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Kinder/Jugend

Nächste Schritte beim Kita-Ausbau

13.08.2017 12:15 Uhr

Neues Maßnahmen-Paket geschnürt – Zwei Einrichtungen auf Fliegerhorst-Gelände geplant

Bei der Schaffung weiterer Plätze in der Kindertagesbetreuung lässt die Stadtverwaltung nicht locker. Schließlich ist das selbstgesteckte Ausbau-Ziel – bis zum Kita-Jahr 2021/2022 soll die Versorgungsquote auf 48 Prozent im Krippenbereich und auf 98 Prozent im Kindergartenbereich steigen – überaus ambitioniert. Um das zu schaffen, müssen weitere Gruppen her: Fünf Projekte möchte das Amt für Jugend und Familie am Mittwoch, 16. August, vom Jugendhilfeausschuss des Rates beschließen lassen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Das bedeutet für uns einen echten Kraftakt. Wir gehen damit an die Grenzen dessen, was finanziell leistbar ist.“ Der Kita-Ausbau stehe weiter ganz oben auf der städtischen Prioritätenliste, betont Krogmann, obwohl er sich dabei ans Hase- und Igel-Rennen erinnert fühlt: „Immer wenn wir uns mit großem Aufwand der angestrebten Versorgungsquote nähern, ist der Bedarf schon wieder gestiegen.“

Entstehen sollen die zusätzlichen Gruppen im Rahmen der im vergangenen Jahr vom Rat verabschiedeten dritten Fortschreibung des Kita-Ausbaukonzeptes – und zwar an der Schulstraße in Osternburg, an der Gerhard-Stalling-Straße in Tweelbäke, an der Maria-von-Jever-Straße in Etzhorn, an der Bodenburgallee in Eversten und an der Sachsenstraße in Bürgerfelde. Geplant sind neun neue Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen in unterschiedlicher Trägerschaft.

Mit den fünf Erweiterungs- und Neubauvorhaben, die jetzt auf den Weg gebracht werden sollen, würde die Versorgungsquote bei der Betreuung von unterdreijährigen Kindern auf 43,51 Prozent klettern. Allerdings steigt auch weiterhin der Bedarf. Schon im aktuellen Kita-Jahr wurden für 47,23 Prozent der zur U3-Altersgruppe gehörenden Kinder Betreuungsplätze nachgefragt. „Wir gehen davon aus, dass voraussichtlich bereits im nächsten Jahr eine vierte Fortschreibung des Ausbaukonzeptes erforderlich sein wird“, blickt Sozialdezernentin Dagmar Sachse voraus.

Darin enthalten sein werden dann auch Planungen für das ehemalige Fliegerhorst-Gelände, die die Entwicklung des neuen Stadtteils mit bis zu 950 Wohneinheiten begleiten sollen: Im ersten Schritt wird dem Jugendhilfeausschuss empfohlen, zwei Kita-Standorte anzuschieben. Angrenzend an die Kirchengemeinde St. Christopherus, die bereits eine viergruppige Kita betreibt, soll in der Nähe eine Einrichtung mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe unter der Trägerschaft des Vereins Katholische Kindertagesstätten Oldenburg entstehen. Das zweite Vorhaben ist eine Verlagerung der sanierungsbedürftigen Kita an der Halsbeker Straße, deren bestehende Gruppen um eine weitere Kindergartengruppe und zwei Krippengruppen erweitert und auf dem Fliegerhorst-Gelände neu aufgebaut werden sollen. Die Trägerschaft verbleibt bei der AWO. Die Planung für eine dritte (fünfgruppige) Einrichtung auf dem Fliegerhorst-Areal soll voraussichtlich im Jahr 2019 folgen.
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Jaspers Club Oldenburg im Landesmuseum Natur und Mensch

10.08.2017 08:51 Uhr
Nach erfolgreichem Auftakt startet die zweite Runde des Jaspers Philosophier-Clubs Oldenburg für Kinder und Jugendliche am Samstag, den 19. August 2017, 11–12 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch, Damm 38-44.

Bereits im ersten Halbjahr 2017 beteiligten sich etwa 20 Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren an diesem Projekt, das auf der Basis eines Kooperationsvertrages zwischen dem Landesmuseum und dem Zentrum Kinderphilosophie in Bad Zwischenahn unter Schirmherrschaft des Oldenburger Oberbürgermeisters stattfindet und von der EWE-Stiftung gefördert wird. Unter Anleitung eines Teams von Pädagoginnen und Philosophinnen erkunden die Kinder und Jugendlichen Teile der Dauerausstellung bzw. der jeweiligen Sonderausstellungen und finden sich anschließend zu philosophischen Reflexionen über das Gesehene zusammen. Der Kurs umfasst insgesamt vier Veranstaltungen (Termine werden am 19. August bekannt gegeben) und endet mit einer Abschlussmatinee im Museum, bei der den Anwesenden Teilnahmezertifikate überreicht werden.

Anmeldungen sind noch bis Mittwoch, den 16. August 2017, beim Leiter des Zentrums Kinderphilosophie, Hans-Joachim Müller, unter denk-art@t-online.de, möglich. Die Teilnahme an den Kursen ist kostenlos.
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Ferienpass-Abschlussfest in Osternburg

01.08.2017 10:37 Uhr

Stadt zieht positive Bilanz

Auch am letzten Ferientag hält die Ferienpassaktion noch ein Highlight bereit: Mit einem Abschlussfest feiert der Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit das Ende einer abwechslungsreichen Ferienpassaktion 2017. Am Mittwoch, 2. August, von 14 bis 17 Uhr erwartet Kinder und Eltern auf dem Gelände der Freizeitstätte Osternburg, Kampstraße 22, ein buntes Programm an Spiel-, Spaß- und Bastelangeboten. Die Oldenburger Freizeitstätten präsentieren Aktionen wie Steckstein bearbeiten, Pizza backen im Steinofen, einen Luftballonwettbewerb, Airbrush Tattoos, eine Aalrutsche, Kinderschminken, Lesezeichen herstellen und vieles mehr.

Die Ferienpassaktion, die inzwischen zum 43. Mal stattfand, ist auch in diesem Jahr auf hohe Resonanz gestoßen: Neben den 2.500 Ferienpässen wurden auch zahlreiche Minipässe verkauft. Die Kinder und Jugendlichen konnten vom 22. Juni bis 2. August aus insgesamt 642 Aktionen und Veranstaltungen von 156 Anbietern wählen; dabei waren mehr als drei Viertel aller anmeldepflichtigen Veranstaltungen nahezu ausgebucht, trotz vieler verregneter Tage. Etwa die Hälfte aller Veranstaltungen konnte kostenlos angeboten werden. Rund 2.300 Kinder und Jugendliche haben die Angebote wahrgenommen.
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Abenteuerspielplatz bietet „elternfreien“ Samstag am 8. Juli

05.07.2017 20:13 Uhr
Der Abenteuerspielplatz der Stadt Oldenburg öffnet am Samstag, 8. Juli, von 11 bis 16 Uhr für Kinder von 6 bis 13 Jahren seine Pforten auf dem Gelände am Brandsweg 60 nahe des Schulzentrums Eversten. Folgen werden weitere Samstage am 19. August und am 16. September. Der Eintritt ist frei.

Vor allem das Hüttendorf als Erlebnisspielplatz und das so genannte Abenteuerspielen sollen im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. Bei gutem Wetter steht auch die Wasserbaustelle zur Verfügung. Lagerfeuer und Stockbrotbacken gehören ebenfalls zum Angebot. Das freie Spielen mit anderem Spielmaterial ist auch möglich.

Dabei sollen die Kinder unter sich bleiben dürfen, denn das Konzept des „elternfreien Raumes“ ist ein wichtiger inhaltlicher Baustein des Abenteuerspielplatzes. Eltern sollen loslassen dürfen – in der Gewissheit, dass ihre Kinder auf dem pädagogisch betreuten Spielplatz in guten Händen sind.

Mit den Samstagsöffnungszeiten des Abenteuerspielplatzes wird dem Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Oldenburg Rechnung getragen. Ansprechpartner ist Michael Köhler – er ist unter Telefon 0441 592171 oder per E-Mail an michael.koehler@stadt-oldenburg.de zu erreichen.
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Cadillac schaltet einen Gang hoch

24.06.2017 19:57 Uhr

Zentrum für Jugendkultur nutzt verlängerte Sommerpause für Umbau zum „Bandhaus“

Diese Nachricht ist Musik in den Ohren vieler junger Bands: Das langersehnte „Bandhaus“ im Jugendkulturzentrum Cadillac nimmt Formen an. Während der Umbauarbeiten geht das Cadillac vom 26. Juni bis zum 31. Juli in eine verlängerte Sommerpause.

Bezahlbare Proberäume für Musikerinnen und Musiker sind in Oldenburg bereits seit Jahren Mangelware. Dieses Defizit wird nun im Cadillac behoben: Dafür wird das hintere Bürogebäude, das auch die ehemaligen Kursräume der zum 31. Juli vorigen Jahres eingestellten hauseigenen Musikschule beherbergt hatte, aufwendig umgebaut. Es werden fünf weitere Proberäume geschaffen, so dass künftig insgesamt sieben solcher Räume zur Verfügung stehen.

