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Sammelbox schluckt ausrangierte Handys

20.09.2017 20:32 Uhr

Agenda-Büro und NABU veranstalten Aktionstag am Lefferseck

Millionen ausrangierter Handys schlummern in deutschen Schubladen. Jedes von ihnen enthält im Schnitt 150 Milligramm Silber, 25 Milligramm Gold und neun Gramm Kupfer, dazu kleine Mengen an Palladium und Platin – echte Schätze also. Diese edlen Rohstoffe könnten aber wertvolle Ressourcen schonen, wenn sie recycelt werden: Dafür wirbt das Agenda-Büro der Stadt Oldenburg gemeinsam mit der NABU-Stadtgruppe Oldenburg mit einem Aktionstag unter dem Motto „Handy zurück – Natur im Blick“ am Donnerstag, 21. September: Von 11 bis 16 Uhr werden am Lefferseck ausgediente Mobiltelefone eingesammelt. Gleichzeitig wird auf die Problematik bei der Herstellung von Handys aufmerksam gemacht: In den Ländern, in denen die für Handys verwendeten Rohstoffe gefördert werden, gibt es große soziale und ökologische Probleme.

Der NABU hat eine Vereinbarung mit dem Telefonanbieter O2 bezüglich der Verwertung von Altgeräten geschlossen. Danach kümmert sich im Auftrag von O2 die AfB gGmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderungen) darum, dass die eventuell noch vorhandenen Daten professionell vernichtet werden und die Altgeräte je nach Zustand entweder aufgearbeitet und wieder vermarktet oder fachgerecht recycelt werden. Für jedes eingesammelte Handy erhält der NABU einen Betrag für das Projekt der Renaturierung der Havel. Nähere Informationen dazu gibt s im Internet unter www.nabu.de/unterehavel.

Unabhängig von dem Aktionstag am 21. September sammelt der NABU dauerhaft Handys. Diese können in der Geschäftsstelle am Schloßwall 15 abgegeben werden. Fragen beantwortet auch gerne das Agenda-Büro der Stadt unter der Telefonnummer 0441 235-3246 oder per E-Mail an agenda21@stadt-oldenburg.de.
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Grenzenlose Musik im Big Band-Sound erklingt in Oldenburg

20.09.2017 20:18 Uhr

Deutsch-Polnisches Jugendjazzorchester gibt Gastspiel im Kulturzentrum PFL

Grenzenlos gut: Die Konzerte des Deutsch-Polnischen Jugendjazzorchesters (DPJJO) gehören zu den Höhepunkten im niedersächsischen Jazzkalender. Immer im jährlichen Wechsel finden die Auftritte in Polen und Niedersachsen statt. In diesem Jahr wird das DPJJO seinen hochklassigen internationalen Big Band-Sound unter der Leitung der Jazz-Koryphäe Wolf Kerschek – er ist unter anderem Echo- und Hamburger Jazz-Preisträger – in Oldenburg erklingen lassen: Das Konzert im Rahmen der „Polen Begegnungen“ beginnt am Sonntag, 24. September, um 17 Uhr im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3).

Das DPJJO bietet ein anspruchsvolles und mitreißendes Programm mit Kompositionen von Dizzy Gillespie, Sammy Nestico, Pat Metheny und anderen. Dazu kommen polnische Big Band-Kompositionen sowie ein Werk des Lead-Altsaxofonisten Niklas Stolz. Bereichert wird der Orchesterklang durch die starken Stimmen der Sängerinnen Helena Jacke (Jazz & Pop-Studium an der University of the arts in Arnheim, Niederlande) und Kinga ?elichowska.

Seit dem Jahr 2004 treffen sich junge Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker im Alter zwischen 18 und 26 Jahren aus Polen und Niedersachsen, um für hochklassige gemeinsame Konzerte zu proben. Das Orchester wurde anlässlich des 65. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen gegründet. Die unterschiedlichen stilistischen Einflüsse und die grenzüberschreitende musikalische Freundschaft sorgen jedes Mal für ganz besondere Jazz-Erlebnisse.

Karten für das Konzert im PFL kosten 7,50 Euro. Tickets gibt es an der Abendkasse, Reservierungen sind per E-Mail an tickets@lma-nds.de oder unter der Telefonnummer 05331 908780 möglich.

Mehr zu den „Polen Begegnungen“ unter www.polen-begegnungen.de.
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Wochenmarkt auf dem Pferdemarkt feiert Herbstfest

20.09.2017 20:17 Uhr
Auf dem Wochenmarkt am Pferdemarkt wird am Samstag, 23. September, ein Herbstfest zum Thema Erntedank gefeiert. Den Besucherinnen und Besuchern wird neben vielen herbstlich dekorierten Ständen eine breite Auswahl an Kostproben der unterschiedlichsten Waren und Produkte geboten. Der Markt ist von 7 bis 14 Uhr geöffnet.

