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»Ich freu mich so, ich freu mich so!«

15.04.2018, 23:28 Uhr

TrostReich Oldenburger Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche e.V. eröffnet eigene Räume

von Carsten Lienemann

Im Juli 2017 erst hat sich die Oldenburger Sektion offiziell von dem in Bremen ansässigen Verein »Trauerland e. V.« abgespalten und »TrostReich Oldenburger Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche e.V.« gegründet. Seitdem ist viel passiert. »So überzeugt wir von Anfang an von der Idee waren, einen eigenen Verein hier in Oldenburg zu gründen, so wurde uns hin und wieder bang vor der Verantwortung«, sagt Antje Möhrmann vom Vereinsvorstand.

Eine Sorge, die sich glücklicherweise als unbegründet erwies. Es haben nicht nur 40 Ehrenamtliche mitgezogen und quasi sofort 30 Mitglieder dem neuen Verein ihr Vertrauen geschenkt, es haben auch Familien mit fast 30 Kindern vom ersten Tag an die drei Trauergruppen besucht.

Ein Problem gab es dennoch. In den Räumen der Freien Christengemeinde im Deelweg, wo das TrostReich zuvor untergebracht war, konnte es nicht bleiben. Also wurde gesucht, nach »schönen, hellen Räumen in ausreichender Größe, versehen mit ausreichend Parkplätzen, gut erreichbar, erschwinglich und möglichst im Stadtnorden«.

Dank großer Unterstützung von allen Seiten wurde TrostReich fündig und konnte am Sonnabend, 14. April, die neuen Räume Am Patentbusch 6 der Öffentlichkeit präsentieren. »Viele Oldenburger Firmen, Verwaltung und Politik, die Presse, ungezählte Privatpersonen und nicht zuletzt die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen haben ihren Beitrag dazu geleistet«, erkärt Möhrmann.

»Wie oft hörte ich in den letzten Wochen hier in diesen Räumen ein geflügeltes Wort von einer Weihnachtsfeier der vergangenen Jahre: ›Ich freu mich so, ich freu mich so!‹ Wir haben einen Verein auf die Beine gestellt, der rein ehrenamtlich arbeitet, der die Familien in einer so schwierigen Lebensphase kostenlos begleitet, der Räume zur Verfügung stellt, die von den Kindern erobert und gestaltet werden können und der solide aufgestellt ist«, so Möhrmann in ihrer Eröffnungs- und Dankesrede.

Die Gratulant*innen waren in großer Zahl gekommen und konnten sich davon überzeugen, dass sehr viel Engagement in der Ausstattung der Räume steckt. In der Tat wurde und wird mit Erfolg daran gearbeitet wird, damit ein TrostReich entsteht, das Kindern und Jugendlichen einen Raum gibt auf ihrem Weg der Trauer.

»Der Name ›TrostReich‹ ist gut gewählt, er signalisiert, dass Kinder und Jugendliche hier in einen geschützten Raum vorfinden und erkennen, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind«, sagte Bürgermeisterin Christine Wolff in ihrem Grußwort. »Damit Kinder und Jugendliche ihren eigenen Weg der Trauer finden können, ist großes gesellschaftliches Engagement erforderlich«, so Wolff.

TrostReich-Botschafter Thomas Kossendey zollte vor allem den Ehrenamtlichen Respekt. »Sie nehmen diese schwierige Arbeit freiwillig auf sich, ohne nach einer Entlohnung zu fragen. Ich freue mich, dass ich Ihr Botschafter bin«, so Kossendey.

»Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne«, zitierte Antje Möhrmann Hermann Hesse. Bei genauerer Betrachtung ist es aber vor allem dem Engagement der Vereinsmitglieder und der Freunde und Förderer zu verdanken, dass TrostReich Am Patentbusch 6 eine neue Heimat gefunden hat.

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