Die beiden Büroräume wurden bereits in das vordere Gebäude an der Huntestraße 4 verlegt, so dass einem Baubeginn nichts im Wege steht. Für das Projekt stehen 190.000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Die Kombination von Proberäumen mit dem Tonstudio und der Konzertbühne im Cadillac bietet beste Bedingungen. „Wir freuen uns sehr darauf, ab August mit wunderbaren Neuerungen und Veranstaltungen für die Oldenburger Kultur-, Jugend- und Musikszene noch attraktiver zu sein“, so das Cadillac-Team.

Darüber hinaus wird die verlängerte Sommerpause genutzt, um die sanitären Anlagen im Cadillac komplett zu erneuern. Sie werden in diesem Zuge für die weiblichen Gäste um zwei zusätzliche Toiletten-Kabinen erweitert.

Voraussichtlich ab August wird das Café tagsüber wieder öffnen. Die Konzertveranstaltungen werden im September starten. Hier stehen bereits zahlreiche attraktive Veranstaltungen und Konzerte auf dem Spielplan, über die man sich auf der Cadillac-Homepage unter www.cadillac.oldenburg.de informieren kann, ebenso wie im aktuellen Programm-Flyer und auf der Cadillac-Facebook-Seite. Den Konzert-Auftakt bestreitet am Freitag, 15. September, ab 20.30 Uhr die norwegische Rockband „Pristine“ mit ihrem Support „The Legendary“.

Die für Ende Juni angesetzte Jugendfahrt nach Belgien findet wie geplant statt, da diese nicht von den Umbauten betroffen ist.
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Sommeraktion auf den Kinderseiten

22.06.2017 18:51 Uhr

Witzige Wasserspiele, sommerliche Rezepte und coole Verlosung

Endlich Sommerferien! Das bedeutet für die Oldenburger Kinder: Sechs Wochen lang keine Schule, dafür warme Sonnenstrahlen, kühles Wasser und jede Menge Action. Die Kinderredaktion der Stadt Oldenburg startet auf www.kinder.oldenburg.de wieder eine super Sommeraktion: Für große und kleine Zuhause-Urlauber gibt es leckere Rezepte, spannende Spielideen für Sonnen- und Regentage, witzige Wasserspiele und Veranstaltungstipps einiger Freizeitstätten. Beim Sommer-Memory im Oldenburg-Gewand sind Schnelligkeit und Reaktionsvermögen gefragt. Besonderes Highlight ist in diesem Jahr wieder die Sommer-Verlosung: Gemeinsam mit vier Partnern gibt es tolle Preise für Kinder zu gewinnen. Einsendeschluss für die Verlosung ist Montag, 17. Juli 2017.

Sommer-Verlosung: Freibad, Kino, Wasserski
Dank der Unterstützung durch den Beachclub Nethen, das Cinemaxx Oldenburg, das Dschungelboot und das OLantis Huntebad sind attraktive Preise zusammen gekommen, die in den ersten drei Sommerferien-Wochen verlost werden. Alle Preise wurden für die Sommer-Verlosung kostenlos zur Verfügung gestellt. Und das wird verlost:

• Tageskarten für Wasserski/Wakeboarden inkl. Ausrüstung im Beachclub Nethen • Freikarten für den Beachclub Nethen
• Saisonkarten für den Beachclub Nethen
• Freikarten für das Cinemaxx Oldenburg
• Kinder-Freikarten für das Dschungelboot Oldenburg
• Kinder-Tageskarten für die OLantis Erlebniswelt
• Familien-Tageskarten für die OLantis Erlebniswelt

Die Sommeraktion 2017 auf den Kinderseiten ist ab sofort bis zum 2. August unter www.kinder.oldenburg.de zu sehen.
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Neue Kita auf ehemaligem Kasernengelände Donnerschwee

17.06.2017 20:55 Uhr
Wo einst Soldaten in der ehemaligen Kaserne Donnerschwee (bis 2008) auf dem Exerzierplatz stramm standen, haben längst die Kinder das Kommando übernommen: Bereits seit Anfang Februar dieses Jahres haben die kleinen Bewohnerinnen und Bewohner den Neubau der Kindertagesstätte An der Beverbäke in Beschlag genommen. Davon, wie wohl sich die Kleinen in ihrem neuen Domizil fühlen können, überzeugten sich am Freitag die zahlreichen Gäste der Einweihungsfeier. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nahm die offizielle Eröffnung vor. Er übergab zusammen mit Jan Pawlowski vom Architekturbüro kgb Architekten den symbolischen Schlüssel an Kita-Leiterin Alexandra Hoffmeyer-Hanke. „Schön, dass sich die Kinder hier so gut aufgenommen fühlen“, freute sich der Oberbürgermeister. „Zu einem neu entstehenden Wohnquartier, das sehr attraktiv für junge Familien ist, gehört auch ein umfangreiches Kinderbetreuungsangebot“, so Krogmann.

Mit ihren 105 Plätzen deckt die Kindertagesstätte An der Beverbäke den Bedarf ab, der durch das Wohnquartier „Neu Donnerschwee“ auf dem früheren Kasernengelände entsteht. Die Kita beherbergt zwei Krippengruppen (je 15 Kinder) und drei Kindergartengruppen (je 25 Kinder). Die Kinder werden von 16 pädagogischen Fachkräften und einer Hauswirtschaftskraft betreut. „Wir nehmen nicht nur Kinder auf, sondern Familien. Diese Kita ist ein Ort der Begegnung“, betont Leiterin Alexandra Hoffmeyer-Hanke, die eine starke Vernetzung mit umliegenden Einrichtungen und Institutionen anstrebt.

Im städtebaulichen Vertrag, den die Stadt mit dem Investor, der Parkresidenz Oldenburg, abgeschlossen hatte, war von vornherein auf dem insgesamt 19 Hektar großen Areal auch eine Fläche für einen Kita-Bau vorgesehen. Die Stadt fungierte als Bauherr und ist gleichzeitig Betreiberin der Einrichtung.

In dem neuen Wohnquartier soll der Bau als modern und eigenständig wahrgenommen werden. Aus diesem Grund haben die Architekten das dominierende Fassadenmaterial der Kaserne, den dunkelroten Klinker, bewusst nicht aufgenommen. Stattdessen hat die Kita eine Fassade aus hellen Holzlamellen erhalten, die Wärme ausstrahlen soll. Bei der Planung hat das Architekturbüro das von der Stadt für den Bau von Kindertagesstätten entwickelte Musterraumprogramm umgesetzt.

Die Baukosten betrugen rund 2,95 Millionen Euro. Für die Schaffung der 30 Krippenplätze hat die Landesschulbehörde Fördermittel in Höhe von 360.000 Euro bewilligt. Die Investoren haben einen Investitionszuschuss in Höhe von 2,233 Millionen Euro gezahlt. Mit den Arbeiten war im März 2016 begonnen worden. Seit dem 1. Februar 2017 ist die Kita im Betrieb. Der Bau der Außenanlagen wurde im April dieses Jahres abgeschlossen.
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Es gibt noch Hoffnung

02.06.2017 18:33 Uhr

Zwei Jugendtheaterpremieren am 7. Juni im theater hof/19

Im ersten Stück, »Die andere Welt«, geht es um vier Jugendliche, die sich auf eine Reise machen und auf ihrem Weg vielen Problemen begegnen. Sie stellen Fragen nach Selbstbestimmung, Zukunft, Gesellschaft und Utopie. Seit September 2016 proben 17 Schülerinnen und Schüler der OBS Alexanderstraße das Stück unter der Leitung von Lehrerin Susan Wiraeus und Thomas Vossenberg von der Freizeitstätte Bürgerfelde. Premiere ist am Mittwoch, 7. Juni 2017, um 18:30 im theater/hof 19.

Anschließend folgt »La Luna – Impressionen zum Thema Hoffnung«. Die Welt ist unsicher, die Grenzen verschwimmen. Woraus kann man Hoffnung beziehen, was ist Hoffnung überhaupt? Inspiriert durch Texte zu Hoffnung, Utopien und Träumen aus den letzten 100 Jahren haben sich sechs Jugendliche Charaktere gesucht und eigene Texte formuliert. »Das besondere daran ist, das diese Personen, die sich normalerweise nie begegnen würden, miteineinander sprechen und sich dadurch gegenseitig verändern«, sagt Regisseur Thomas Vossenberg.

Eine besondere Rolle in Sachen Inspiration spielte das Kinderbuch »Der rote Baum« von Shaun Tan. Es beginnt mit einer scheinbar hoffnungslosen Situation, die sich aber zum Positiven wendet. So erzählt auch »La Luna« von der Metamorphose der Darsteller_innen von verschiedenen Charakteren zu einem eigenen Ich mit individuellen Wünschen, Hoffnungen und Träumen.