Die Volkshochschule Oldenburg will die Gäste mit Frischkäse-Variationen begeistern. Am Glücksrad gibt es Gutscheine verschiedener Marktbeschicker zu gewinnen, die an den jeweiligen Ständen eingelöst werden können. Eine Luftballonkünstlerin modelliert für Kinder tolle Ballonfiguren.

Die Stadt Oldenburg ist Veranstalter der vier städtischen Wochenmärkte in Kreyenbrück, Bloherfelde, auf dem Rathausmarkt und auf dem Pferdemarkt. Diese Märkte, die ursprünglich die Funktion der Daseinsvorsorge für die Oldenburgerinnen und Oldenburger übernahmen, haben sich im Verlauf der Jahre merklich verändert. Heutzutage stellen die Wochenmärkte eine besondere Einkaufswelt dar. Neben der Möglichkeit, frische und hochwertige Lebensmittel sowie Blumen und Pflanzen für das Haus oder den Garten zu erwerben, werden die Märkte zunehmend auch als Treffpunkt wahrgenommen, wo man sich bei einem Kaffee oder Cappuccino entspannen kann.
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Polnische Computerspiel-Schmiede stellt sich vor

20.09.2017 20:11 Uhr
Im Oldenburger Computer-Museum (Bahnhofsplatz 10, Eingang B) können am Freitag, 22. September, zwischen 16 und 20 Uhr sowie am Samstag, 23. September, zwischen 14 und 18 Uhr polnische Games gespielt, digitale Fantasiewelten erschlossen und Highscores geknackt werden.

Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, die kreativen und facettenreichen Spiele von TK Games sowie die Entwickler Tomasz Jaworski und S?awomir Jezierski kennenzulernen. TK Games ist eines der größten studentischen Institute an der Technischen Universität Breslau, das interessierte Studierende in der Entwicklung von Computerspielen schult.

Die polnische Computerspiel-Branche boomt, und der Sektor der Computerspielentwicklung stellt einen wichtigen Faktor für die polnische Wirtschaft dar. Polen wird derzeit als das Eldorado für Gamer gehandelt. Die Veranstaltung im Oldenburger Computer-Museum findet im Rahmen der „Polen Begegnungen“ statt. Der Eintritt ist frei.

Mehr zu den „Polen Begegnungen“ unter www.polen-begegnungen.de
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Taufrische Jubiläumsausstellung des BBK Oldenburg

20.09.2017 19:25 Uhr

Stadtmuseum Oldenburg präsentiert Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen

Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) der Landesgruppe Oldenburg feiert sein 70-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg unter dem Titel „Taufrisch“ vom 17. September bis 15. Oktober 2017 eine Werkschau, die das ganze Spektrum des gegenwärtigen Kunstschaffens der Mitglieder vereint. Die Ausstellung wurde am Sonntag, 17. September, um 11.15 Uhr in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler feierlich eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Nicole Deufel (Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg) führen Stadtmuseumsleiter Dr. Andreas von Seggern und die Erste Vorsitzende des BBK Oldenburg Martina van de Gey ein Podiumsgespräch.

Martina van de Gey ist seit dem Jahr 2006 im Vorstand des BBK tätig und freut sich, das Jubiläum mit einer großen Werkschau zu begehen: „Die Qualität und Vielfalt der in unserer Region lebenden Künstler ist überzeugend und einzigartig. Diese Erkenntnis zu spiegeln und in das Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, treibt mich stetig an und gibt mir für meine ehrenamtliche Arbeit die nötige Kraft.“ Für die Ausstellung hat eine unabhängige Jury 94 aktuelle Werke von 79 BBK-Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Objekte und Skulpturen ausgewählt. Bei der Ausschreibung gab es keine inhaltlichen oder formalen künstlerischen Kriterien wie die Vorgabe von Stilrichtungen oder Techniken. Als einzige Maßgabe galt, dass das Werk „taufrisch“ in den Jahren 2016 oder 2017 entstanden sein sollte. „Der besondere Reiz der Jubiläumsausstellung ‚Taufrisch‘ liegt in der Zusammenschau der Werke, die eindrucksvoll die vielfältigen Ausdrucksformen, Themen und Materialien der lokalspezifischen Kunstlandschaft dokumentiert. Dabei sind überraschende Wechselbeziehungen entstanden, die der Betrachter für sich entdecken kann“, erläutert Kuratorin Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst im Stadtmuseum.

Das Spektrum der Werke reicht von farbgewaltigen Acrylbildern, über phantasievolle Stoffobjekte bis hin zu faszinierenden Glasskulpturen und gesellschaftspolitischen Grafiken. Als Titelmotiv für die Jubiläumsausstellung wurde das Gemälde „Crossing the line“ der Künstlerin Sabine Brandt ausgewählt, da es ausdrucksstark das zeitliche Moment der Gegenwart widerspiegelt. Das Werk zeigt eine leuchtend blaue Figurengruppe, die sich fast schwebend in einer weiten roten Landschaft bewegt und sinnbildlich die Begegnung von Menschen schildert. „Jedes Kunstwerk in der Jubiläumsausstellung erzählt eine ganz eigene Geschichte, die zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung, des Perspektivwechsels und der Empathie eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich auf diese Dialoge einzulassen“, sagt Sabine Isensee.

