ganz-oldenburg.de –
DAS Stadtmagazin im Internet
 
ganz-oldenburg.de – DAS Stadtmagazin im Internet

Innenstadt

Seiteninhaltsliste einblenden 

Wissenschaftsministerin weiht neues Lern- und Informationszentrum ein

22.06.2017 19:57 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg präsentiert sich zum 225. Geburtstag traditionsbewusst und innovativ

Zum 225. Gründungsjubiläum der Landesbibliothek Oldenburg hat die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljaji?, am Mittwoch, dem 21. Juni 2017, das neue Lern- und Informationszentrum (LIZ) der Landesbibliothek Oldenburg eingeweiht. Die Ministerin und Bürgermeisterin Petra Averbeck der Stadt Oldenburg gratulierten der Landesbibliothek zur gelungenen Balance zwischen Tradition und Moderne. In ihrer Festrede machte Dr. Dorothea Sommer, stellvertretende Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek München, deutlich, welch großen Herausforderungen sich Landesbibliotheken in heutiger Zeit zu stellen haben. Neben Vertretern aus Politik, Kultur und Gesellschaft waren besonders Ehrenamtliche und Bürgerinnen und Bürger zum Fest eingeladen, die die Landesbibliothek aktiv unterstützen.

Modern, hell, großzügig und einladend – so präsentierten sich die neuen Räume des Lern- und Informationszentrums an diesem sommerlichen Mittwoch der Festgesellschaft. Doch unter die Gäste mischten sich plötzlich ganz unerwartete Besucher: Im Gewand des 18. Jahrhunderts und scheinbar völlig vertieft in einen alten Folianten saß da an einem Tisch ein Hund. Eine verspätete Putzkolonne wuselte noch eilig durch die Gänge der Regale. Auch sie trug Masken. Auf Ihrem Rundgang hielten die Ministerin und die Bürgermeisterin immer wieder überrascht vor solchen Szenen inne, während sie sich von Bibliotheksleiterin Corinna Roeder, Architekt Claudius Grothoff und Klaus Wieting, dem Leiter des Staatlichen Baumanagements Ems-Weser, Konzept und Umsetzung des Umbaus erläutern ließen.

„Die Landesbibliothek Oldenburg hat eine besondere Stellung für Land und Region. Mit dem neuen Lern- und Informationszentrum präsentiert sie sich als innovative und zukunftsorientierte Einrichtung, die kulturelles Erbe bewahrt und vermittelt. Sie ist ein Ort mit Strahlkraft, der weit über Oldenburg hinaus wirkt und sichtbar ist“, sagte Wissenschaftsministerin Heinen-Kljaji? in ihrer Rede. Bürgermeisterin Averbeck überbrachte das Grußwort der Stadt Oldenburg, in dem sie die tiefe Verankerung der Landesbibliothek in Stadt und Region hervorhob: „Die enge Zusammenarbeit der Kultur- und Bildungseinrichtungen bereichert das Leben hier in Oldenburg und ist ein wichtiger Standortfaktor für die ganze Region“, so Averbeck. „Dafür stehen beispielsweise die kooperative Digitalisierung der Oldenburger Theaterzettel unter Federführung der Landesbibliothek oder das Oldenburger Netzwerk Schu:Bi – Schule und Bibliothek, um das uns andere Städte beneiden.“

Festrednerin Dorothea Sommer spannte anschließend den Horizont weit über Oldenburg hinaus auf: „In allen Ländern Europas stehen Staats- und Landesbibliotheken vor großen Herausforderungen, aber ihre Bedeutung gerade in der digitalen Welt wächst: Durch Digitalisierung stellen Landesbibliotheken ihre Kulturschätze heute weltweit für Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung. Als Archivbibliotheken sind sie verantwortlich für die Erhaltung der kostbaren Originale und die Überlieferung unseres Wissens. Gleichzeitig entwickeln sich Landesbibliotheken zu modernen Lernorten, sinnlich erfahrbaren Kulturräumen und kommunikativen Zentren in ihrer Region so wie auch hier in Oldenburg“, sagte Sommer.