Der Jugendtheaterabend wird organisiert von der OBS Alexanderstraße und der Freizeitstätte Bürgerfelde in Zusammenarbeit mit dem theater hof/19 sowie durch die Unterstützung der Oldenburgischen Landschaft und des Förderprojekts „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

»La Luna« wird ein weiteres Mal am Donnerstag, 8. Juni, um 20 Uhr im theater hof/19 aufgeführt.
»Die andere Welt« läuft ebenso bei den Jugendtheatertagen in der Exerzierhalle am 16. Juni um 20 Uhr.

Die Gruppe DienstagsDrama besteht aus Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren und hat sich im September 2015 formiert. Sie setzt sich seither mit gesellschaftlichen Themen auseinander, um sie unter der Leitung von Thomas Vossenberg für die Bühne aufzuarbeiten und zum Nachdenken anzuregen.
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Zwischen Abenteuerlust und Geborgenheit

25.05.2017 11:16 Uhr

Kooperationsprojekt von Oberschule Alexanderstraße und Freizeitstätte Bürgerfelde

Wenn Kinder flügge werden: „Aus dem Nest gefallen“ lautet der Titel des Theaterstücks, das Susan Wiraeus (Oberschule Alexanderstraße) und Thomas Vossenberg (Freizeitstätte Bürgerfelde) in einem Kooperationsprojekt zusammen mit elf Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 6 der Oberschule einstudiert haben. Die Initiatoren orientieren sich in dem Stoff an dem Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“. Mit der Geschichte vom ungehorsamen Max, der unter die wilden Kerle ging und später reumütig zu seiner Familie zurückkehrte, hatte der US-amerikanische Illustrator und Autor Maurice Sendak im Jahr 1963 einen Kinderbuchklassiker geschaffen.

Aufgeführt wird das Stück „Aus dem Nest gefallen“, das den Spagat zwischen Abenteuerlust und Sehnsucht nach Geborgenheit thematisiert, am Montag, 29. Mai, in der Freizeitstätte (Alexanderstraße 209). Beginn ist um 14 Uhr. Seit September vorigen Jahres steht für das junge Ensemble der Oberschule im Rahmen eines Wahlpflichtmoduls Theaterarbeit auf dem Stundenplan. Geprobt wird immer montags in den letzten beiden Schulstunden im Theaterraum der Freizeitstätte. Die Freizeitstätte legt im außerschulischen Bereich einen Schwerpunkt auf Theaterpädagogik und bietet so für junge Menschen nach Schulschluss die Möglichkeit zur sinnvollen und kreativen Freizeitgestaltung.

In ihre Version haben die Projektverantwortlichen Susan Wiraeus und Thomas Vossenberg die bisherigen Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler einfließen lassen. Es geht um grundsätzliche Fragen wie „Was ist mein Zuhause?“, „Was brauche ich, um mich wohlzufühlen?“ oder „Wie fühlen sich neue Erfahrungen an und wonach sehne ich mich?“

„Aus dem Nest gefallen“ erzählt von Kindern, die von zuhause ausbrechen, um an einem anderen Ort ein freieres, selbstbestimmtes Leben zu führen. Auf ihrer Reise, die über den Mars und Alaska bis nach Dubai führt, erleben die Kinder unterschiedliche Abenteuer und genießen ihr Leben. Was passiert aber, wenn man plötzlich ein T-Shirt findet, das so gut nach Mama und Papa riecht? Das erfährt das Publikum am 29. Mai.
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Ferienpass 2017: Es sind noch Exemplare vorhanden

09.05.2017 09:11 Uhr

Abgabefrist der Wunschzettel bis zum 17. Mai verlängert

Im Büro des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit, Von-Finckh-Straße 1, sind noch Ferienpässe für die Ferienpassaktion in den Sommerferien verfügbar. Der Preis beträgt 3 Euro pro Pass, inklusive Bonusscheinen und Badekarte, mit der das Freibad Flötenteich und das OLantis Freibad günstig genutzt werden können. Es sind noch etwa 500 Exemplare vorhanden. Darüber hinaus wird die Abgabefrist für die gelben Wunschzettel bis Mittwoch, 17. Mai, verlängert. Die Wunschzettel können übrigens auch online unter www.ferienpass.eu/oldenburg aufgegeben werden.

Geöffnet hat das Büro der Jugend und Gemeinwesenarbeit montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr.
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Kulturelle Bildung macht fit für die Bühne

02.05.2017 09:57 Uhr

Über 60 Schülerinnen und Schüler treten beim 5. Bühnentag im theater hof/19 auf

Über 60 Schülerinnen und Schüler von vier Oldenburger Schulen treten beim 5. Bühnentag im theater hof/19 am Dienstag, 9. Mai, um 19 Uhr auf. Unter dem Motto „Arts on Stage – Fit für die Bühne“ präsentieren die IGS Kreyenbrück, die Oberschule Alexanderstraße, die Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde, die Oberschule Osternburg und die Grundschule Hogenkamp gemeinsam mit ihren Kulturpartnern ihre künstlerischen Projekte. Im Programm sind Musik, Poetry Slam, Theater, Zirkus und mehr.

„Das neue Format des Bühnentages ist ein Paket aus Probenbesuch, Bühnencoaching, Generalprobe und Aufführung“, sagt Christiane Maaß vom Kulturbüro. „Damit wollen wir Impulse für die künstlerische Weiterentwicklung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Kulturschaffenden geben“, ergänzt ihre Kollegin Sophie Arenhövel. Die Gesamtdramaturgie liegt in den Händen von Schauspieler und Regisseur Dieter Hinrichs, der allen Schülerinnen und Schülern ein Bühnencoaching gab.

Karten gibt es für 3 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse im theater hof/19, Bahnhofstraße 19, sowie bei den teilnehmenden Schulen.
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Ferienpassaktion 2017: Verkauf startet am 27. April

24.04.2017 10:58 Uhr

642 Veranstaltungen gegen Langeweile in den Ferien

156 Kooperationspartner machen es möglich: Oldenburger Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren können sich vom 22. Juni bis zum 2. August auf eine bunte Vielfalt an Aktivitäten der Ferienpassaktion 2017 freuen. Mit über 640 Veranstaltungen warten wieder viele spannende Aktionen aus den Bereichen Spiel, Spaß, Sport, Kultur, Bildung und Kreativität auf die Kinder und Jugendlichen. Damit ist der Ferienpass nochmals deutlich angewachsen.

Der Preis bleibt weiterhin stabil: 3 Euro kostet der Ferienpass, inklusive Bonusscheinen und Badekarte, mit der das Freibad Flötenteich und das OLantis Freibad günstig genutzt werden können. Auch der Mini-Ferienpass ist wieder im Angebot. Für 1 Euro können die Badekarte sowie die Bonusscheine genutzt werden, die zum verbilligten Eintritt in diversen Freizeiteinrichtungen in der Umgebung berechtigen. Auch in diesem Jahr kann der Mini-Ferienpass aber noch viel mehr: Ab dem 14. Juni können sich Kinder und Jugendliche auch mit dem Mini-Ferienpass für sämtliche Ferienpassaktivitäten anmelden, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgebucht sind.

Alle 2.500 Ferienpässe und 1.000 Mini-Pässe stehen am Donnerstag, 27. April, 18 bis 20 Uhr, in der großen Pausenhalle in der Oberschule Alexanderstraße zum Verkauf. Achtung: Aufgrund der vielen Brücken- und Feiertage findet der Startschuss für den Verkauf dieses Jahr an einem Donnerstag statt. Ab Freitag, 28. April, können der Ferienpass und der Mini-Pass dann im Büro des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit in der Von-Finckh-Straße 1 erworben werden. Geöffnet hat das Büro montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

Informationen zum Ferienpass gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/ferienpass, beim ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter Telefon 0441 235-4444 oder direkt beim Ferienpasstelefon unter 0441 235-80.
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Kinder-Reporter im Fundbüro

24.04.2017 10:48 Uhr

Neuer Film der Nachwuchsreporter online

Was passiert eigentlich, wenn ich eine Jacke finde oder gar meine Geldbörse verliere? Mit dieser Frage haben sich Elisabeth, Constanze, Jakob und Keywan in der neuesten Folge der Kinder-Reporter beschäftigt. Denn sie haben im Schlossgarten unter einer Parkbank einen Schlüsselbund gefunden. Schnell sind sie sich einig, dass sie diesen ins Fundbüro bringen müssen. Und so lassen sie sich dort von Heike Robotta erst einmal alles ganz genau erklären.

Unterstützt, betreut und angeleitet wurden die jungen Reporter dabei wieder von einem Drehteam von oeins. Dies ist mittlerweile die 17. Folge, die in Kooperation mit dem Lokalsender produziert wurde. Sie ist ab sofort unter www.kinder.oldenburg.de online zu sehen. Zusätzlich laufen die Filme der Kinder-Reporter auch im Fernsehprogramm von oeins: am Montag, 1. Mai (um 18.30 und 22.30 Uhr), am Dienstag, 2. Mai (um 13.30, 18.30 und 22.30 Uhr), am Mittwoch, 3. Mai (um 13.30 Uhr), und am Sonntag, 5. Mai (um 10.30 Uhr).