Zur BBK-Jubiläumsausstellung wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Ein Veranstaltungshöhepunkt ist die Nacht der Museen Oldenburg am 23. September von 18 bis 24 Uhr. Dann werden viele der BBK-Künstlerinnen und Künstler anwesend sein, um mit dem Publikum ins Gespräch über ihre Werke zu kommen.

Zur Ausstellung „Taufrisch – 70 Jahre BBK Oldenburg“ erscheint ein Katalog zum Jubiläumspreis Preis von 15 Euro.

Über den BBK Oldenburg
Der BBK Oldenburg wurde am 19. März 1947 von Karl Schwoon und Paul Berger-Bergner gegründet und trug entscheidend dazu bei, dass sich das künstlerische Leben in der Stadt Oldenburg nach der Kriegszeit neu entwickeln konnte. Der BBK ist demokratisch aufgebaut und ohne parteipolitische Bindungen. Er tritt für die soziale Absicherung freischaffender Künstler ein und vertritt in Oldenburg die kulturpolitischen und wirtschaftlichen Interessen von über 100 Künstlerinnen und Künstlern aus Oldenburg und dem Umland. Durch seine Ausstellungen gewährt der BBK Einblicke in die verschiedenen Ausdrucksformen der zeitgenössischen Kunst, erinnert an künstlerische Vergangenheit und zeigt Ausblicke auf mögliche Kunstrichtungen von morgen. Die Galerie des BBK ist in der Peterstraße 1 zu finden.
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Videoinstallation verwandelt Pulverturm in sakrale Konzerthalle

10.08.2017 10:28 Uhr

„For you, only you” von Sonia Boyce bis 24. September zu sehen

Mit der Installation „For you, only you“ verwandelt die englische Künstlerin Sonia Boyce den Oldenburger Pulverturm ab Samstag, 12. August, in eine sakrale Konzerthalle. Sie bringt die Welt der frühen Renaissance-Musik mit der zeitgenössischen, dadaistischen Stimme des griechischen Klangkünstlers Mikhail Karikis zusammen. Die klassisch von einem Chor vorgetragene Motette „Tu solus qui facis mirabilia – Du allein bist es, der Wunder tut“ (Josquin Desprez, 1450–1521) „stört“ Karakis mit seinen künstlerischen Eingriffen. So entsteht eine Dekonstruktion der ursprünglichen Partitur als Grundlage für ein völlig neues Musikstück. Die 15-minütige 3-Kanal-Videoinstallation wirft nicht nur Fragen des künstlerischen Originals und seiner Aneignung durch zeitgenössische Kunst auf, sondern entwickelt sich zu einer Mikro-Schlacht zwischen verschiedenen musikalischen Formaten.

Das Videomaterial wurde in der holzvertäfelten Kapelle des Magdalenen College in Oxford aufgenommen, die Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut wurde, etwa zur gleichen Zeit, als der Oldenburger Pulverturm entstand. Der ganz in schwarz gekleidete Chor fügt sich harmonisch in die historische Umgebung ein, wohingegen Mikhail Karikis mit einem silbrigen, futuristisch anmutenden Hemd wie ein Fremdkörper aus einer anderen Zeit erscheint. Die Anordnung der Videoscreens als Triptychon (dreigeteiltes Gemälde, oft als Altarbild) übersetzt die religiöse Form des Altars in das moderne Format der Installation.

Zur Künstlerin
Sonia Boyce (geboren 1962 in London) ist seit den frühen 1980ern eine Schlüsselfigur der Black-British-Kunstszene. Sie arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, darunter Fotografie, Collage, Film, Druck, Zeichnung, Installation und Ton. Ihre Arbeiten wurden unter anderem auf den Biennalen von Venedig, Göteborg, Thessaloniki und Sharjah sowie in der Tate Modern und Tate Liverpool gezeigt. Sie ist Professorin an der Middlesex University, London, sowie an der University of the Arts, London.

Edith-Russ-Haus im Pulverturm
Mit „For you, only you“ setzt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst seine Serie von Ausstellungen fort, die den Pulverturm als eines der ältesten Gebäude Oldenburgs gleichermaßen in Beziehung zu Musik und Videokunst setzt. Die Installation ist vom 12. August bis 24. September im Pulverturm am Schlosswall zu sehen. Geöffnet ist jeweils freitags, 14 bis 18 Uhr, sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zur Nacht der Museen am Samstag, 23. September, ist die Ausstellung bis 24 Uhr geöffnet. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 11. August, 19 Uhr, in Anwesenheit der Künstlerin.
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