der Frauenbewegung in einzelnen Lebens- und Wirkungsgeschichten. 30 großformatige Plakate und vier Begleitveranstaltungen informieren über Frauenpersönlichkeiten, die für Anliegen wie Wahlrecht und Bildung für Frauen über den Schutz verfolgter Minderheiten bis zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus einstanden. „Frauengeschichte sichtbar zu machen, Vorbilder aufzuzeigen und die Leistungen von Frauen zu würdigen ist ein wichtiger Bestandteil der Gleichstellungsarbeit“, hebt Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, hervor. „Dies wird durch den gemeinsamen Auftritt all dieser bedeutenden Frauen möglich, der die Städte und Regionen Niedersachsens zu einem einzigartigen Netzwerk in weiblicher Perspektive verbindet“, ergänzt Gabi Beckmann vom Zentrum für Frauen-Geschichte, das zugleich den Auftakt der Begleitveranstaltungen übernimmt.

Das Rahmenprogramm beginnt am Sonntag, 29. Oktober, um 11 Uhr am Lefferseck mit einem Stadtspaziergang mit „Kirschenanna und Helene“, der an historischen Orten in der Innenstadt Alltag, Kultur und Politik aus Frauensicht nachgeht. Als Nächstes schlüpft Kammerschauspielerin Elfi Hoppe am Dienstag, 7. November, um 19.30 Uhr im Forum St. Peter in die Rolle der in Oldenburg geborenen Frauenrechtlerin Helene Lange und erzählt deren Geschichte – zwischen Revolutionen, Kriegen, dem Kampf der Frauen um gesellschaftliche Veränderungen und Privatleben. Zur „Mittagspause der besonderen Art“ liest am Donnerstag, 9. November, um 12.30 Uhr Günther Kühn im Forum St. Peter über die Leeraner Lehrerin und Autorin Wilhelmine Siefkes. Am Montag, 20. November, um 19.30 Uhr schließt Prof. Dr. Andrea Strübind, Universität Oldenburg, das Programm mit einem Vortrag über Antje Brons ab: Die Mennonitin verfasste die erste Gesamtdarstellung der Mennoniten in deutscher Sprache und setzte sich für Bedürftige und die Bildung von Mädchen ein.

Der Besuch der Ausstellung und der begleitenden Veranstaltungen ist kostenfrei. Führungen durch die Ausstellung bietet das Zentrum für Frauen-Geschichte nach Absprache unter Telefon 0441 776990 an.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/gleichstellung.
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Was kommt hinterm Horizont?

21.10.2017 21:41 Uhr

Edith-Russ-Haus bietet Workshop für Schulklassen und Ideenrundgang für Lehrkräfte

Anlässlich der neuen Ausstellung „Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“ bietet das Edith-Russ-Haus für Medienkunst geführte Rundgänge für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse an. Ausgehend von den Werken der Ausstellung beschäftigen sie sich mit der Zukunft des menschlichen Zusammenlebens: Sie diskutieren beispielsweise, warum Arbeitslöhne weltweit so ungerecht verteilt sind und was passiert, wenn Geld eines Tages nichts mehr wert sein sollte. Thematisiert werden zudem eine gerechte Verteilung von Ressourcen und die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.

Die etwa einstündigen Workshops können ab sofort gebucht werden und kosten 25 Euro. Angeboten werden die Führungen bis zum 12. Januar. Bei Interesse und nach Absprache können sie auch um ein praktisches Projekt erweitert werden.


Ideenrundgang für Lehrkräfte

Außerdem lädt das Edith-Russ-Haus Lehrkräfte, Pädagogen und Multiplikatoren zu einem Ideenrundgang ein: Am Mittwoch, 25. Oktober, haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich untereinander sowie mit Medienkunstvermittler Jan Blum über Möglichkeiten der kunstpraktischen Auseinandersetzung mit der Ausstellung auszutauschen. Gezeigt werden Werke vor allem osteuropäischer Künstlerinnen und Künstler, die Vorschläge machen, wie die Menschen in Zukunft (über-)leben könnten. So werden existentielle Fragen über alternative Formen von Gemeinschaft, die faire Verteilung von Ressourcen oder auch Strategien zur Überwindung der fortschreitenden Entfremdung von Mensch, Gesellschaft und Natur gestellt.

Im Rahmen des Ideenrundgangs werden Angebote der Kunstvermittlung des Edith-Russ-Hauses vorgestellt und mögliche gemeinsame Projekte besprochen. Die Teilnahme ist kostenlos; die etwa einstündige Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr. Anmeldungen sind bis Dienstag, 24. Oktober, möglich.

Weitere Informationen gibt es bei Museumsvermittler Jan Blum unter Telefon 0441 235-3275 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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