Die Kinder-Reporter sind ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtverwaltung, des lokalen Bürgersenders oeins und der Grundschule Nadorst. Zu wechselnden Themen produzieren die Kinder zusammen mit den Redakteurinnen und Redakteuren des Lokalsenders mehrminütige Videos mit Fragen und Ideen aus Sicht der Kinder. Im Jahr 2013 erhielten die jungen Reporter für ihre Folge „Inklusion“ den KinderHabenRechtePreis. Die Auszeichnung des Landessozialministeriums und des niedersächsischen Kinderschutzbundes ehrt in jedem Jahr Initiativen, die das Kinderrecht auf Information umsetzen und beispielsweise den Umgang mit Fernsehen, Film, Radio, Büchern, Zeitungen und dem Internet fördern.

Alle Folgen der Kinder-Reporter gibt es unter www.kinder.oldenburg.de.
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Hubertus Meyer-Burckhardt liest für Trauerland e. V.

22.04.2017 19:01 Uhr
von Carsten Lienemann

»Wünsch Dir Deinen NDR« – Hille Ballin hat es getan. Eine Lesung mit Moderator, Produzent und Autor Hubertus Meyer-Burckhardt sollte es sein. Aber nicht sich selbst, sondern ihrem Verein Trauerland e. V., der sich um trauernde Kinder und Jugendliche kümmert, wollte Frau Ballin etwas zukommen lassen und gleichzeitig vielen Menschen damit einen netten Abend bereiten. Meyer-Burckhardt seinerseits hat diesen Wunsch »sehr gerne und mit großer Freude« erfüllt, hatte er doch von prominenten Kollegen bereits viel Gutes über Trauerland gehört.

Am Mittwoch, 19. April 2017, war es soweit, Hubertus Meyer-Burckhardt las im Schuhaus »Schütte« in der Haarenstraße aus seinem bisher letzten Roman »Meine Tage mit Fabienne«, vor rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauern, die dicht gedrängt saßen und an seinen Lippen hingen.

Es dauerte allerdings eine ganze Weile, bis er tatsächlich zu lesen begann. Vorher erzählte er, nicht minder unterhaltsam, eine Anekdote nach der anderen, die gefühlten letzten zehn eingeleitet durch ein »ganz kurz, bevor ich endlich anfange zu lesen: ...«.

Dann aber ging es wirklich los. Meyer-Burckhardt trug einzelne Abschnitte aus seinem dritten Roman vor, die er erklärtermaßen so ausgewählt hatte, dass niemand im Publikum Rückschlüsse auf den Gesamtverlauf der Geschichte ziehen konnte. Trotzdem fanden die Zuhörerinnen und Zuhörer rund eine Stunde lang Gefallen an dem, was ihnen geboten wurde.

Anschließend beantwortete Meyer-Burckhardt noch ein paar Fragen aus dem Publikum, und bevor er sich ans Signieren machte, bekam er zum Dank ein paar Geschenke überreicht, vom Schuhhaus Schütte, das von seiner Vorliebe für farbige Socken gehört hatte, ein Paar in dunkelblau mit hellen Punkten, und Hille Ballin überreichte ihm im Namen von Trauerland ein Bild, das ein fünfjähriger Junge aus der Kinderbetreuung gemalt hatte. Der so Beschenkte versprach spontan, den Erlös des Abends um 500 Euro zu erhöhen.

Diese Summe eingerechnet kamen insgesamt rund 2800 Euro zusammen, über die sich die Trauerland-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und nicht zuletzt natürlich die Kinder freuen dürfen.
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Jugendaustausch in unsicheren Zeiten

08.04.2017 21:56 Uhr
»Uncertain Times« ist der Titel des internationalen Jugendaustausches, der derzeit im Internationalen Jugendprojektehaus stattfindet. Insgesamt 25 Jugendliche aus Slowenien, Portugal und Deutschland befassen sich mit Intoleranz, Rassismus und Mobbing. Als Ergebnis wird es am Mittwoch, 12. April, um 19:00 Uhr eine öffentliche Theateraufführung geben.

»Angesichts der nationalen Strömungen nicht nur in Europa wollen wir Symbole für mehr Toleranz setzen«, sagt Thomas Vossenberg, der zusammen mit Lore Schilberg die neun Oldenburger Jugendlichen mitgebracht hat. Sie sind 15 bis 17 Jahre alt und kommen von der Oberschule Alexanderstraße und der Theatergruppe »DienstagsDrama« aus der Freizeitstätte Bürgerfelde.

Ebenfalls neun Jugendliche kommen aus Portugal. Sie sind 17 bis 21 Jahre alt und kommen von der »Experimentáculo Association« und dem »YMCA Portugal«. »Unsere Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Kulturen, einer ist Roma, andere haben afrikanische Wurzeln, wieder andere sind einfach Portugiesen, also eine interessante Mischung«, sagt ihr Betreuer João Moura.

Leonora Švagan begleitet 7 Jugendliche aus der slowenischen Stadt Ptuj, ebenfalls 17-21 Jahre alt. »Viele Länder haben Probleme mit Rassismus. Wir werden Ost-, Mittel- und Südeuropa vergleichen und uns fragen, ob die Probleme sich unterscheiden.«

Bis zur Aufführung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei trinationalen Gruppen durch Improvisationen und Diskussionen Teile einer Performance erarbeiten, die dann zu einer gemeinsamen Aufführung zusammengeführt werden. Finanziert wird das Projekt über das EU-Programm Erasmus+.

Öffentliche Aufführung:
Mittwoch, 12. April, 19:00 Uhr
Internationales Jugendprojektehaus, Weiße Rose 1 (ehem. Donnerschweekaserne)
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»Sound it out!«: Mädchen rocken den Harz

10.03.2017 16:31 Uhr
In der letzten Sommerferienwoche bietet der Mädchentreff des Mädchenhauses Oldenburg e.V, Mädchen und jungen Frauen im Alter von 15 – 22 Jahren die Möglichkeit, an einem internationalen girls camp im Harz teilzunehmen.

In den letzten Herbstferien nahm eine Gruppe junger Frauen mit dem Mädchentreff an der internationalen Musikbegegnung »Sound it out!« im internationalen Haus Sonnenberg im Harz teil. Dort trafen sich junge Frauen und Mädchen aus verschiedenen europäischen Ländern um Spaß an Musik, Tanz und Selbstverteidigung zu haben. In Workshops konnten sich die Teilnehmerinnen mit HipHop-Tanz und dem Mischpult, Rock-Musik und Gesangstraining, Selbstverteidigung und Empowerment oder Bildern von Frauen und Mädchen in Werbung auseinandersetzen. Highlight war die »final show«, bei der alle Workshopgruppen ihre Ergebnisse unter tosendem Beifall präsentierten.

Das girls camp bietet Mädchen die Möglichkeit sich selbst zu erfahren, Musik und Technik auszuprobieren, internationale Freundschaften zu knüpfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern - und sich vor allem mit der Bedeutung von Frau- und Mädchensein auseinanderzusetzen. Jedes Jahr aufs Neue sind sowohl Teilnehmerinnen als auch Begleiterinnen überwältigt von der Dynamik von den vielen jungen Frauen und Mädchen, sodass es auch dieses Jahr wieder heißen soll »Sound it out – we run the world!«

Die Fahrt »Sound it out!« findet vom 22. - 29. Juli statt, der Teilnahmebeitrag liegt bei 180 – 210 € nach Selbsteinschätzung. Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft sind darin enthalten. Interessentinnen melden sich bitte im Mädchentreff unter 0441 – 61422 oder unter l.normann@maedchenhaus-oldenburg.de zu erreichen.
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Wenn Kindern ein Zuhause fehlt

27.02.2017 08:38 Uhr

Pflegekinderdienst der Stadt sucht qualifizierte Pflegeeltern

Der Pflegekinderdienst der Stadt Oldenburg sucht laufend pädagogisch erfahrene Familien, die Kinder vorübergehend oder auf Dauer aufnehmen. Damit jedes Kind eine Familie erhält, die es seinen Bedürfnissen entsprechend unterstützt, gibt es unterschiedliche Formen der Betreuung: Bereitschaftsfamilien geben Kindern aus Notsituationen vorübergehend ein Zuhause. Pflegefamilien nehmen Kinder auf, die für längere Zeit oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können.

Alle Familien erhalten regelmäßig Beratung und Unterstützung sowie ein monatliches Pflegegeld. Je nach Pflegeform werden zusätzlich Fortbildung, Supervision, Begleit- und Entlastungsangebote bereitgestellt. Selbstverständlich werden alle interessierten Familien auf ihre Tätigkeit fachlich vorbereitet. Für die Aufnahme eines Kindes kommen Familien, Paare und Alleinstehende infrage. Aktuell wird für drei Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren jeweils ein Zuhause in Pflegefamilien gesucht. Für die Aufnahme dieser Kinder ist eine pädagogische Berufsausbildung oder umfassende Erfahrung erforderlich. Außerdem werden drei neue Familien für die Betreuung von Kindern aus Notsituationen benötigt.