Wie viel die Landesbibliothek bei ihrer erfolgreichen Entwicklung privatem bürgerschaftlichen Engagement verdankt, das erfuhren die Festgäste beim Podiumsgespräch mit dem Vorsitzenden der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft Prof. Detlef Haberland, der Leiterin der internationalen Jugendbibliothek in München, Dr. Christiane Raabe, und Dr. Matthias Hengelbrock, Fachberater für Geschichte und Lehrer am Alten Gymnasium Oldenburg, der sich seit Jahren ganz besonders für die Restaurierung historischer Bücher einsetzt.

„Um die wachsenden Herausforderungen zu meistern, brauchen Landesbibliotheken wie die unsere die Unterstützung ihrer Träger, aber sie brauchen auch das Feedback, die Anregungen und die ideelle Unterstützung ihrer Leserinnen und Leser, ihrer Partner und Freunde in und außerhalb der Region“, wandte sich Bibliotheksleiterin Corinna Roeder am Ende der Veranstaltung an die Gäste: „Wir sind glücklich und dankbar für die vielfältige Unterstützung, die wir von Ihnen bekommen. Bleiben Sie an unserer Seite und im lebendigen Austausch mit der Landesbibliothek Oldenburg. Dann können wir den Bildungsauftrag, den Herzog Peter Friedrich Ludwig bei der Gründung seiner Bibliothek mitgegeben hat, auch in Zukunft verwirklichen.“
nach oben

Denkmalpflege hautnah erleben am 18. Juni am Pferdemarkt

17.06.2017 20:49 Uhr
Staubig, aber nicht verstaubt: Alle Facetten der Denkmalpflege können Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 18. Juni, zwischen 13 und 17 Uhr, am Tag für Denkmalpflege am Pferdemarkt kennenlernen. Mehr als 20 Akteure präsentieren traditionelle Handwerke ebenso wie moderne 3D-Modelle unter dem Motto „Altes Haus, was nun? Zwischen Wollen und Können“. Schlagwerk Nordwest sorgt für die musikalische Begleitung.

Vertreten sind beispielsweise die Jade Hochschule, die HAWK Hochschule für angewandte Kunst, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Jugendbauhütte, die Handwerkskammer und viele weitere. Mit dabei ist auch das Projekt „Wiki Loves Monuments“, ein weltweiter Fotowettbewerb zu Baudenkmalen von Wikimedia. Im Anschluss an die Eröffnung durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann um 13 Uhr in der Exerzierhalle gibt es verschiedene Podiumsdiskussionen, in denen der Denkmalschutz im Spannungsfeld zwischen Anspruch der Fachleute und Lebenswirklichkeit der Nutzer oder sogar Bewohner diskutiert wird. Der ehemalige NDR-Moderator Ludger Abeln stellt auf dem Platz zwischen Exerzierhalle und bau_werk Halle einige Akteure und ihre Arbeit vor.

Der 85. Tag für Denkmalpflege wird organisiert vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) in Kooperation mit der Stadt Oldenburg. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage und im Blog des NLD unter www.denkmalpflege.niedersachsen.de und www.blognld.de.
nach oben

¡Hola! Kunst auf Spanisch

05.06.2017 17:15 Uhr
Unter dem Titel „Ich verstehe nur […] Kunst!“ startet im Horst-Janssen-Museum eine neue Veranstaltungsreihe, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Sprachen in die Ausstellungen einlädt. Zum Auftakt heißt es am Samstag, 10. Juni, „¡Hola! Ich verstehe nur Spanisch Kunst!“: Spanisch-Muttersprachler stellen den Besuchern auf Spanisch ihre Lieblingskunstwerke vor. Sie freuen sich auf einen lebendigen Austausch und stehen von 13 bis 17 Uhr in der Ausstellung für Gespräche zur Verfügung.

Die Veranstaltungsreihe „Ich verstehe nur […] Kunst!“ wird künftig mit weiteren Sprachen fortgesetzt. Es gelten die regulären Eintrittspreise.
nach oben