Wer Freude am Zusammenleben mit Kindern hat und sich vorübergehend oder auf Dauer für ein Pflegekind engagieren möchte, wird im Pflegekinderdienst gern beraten. Nähere Informationen gibt es telefonisch bei Meike Bruns unter Telefon 0441 235-3653.
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Faschingsparty im Mädchentreff

19.02.2017 19:08 Uhr
Am Freitag, 24. Februar steigt im Mädchentreff, Cloppenburger Str. 35, von 16 bis 19 Uhr eine Faschingsparty für Mädchen ab 8 Jahren. Mit fetzigen Spielen, Schminkaktion, Musik und Tanz werden alle mit oder ohne Kostüm jede Menge Spaß haben. Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte eine Kleinigkeit zu Essen für das gemeinsame Buffet mitbringen. Information und Anmeldung unter Tel. 61422 oder Email: treff@maedchenhaus-oldenburg.de
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Tombola-Erlös für trauernde Kinder

08.02.2017 10:14 Uhr

Lions Club Oldenburg Willa Thorade unterstützt Trauerland e. V.

Der Damen-Lions-Club »Willa Thorade« in Oldenburg unterstützt seit 15 Jahren mit vielfältigen Aktivitäten Frauen und Kinder in Not. Auf dem Lambertimarkt 2016 hatte der Club zum wiederholten Male eine Tombola mit schönen und nützlichen Dingen veranstaltet und damit 2.177,00 Euro erlöst. Dieses Mal ist Trauerland e. V. die begünstigte Einrichtung. Trauerland gibt Kindern, die einen wichtigen Menschen verloren haben, einen Rahmen zum Austausch miteinander und Unterstützung beim Umgang mit Ihrer Situation und ihren Gefühlen. »Diese Aktion hat uns besonders viel Spaß gemacht, vor allem, weil immer jemand von Trauerland e. V. mit am Stand geholfen hat. Das haben wir so noch nicht erlebt«, sagt Clubpräsidentin Dr. Elisabeth Lencer. Der Betrag wurde nun von Dr. Elisabeth Lencer und Martina Heyen an Trauerland e. V. übergeben.
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Ausbildung zur Jugendleiterin und zum Jugendleiter

17.01.2017 10:21 Uhr

Kostenloses Seminarangebot der Stadt Oldenburg startet im März

Wer Spaß am Umgang mit jungen Menschen hat und diese bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung unterstützen möchte, kann sich zur Jugendleiterin beziehungsweise zum Jugendleiter ausbilden lassen. Der Lehrgang umfasst 50 Unterrichtsstunden, die in drei Wochenendseminaren vermittelt werden. Organisiert und durchgeführt wird die kostenlose Ausbildung von der Stadt Oldenburg. Ein Erste-Hilfe-Kurs ist ebenfalls Teil des Kurses. Die Ausbildung findet an drei Wochenenden statt, vom 10. bis 12. März, vom 31. März bis 2. April und am 6. und 7. Mai.

Die Jugendleiter-Ausbildung umfasst unter anderem Themen wie rechtliche Grundlagen, die gesellschaftliche Situationen von Kindern und Jugendlichen, Persönlichkeitsentwicklung, Gruppenpädagogik und Programmgestaltung in der Kinder- und Jugendarbeit. Die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang berechtigt zum Erwerb der Jugendleiter/in-Card (JuLeiCa). Erwartet wird von den Teilnehmenden Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Mindestalter von 16 Jahren. Aufgabenbereiche nach dem erfolgreichen Abschluss der Jugendleiterausbildung sind unter anderem die Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen im Rahmen der Ferienpassaktion der Stadt Oldenburg sowie die Begleitung von Aktionen im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Weitere Informationen gibt es bei Britta Unfried im Kinder- und Jugendbüro unter der Telefonnummer 0441 235-3176 oder -3690 sowie per E-Mail an britta.unfried@stadt-oldenburg.de. Alle Informationen sind auch im Internet unter www.oldenburg.de, Angebote für Kinder und Jugendliche, zu finden.
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NABU-Kindergruppe WildKids nimmt wieder Kinder auf

11.01.2017 09:45 Uhr

Naturerlebnis und praktischer Naturschutz für 7- bis 11-jährige Kinder

Die NABU-Kindergruppe WildKids nimmt wieder Kinder zwischen 7 und 11 Jahren auf. Die Kinder werden an die Natur herangeführt, um heimische Tiere und Pflanzen in ihren Lebensräumen kennen zu lernen und setzen unter Anleitung praktischen Naturschutz um, von der Nistkastenbetreuung im Naturgarten der Umweltstiftung Weser-Ems am Marschweg bis zu Insektenhotels und Vogelzählung. Interessierte Eltern können sich beim NABU unter Tel. 0441 - 25600 melden.
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Tage der offenen Tür in den städtischen Krippen und Kindergärten

11.01.2017 09:40 Uhr
Noch bis zum 31. Januar läuft der Anmeldezeitraum für die Oldenburger Kindertagesstätten in städtischer und freier Trägerschaft. Die Anmeldungen für die Krippen und Kindergärten zum neuen Kindertagesstättenjahr ab 1. August erfolgen online unter oldenburg.betreuungsboerse.net. Anmeldungen für die Horte nehmen die Einrichtungen direkt entgegen. Unabhängig davon besteht die Möglichkeit, die Einrichtungen vorab zu besichtigen. Die Besichtigungstermine sind online unter oldenburg.betreuungsboerse.net unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Anmeldeverfahren gibt es ebenfalls online sowie persönlich oder telefonisch im Servicebüro Kindertagesbetreuung des Amtes für Jugend und Familie, Bergstraße 25, unter Telefon 0441 235-3736 oder -3739.

Die Krippen und Kindergärten in städtischer Trägerschaft bieten folgende Informationstage an:
  • Kita Kennedystraße 55 (Kindergarten, Telefon 0441 593498): Freitag, 13. Januar, 14 bis 17 Uhr
  • Kita Harreweg 119 (Kindergarten, Telefon 0441 486464): Freitag, 13. Januar, 14 bis 17 Uhr
  • Kita Kurlandallee 6 (Krippe und Kindergarten, Telefon 0441 33908): Samstag, 14. Januar, 10 bis 12 Uhr
  • Kita Dietrichsfeld, Alexanderstraße 300 (Krippe und Kindergarten, Telefon 0441 63132): Samstag, 14. Januar, 14 bis 17 Uhr
  • Kita Cloppenburger Straße 73b (Krippe und Kindergarten, Telefon 0441 9603930): nur für Krippenplätze: Montag, 16. Januar, 15.30 Uhr
  • Krippe Hafenbande, Maastrichter Straße 31 (Krippe, Telefon 0441 2353895): Montag, 16. Januar, 16 bis 17 Uhr
  • Krippe Achtermöhlen 30 (Krippe, Telefon 0441 99877107): Freitag, 20. Januar, 15.30 bis 17.30 Uhr
  • Krippe Liliput, Donarstraße 27 (Krippe, Telefon 0441 2354412): Samstag, 21. Januar, 9.30 bis 12.30 Uhr
  • Kita Eschenplatz (Krippe und Kindergarten, Telefon 0441 5949520): nur für Krippenplätze: Samstag, 21. Januar, 11 bis 14 Uhr
  • Kita Ernst-Löwenstein-Straße 56 (Krippe und Kindergarten, Telefon 0441 3990482): Termine nach telefonischer Vereinbarung
  • Kita Sperberweg 30 (Krippe und Kindergarten, Telefon 0441 486401): Termine nach telefonischer Vereinbarung
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Bücherzwerge, Bilderbuchkino und Kamishibai

05.01.2017 09:25 Uhr

Veranstaltungen für Kinder in der Stadtteilbibliothek

Die Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, bietet von Januar bis März 2017 folgende kostenfreie Veranstaltungen für Kinder an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei den „Bücherzwergen“ für zwei- bis dreijährige Kinder erzählt Rouven Huwald eine kurze Geschichte. Dazu wird gesungen, geklatscht oder gespielt. Die Bücherzwerge finden jeweils mittwochs um 10 Uhr und um 15.30 Uhr am 18. Januar, 15. Februar und 22. März statt.

Beim „Bilderbuchkino“ für Kinder ab vier Jahren werden die Bilder einer Geschichte auf eine Leinwand projiziert und dazu vorgelesen. Im Anschluss gibt es eine kleine Bastel- oder Malaktion. Das Bilderbuchkino wird jeweils mittwochs, am 1. Februar und 1. März um 15.30 Uhr angeboten.

Beim „Kamishibai“ (Japanisch für „Papiertheater“) für Kinder von drei bis sechs Jahren werden Bildkarten gezeigt und die Geschichte dazu erzählt. Danach wird eine kleine Bastelaktion angeboten. Die Termine sind jeweils montags am 30. Januar, 27. Februar und 27. März um 15.30 Uhr.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auch im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Kinder-Kino ab 6. Januar auf dem Abenteuerspielplatz

05.01.2017 09:13 Uhr
Der Abenteuerspielplatz lädt ab Freitag, 6. Januar, wieder zum Kinder-Kino ein. Beginn der Filme ist jeweils um 15.30 Uhr, der Eintritt ist frei, und es gibt Popcorn. Die Filme richten sich an Kinder von 6 bis 13 Jahren. Eingeplant sind jeweils auch eine Einführung und ein Nachgespräch. Plätze können telefonisch beim Abenteuerspielplatz unter 0441 592171 reserviert werden und müssen jeweils bis 10 Minuten vor Beginn geltend gemacht werden.

Von Januar bis März zeigt der Abenteuerspielplatz folgende Kinder-Kinofilme zu verschiedenen Themen:

Freitag, 6. Januar: Starke Kinder
Es läuft die Verfilmung der erfolgreichen Kinderbuchreihe um ein fröhliches, freches Mädchen, das gemeinsam mit ihren vielen Freunden ein großes Abenteuer von Freundschaft, Tierliebe, Mut und Zusammenhalt erlebt.

Freitag, 20. Januar: Pferdefilm
Gezeigt wird die Geschichte eines Mädchens, dem es erst mit der Hilfe eines pferdeerfahrenen Flüchtlingskindes gelingt, das Vertrauen eines verstörten Pferdes zu gewinnen.

Freitag, 3. Februar: Animationsfilm
Gezeigt wird Disneys Oscar-prämierter Animationsfilm über ein elfjähriges Mädchen, dessen Emotionen in ihrem Kopf ein spaßiges Eigenleben entwickeln.

Freitag, 17. Februar: Fußball-Kids
Gezeigt wird der sechste Teil der beliebten Kinderfilm-Reihe um fußballverrückte Kids und einen legendären Bolzplatz.

Freitag, 3. März: Der besondere Tierfilm
Es läuft die Geschichte eines Jungen, der ein Adlerjunges aufzieht. So kommt es zu einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Mensch und Tier, die auf eine harte Probe gestellt wird.

Freitag, 17. März: Animationsfilm
Es läuft der zweite Teil von Clownfisch-Vater und -Sohn, die sich gemeinsam mit der vergesslichen Doktorfisch-Dame auf eine Reise voller Gefahren und Abenteuer begeben.

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Anmeldungen für Krippen und Kitas für das Kindertagesstättenjahr 2017/18

30.12.2016 12:05 Uhr
Eltern, die ihre Kinder für das im August 2017 beginnende Kindertagesstättenjahr für einen Krippen- oder Kindergartenplatz im Oldenburger Stadtgebiet anmelden möchten, können das vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2017 online über die Seite Wegweiser Kindertagesbetreuung der Stadt Oldenburg tun unter: oldenburg.betreuungsboerse.net. Eltern, denen eine Online-Anmeldung nicht möglich ist, können sich direkt im Servicebüro Kindertagesbetreuung melden.

Die Anmeldung erfolgt mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort, dabei können bis zu drei Kindertagesstätten (Erstwunsch, Zweitwunsch und Drittwunsch) ausgewählt werden. Erst am 1. Februar werden alle Erstwünsche gleichzeitig für die jeweiligen Wunscheinrichtungen freigeschaltet, zu festen Terminen folgen dann die Zweit- und Drittwünsche.

Wenn keine der Wunscheinrichtungen das Kind aufnehmen kann, können Eltern ihr Kind ab dem 16. März erneut für bis zu drei Einrichtungen online anmelden. Ab diesem Zeitpunkt werden im Programm auch aktuell freie Plätze angezeigt. Mit ihrem Passwort können Eltern jederzeit den Anmeldestatus überprüfen.

Die Kitas entscheiden nach individuellen Kriterien (wie zum Beispiel Alter des Kindes/Rechtsanspruch, das Kind besucht bereits die Einrichtung oder ein Geschwisterkind besucht bereits die Einrichtung), welches Kind aufgenommen werden kann. Eine Anmeldung während eines laufenden Kindertagesstättenjahres ist selbstverständlich auch möglich, ausgenommen im Zeitraum vom 1. Januar bis 15. März.

Auf der oben genannten Seite werden auch die Termine der Informationstage der einzelnen Kitas angezeigt, an denen Eltern sich vorab über die Einrichtungen informieren können.

Weitere Informationen zum Thema Kindertagesstätten gibt es im Servicebüro Kindertagesbetreuung, Bergstraße 25, bei Petra Bröffel-Hempen, Zimmer 119, Telefon 0441 235-3739 oder Sigrid Ziethe und Anke Keller, Zimmer 116, Telefon 0441 235-3736. Geöffnet hat das Servicebüro Kindertagesbetreuung montags, dienstags, donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Mittwochs ist das Servicebüro geschlossen.

Anmeldungen für Hortplätze werden weiterhin direkt in den Horten entgegen genommen.
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Oscars und die 70er-Jahre

22.12.2016 23:47 Uhr
von Carsten Lienemann

War es jetzt die 16. Verleihung des Oldenburg-Oscars oder schon die 17.? So ganz sicher waren sich Gina Schumm, Dettmar Koch und Jörg Kowollik vom Verein Jugendkulturarbeit da nicht. Sicher ist aber, dass die »Europäischen Freiwilligen« und »FSJler«, die die Feier in jedem Jahr organisieren, immer wieder für eine Überraschung gut sind.

Die 70er-Jahre waren an diesem 21. Dezember 2016 das Motto, dementsprechend waren bunte Haare, Afro-Look und schrille Klamotten zu sehen. Traditionell zeigen die Kinder- und Jugendtheater eine speziell für diesen Abend einstudierte Szene, bevor sie Oscars austauschen. Gegen halb fünf begann das Kooperative Kindertheater Ohmstede (KaKaO), eine ganz neue Sicht auf Weihnachten zu präsentieren: Gott bittet Schnuller- und Zahnfee, Wetterhexe, Zauberer und Wichtel, eine Geburtstagsfeier für seinen Sohn auszurichten. Alle Angesprochenen haben ganz unterschiedliche Vorstellungen, was dafür gebraucht wird und was nicht. Am Ende stellen sie fest, dass es zusammen am besten geht: »Happy Birthday, lieber Jesus«.

Das Kreyenbrücker Kindertheater PAEPP behandelte Weihnachtsstress und die dazu gehörenden Bräuche, und das mit stark zusammengeschrumpfter Besetzung. Das Kindertheater Bloherfelde (KTB) war bis auf einen Spieler leider nicht vertreten.

Nicht mehr mit einer Fortsetzung des »Weihnachtsmann-Man«, sondern mit der neuen Geschichte über Verlust und Wiederfinden des »Herzens der Liebe« wartete das Jugendtheater Rollentausch auf. Das Kurlandtheater zeigte auf die lokale Perspektive verschoben, wie schnell sich Hass und Feindschaft geschürt werden können, während der Jugendclub in der Kulturetage gewissermaßen das Gegenteil vorführte, nämlich Völkerverständigung durch gemeinsames Tanzen. Auch das Jugendtheater Bloherfelde war da, wenn auch stark dezimiert, und hatte deswegen auch keine Vorführung mitgebracht.

Bevor der Abend in den inoffiziellen Teil überging, gab es noch ein paar Hinweise auf anstehende Termine. Das Kurlandtheater spielt bereits am 7. und 8. Januar »Meine Mutter schwebt« (Beginn 19:00 Uhr im Internationalen Jugendprojektehaus), und am 13. Januar beginnt an gleicher Stelle eine Anne-Frank-Ausstellung, die bis zum 5. Februar zu sehen sein wird.

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Alle Kitaverträge nunmehr unter Dach und Fach

10.12.2016 21:15 Uhr

Evangelische und katholische Kirche unterschreiben die neuen Betreiberverträge mit der Stadt Oldenburg

Die vom Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg entwickelten und mit den freien Trägern der Kindertagesstätten abgestimmten Betreiberverträge werden auch von den beiden Kirchen unterschrieben. „Damit ist eine langfristige Finanzierung der Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft sichergestellt“, freut sich die zuständige Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg, Dagmar Sachse. Nachdem der Jugendhilfeausschuss und der Rat der Stadt Oldenburg die neue Finanzierungsrichtlinie im Dezember 2015 beschlossen hatte, wurden in mehreren Gesprächen die Details der Finanzierung von Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft geprüft. In einer Anlage zum Vertrag wurden Konkretisierungen in sprachlicher Form übereinstimmend geregelt, die dazu führten, dass beide Kirchen dem Vertragsentwurf nunmehr zustimmen konnten.

Die Kindertagesstätten stellen für den Leiter der Gemeinsamen Kirchenverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Michael Kählke, eines der größten und wichtigsten Arbeitsfelder der evangelischen Kirche dar. Die Synode der oldenburgischen Kirche habe aktuell trotz rückläufiger Einnahmen die jährlichen kirchlichen Zuschüsse für die Kindertagesstättenarbeit auf 5,3 Millionen Euro erhöht. Die Herausforderungen an Mitarbeitende und Träger seien zunehmend gewachsen. Umso erfreulicher sei es aus Sicht der evangelischen Kirchengemeinden, dass die Stadt Oldenburg diesen Herausforderungen in einem Dialog auf Augenhöhe mit den freien Trägern begegne, so Kählke.

Die neue Förderrichtlinie beinhaltet für die freien Träger die Möglichkeit Pauschalen zu erhalten, um damit flexibel auf die sich verändernden Bedarfe der Kindertagesbetreuung reagieren zu können. Darüber hinaus vermindert dies den Verwaltungsaufwand bei den freien Trägern und der Stadt. Die Betreiberverträge gelten ab dem 1. Januar 2016 und geben damit den beiden Kirchen auch rückwirkend finanzielle Sicherheit. Alle anderen freien Träger der Kindertagesstätten hatten die Betreiberverträge bereits unterzeichnet.

Die Stadt Oldenburg stellt den freien Trägern im Jahr 2017 über die neuen Verträge insgesamt circa 32,4 Millionen Euro für die Kindertagesstätten zur Verfügung.

An der Unterzeichnung der Betreiberverträge am Freitag, 9. Dezember, im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Hundsmühlerstraße 111, haben teilgenommen: Sozialdezernentin Dagmar Sachse und Dr. Frank Lammerding für die Stadt Oldenburg, Christian Fischer für die Katholische Kirche sowie Vertreterinnen und Vertreter der fünf Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden im Oldenburger Stadtgebiet und der Leiter der Gemeinsamen Kirchenverwaltung, Michael Kählke, für die evangelische Kirche.
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»Kleine Wünsche« suchen wieder Wunschpaten

24.11.2016 21:52 Uhr

Weihnachtsaktion von Johanniter und Oldenburger Jugendamt ist angelaufen

Mit »kleinen Wünschen« große Freude bereiten will wieder die Johanniter-Unfall-Hilfe. Wie bereits in den vergangenen Jahren starten die Johanniter in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Oldenburg die Aktion »Kleine Wünsche«, um Kindern aus sozial schwachen Familien das Weihnachtsfest zu verschönern. In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Oldenburg (ASD) die Wunschzettel in ausgesuchte Familien gebracht. Dort füllten die Kinder die Zettel aus und gaben sie wieder zurück. Der ASD bringt sie dann zu den Johannitern, die für die Wünsche so genannte Wunschpaten suchen. »Die ersten 500 Wunschzettel haben uns bereits erreicht«, erzählt Frank Komrowski, Leiter des Servicecenters der Johanniter in Oldenburg. Wunschpaten können sich dort jetzt ihren Wunschzettel abholen oder sich zuschicken lassen. »Wunschpate kann jeder werden, der einem Kind zum Weihnachten eine Freude machen möchte, dem es nicht so gut geht«, sagt Anke Siemers, Organisatorin der Aktion »Kleine Wünsche«.

Das Servicecenter der Johanniter-Unfall-Hilfe an der Bloherfelder Straße 175 ist rund um die Uhr, sieben Tag in der Woche besetzt und telefonisch erreichbar unter 0441 971900 oder unter der kostenfreien Rufnummer 0800 0019214. Dort können auch die gekauften und weihnachtlich verpackten Geschenke wieder abgegeben werden. Die Johanniter übergeben anschließend die Geschenke dem Jugendamt, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie dem Kind bringen. Im vergangenen Jahr konnten 594 Wünsche im Gesamtwert von mehr als 10.000 Euro erfüllt werden. Der Wert der einzelnen Geschenke beträgt höchstens 15 Euro.

Wie in den vergangenen Jahren stellen die Johanniter die Aktion auch wieder öffentlich vor. Am Freitag, 25. November, sind sie mit ihrem Wunschzettel-Stand von 10:00 bis 18:00 Uhr im famila Einkaufsland Wechloy, am nächsten Tag, Samstag, 26. November, von 8:30 bis 20:30 Uhr in den Schlosshöfen Oldenburg. »Das besondere an den ‚Kleinen Wünschen' ist, dass die Wunschpaten nicht einfach Geld auf den Tisch legen, sondern dass sie selber losgehen und den ganz persönlichen Wunsch eines ganz bestimmten Kindes aus Oldenburg erfüllen«, erklärt Anke Siemers den Erfolg der Aktion. Angst, dass es leer ausgeht, muss kein Kind haben. »Wir kopieren alle Wunschzettel. Wenn einer nicht zurück kommt, besorgen wir das Geschenk«, sagt Siemers. Auch Firmen übernehmen wieder zahlreiche Wünsche. Infos gibt es auch unter www.kleine-wuensche.de.
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Weihnachtliche Überraschungen auf den Kinderseiten

24.11.2016 21:47 Uhr

Großer Online-Adventskalender auf www.kinder.oldenburg.de

Lange dauert es nicht mehr und es ist schon wieder Weihnachten. Um den Kindern die Zeit des Wartens zu verkürzen, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Online-Adventskalender auf www.kinder.oldenburg.de. Im prall gefüllten Kalender gibt es ab dem 1. Dezember jeden Tag eine neue Überraschung: leckere Rezepte, weihnachtliche Bastelideen und Gedichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr – und hinter drei Türchen verbergen sich sogar Gewinnspiele.

Ein Dank gilt wie in den vorigen Jahren den Unterstützern, die die kostenfreie Bereitstellung der Materialien und der Gewinnspielpreise ermöglicht haben. Und für kleine Schlingel gilt: Die Türchen öffnen sich wirklich nur Tag für Tag. Es lohnt sich also, jeden Tag auf den städtischen Kinderseiten vorbeizuschauen.
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Feriensprachcamp in der Kita Sperberweg

17.11.2016 14:59 Uhr
von Carsten Lienemann

Eine ganz besondere Woche erlebten 31 Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte Sperberweg. Vom 4. bis zum 8. Oktober nahmen die Kinder mit arabischen, kurdischen, russischen und deutschen Wurzeln an einem Feriensprachcamp teil. In nur vier Tagen erarbeiteten sie sich die Geschichte von Fany, einem bunten Vogel aus dem Land Fantasia, der von einem Sturm in ein anderes Land verweht wird, in dem er niemanden kennt und dessen Sprache er nicht spricht.

Angeleitet von Rita Meiners (Musikschule der Stadt Oldenburg) und Christian Jakober (Global Music Player e. V.) lernten die Kinder Lieder in verschiedenen Sprachen, spielten Instrumente, bastelten Requisiten und übten Tänze ein. Großartige Unterstützung leistete dabei Lava Murad, die gerade ein Praktikum in der Kita absolvierte. Am Freitag schließlich zeigten alle das rund 30 Minuten lange Stück den anderen Kindern der Kita. Der krönende Abschluss war aber der Erlebnistag am Sonnabend auf einem Pferdehof in Petersfehn II, zu dem auch Eltern und Geschwister eingeladen waren.

Es war eine sehr intensive und auch anstrengende Woche, gerade für die Kinder, aber alle hatten viel Spaß, und die Rückmeldungen aus allen Richtungen waren sehr positiv. Die Eltern freuten sich über glückliche Kinder, die Erzieherinnen berichteten, dass auf den Fluren der Kita die gerade gelernten Lieder rauf und runter gesungen wurden.

Auch die Sprachcamp-Leitung ist mehr als zufrieden. »Die Begeisterung der Kinder, vor allem, wenn sie sich in ihrer Mehrsprachigkeit ausdrücken konnten, war für mich das bewegendste Erlebnis in dieser Woche. Wenn Kinder, die die deutsche Sprache kaum verstehen, gespannt dem Theaterstück folgen und begeistert mitsingen, ist die Idee des Projekts voll aufgegegangen! Die Freude über diese Wertschätzung habe ich auch bei den Eltern erlebt«, sagt Rita Meiners.

»Ich fand toll, dass bei den unterschiedlichen Angeboten für alle Kinder etwas dabei war, so dass sich alle einbringen konnten. Dass die verschiedenen Muttersprachen in dem Projekt, in den Liedern und beim Theaterstück einbezogen wurden, war ein Volltreffer! So viele strahlende Augen bei den Kindern und bei den Eltern. Ein tolles Projekt!«, ergänzt Christian Jakober.

Beide sind den Kita-Mitarbeiterinnen und vor allem den mehrsprachigen Elternbegleiterinnen aus dem Projekt »Rucksack« der Sprachförderstelle der Stadt Oldenburg dankbar für ihre Unterstützung. »Ohne sie hätte das Projekt nicht geklappt«, ist sich Rita Meiners sicher.

Rundum zufrieden ist auch Kita-Leiter Ulrich Habichtsberg. »Die Wirkung auf die Kinder ist sehr positiv. Es wäre gut, wenn wir dieses Projekt in Zukunft regelmäßig durchführen könnten.«

Finanziert wurde das Projekt von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, der Klosterkammer Hannover und dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.
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Feierliche Einweihung im Stadtteiltreff Kreyenbrück

31.10.2016 21:25 Uhr

Sitzbänke des Projekts »Jugend stärken im Quartier« sind fertiggestellt

Am Freitag, 28. Oktober, übergaben die jugendlichen Künstler_innen ihre Werke an den Stadtteiltreff Kreyenbrück: zwei steinerne, mit zahllosen Mosaiksteinen verzierte Sitzbänke. Aus diesem Anlass veranstaltete der Stadtteiltreff eine kleine Feier, zu der alle Bewohner_innen eingeladen waren.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff Kreyenbrück und unter Anleitung des syrischen Künstlers Rodi Khalil bauten Schülerinnen und Schüler der IGS Kreyenbrück, der Oberschule Osternburg und der Schule am Bürgerbusch eine Sitzgelegenheit für die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Stadtsüden. Die Schüler_innen hatten Vorschläge dazu gezeichnet, aus denen die Bewohner_innen dann ihren Favoriten auswählten.

Das Projekt »Jugend stärken im Quartier« ist beim Team Wendehafen der Stadt Oldenburg angesiedelt und wird aus dem europäischen Sozialfonds finanziert. Ziel des Projektes ist, Jugendliche wieder für das Lernen zu motivieren, indem sie neue Fähigkeiten und Erfahrungen sammeln und aktiv an der Aufwertung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes beteiligt werden. Zwei Studentinnen der Carl von Ossietzky Universität begleiteten das Projekt.
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10 Jahre Trauerland e. V. in Oldenburg

28.09.2016 16:50 Uhr
Mit einer feierlichen Geburtstagsmatinee, zu der zahlreiche Gratulant_innen, Unterstützer_innen und natürlich auch fast alle Mitarbeiter_innen gekommen waren, beging Trauerland e. V. am 25. September in der Exerzierhalle das zehnjährige Bestehen seines Oldenburger Standortes.

»Kinder trauern anders«, diese Erfahrung hat sicher jeder schon gemacht. Ihnen die Zeit und den Raum zu geben, auf ihre Weise mit dem Verlust eines nahe stehenden Menschen umzugehen, war das Anliegen der Bremer Vereinsgründerin Beate Alefeld-Gerges. Bald zeigte sich, dass es auch im Einzugsgebiet Oldenburgs Bedarf gibt, und so wurde 2006 der Oldenburger Standort eröffnet.

Dessen Entwicklung führten die beiden Moderatorinnen Hille Ballin und Carolin de Witt – die bekanntesten Gesichter von Trauerland Oldenburg – dem Publikum eindrucksvoll vor Augen, als sie alle für den Verein Tätigen auf die Bühne baten. »Mit dieser Veranstaltung wollten wir uns nicht zuletzt bei allen ganz herzlich bedanken, die für uns engagierte Arbeit leisten«, sagt Hille Ballin.

Eingerahmt wurde die Veranstaltung in Grußworte und Ansprachen von Staatstheater-Generalintendant Christian Firmbach, MdB Stephan Albani, dem Präsidenten der Oldenburgischen Landschaft Thomas Kossendey, der Ersten Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg Germaid Eilers-Dörfler und Antje Möhrmann vom Trauerland-Vereinsrat, die sich alle auf die eine oder andere Weise für Trauerland e. V. engagieren, und musikalisch begleitet vom KlangHelden Jugendchor unter der Leitung von Thomas Honickel.

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Weltkindertag mit Kinderrechte-Rallye

20.09.2016 10:48 Uhr
von Carsten Lienemann

Zum ersten Mal seit Beginn der Spielfeste zum Weltkindertag gab es am 18. September auf dem Rathausmarkt und dem Schlossplatz auch eine große Aktion zu Kinderrechten. Der Präventionsrat Oldenburg und der Stadtjugendring veranstalteten gemeinsam eine Kinderrechte-Rallye, bei der eine ganze Reihe anderer Austeller beteiligt waren. Hanna Folkens und Marie Kirchner vom Stadtjugendring hatten Aufgaben und Laufkarte entwickelt, die anderen Aussteller gebeten, Stationen zur Verfügung zu stellen sowie Informationsmaterial und Poster rund um Kinderrechte besorgt.

Der Andrang war groß, insgesamt 60 Kinder haben die Rallye von Anfang bis Ende durchlaufen und nach eigenen Angaben viel dabei gelernt. Ganz-oldenburg.de hat zwei Mädchen auf ihrem Weg begleitet.

Am Stand des Präventionsrates haben Charlotte und Emilia gerade ihre Laufkarten für die Kinderrechte-Rallye erhalten. Schnell erklärt ihnen Marie Kirchner noch, woran sie die Stationen erkennen, und dann geht es los.

Beim Stand der Montessori-Schule halten die beiden Mädchen das erste Mal. Hier müssen erst einmal warten, bevor die Rechenaufgaben lösen können, denn hier hat sich ein kleiner Stau gebildet. Die Aufgaben lösen sie spielend. Jedes Ergebnis steht für einen Buchstaben, zusammen ergeben sie das erste Lösungswort: Bildung.

Und weiter geht’s. Bei der Evangelischen Familienbildungsstätte müssen sie einen Satz aus verdrehten Wörtern vorlesen: »Knider hbaen das Rchet, gsuend zu lbeen«. Beiden ist klar, hier geht es um Gesundheit.

Die dritte Station ist der Info-Tisch von Unicef. Was haben die abgebildeten Kinder gemeinsam? Klar, allen geht es offenbar gut, weil kein Kind ausgeschlossen werden darf.

Beim Kinderschutzbund wird es ein bisschen kniffelig. Was dürfen Eltern, was dürfen sie nicht? Nicht ganz einfach zu erraten, dass es hier um das Recht auf elterliche Fürsorge geht.

Zurück zum Ausgangspunkt, dort sind die letzten beiden Stationen. Aber da fehlt doch noch eine. Ja, bei der AWO ist auch ein Rätsel zu lösen, hier müssen mindestens drei Wörter zum Thema Privatsphäre gefunden werden. »Post«, »Handy«, »Zimmer« entdecken Emilia und Charlotte recht bald.

Jetzt noch zum Stadtjugendring, wo die beiden letzten Aufgaben anstehen. Thema ist zum einen das Recht auf Freizeit, die beiden Mädchen sollen ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen pantomimisch darstellen. Und schließlich noch etwas zu Meinungsäußerung und Beteiligung: Wenn ich König/Königin von Deutschland wäre, dann ... »Geld verteilen«, schreibt Emilia. Eine schöne Idee.

Hattet ihr vorher schon etwas von Kinderrechten gehört?
Ja. Zum Beispiel, dass Eltern Kinder nicht in der Ecke liegen lassen und sagen können: »Jetzt will ich dich nicht mehr haben.«

Habt ihr denn etwas neues erfahren bei dieser Rallye, was ihr noch nicht wusstet?
Ja, dass man Kinder respektieren sollte, ihre Privatsphäre. Dass Kinder ihre eigenen Sachen haben, die vielleicht nicht alle Leute sehen sollen. Und dass man Kinder, die z. B. gelähmt sind, nicht ausschließen darf.

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Jugend musiziert: Oldenburger Musikschüler beim Bundeswettbewerb

19.03.2016 12:00 Uhr

Die Musikschülerinnen und Musikschüler aus Oldenburg und der Region haben beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Hannover vom 10. bis 13. März insgesamt 18 erste Preise geholt. Neben einer Teilnehmerin aus Wilhelmshaven, einer Teilnehmerin aus dem Landkreis Friesland und zwei Teilnehmern aus dem Landkreis Ammerland kommen alle anderen Preisträgerinnen und Preisträger aus der Stadt Oldenburg.
Zwölf von ihnen werden nun auch beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ antreten, der in diesem Jahr vom 12. bis 19. Mai in Kassel stattfindet.

Die Region Oldenburg ist damit stark vertreten, wenn sich die besten Nachwuchsmusikerinnen und Musiker aus der ganzen Bundesrepublik messen. „Ich freue mich sehr über die tollen Bewertungen für die Schülerinnen und Schüler aus unserer Region“, betont Holger Denckmann, Vorsitzender des Regionalverbandes „Jugend musiziert“ und Leiter der Musikschule der Stadt Oldenburg. „Ich hatte das Glück, mir viele Wertungsvorspiele anhören zu dürfen und ich bin schlicht beeindruckt von der Professionalität, mit der auch schon sehr junge Kinder auftreten, aber auch vom konzentrierten Interesse der Kinder und Jugendlichen an Wertungsvorspielen anderer.“
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Ferienpass 2016: Gemeinsam für Kinder und Jugendliche in Oldenburg

10.02.2016 07:00 Uhr

Weitere Veranstaltungen bis 4. März anmelden


Vereine, Initiativen oder Unternehmen, die im Rahmen des Ferienpasses in diesem Jahr Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen durchführen möchten, haben noch bis Freitag, 4. März, die Möglichkeit, dem Ferienpassteam ihre Aktion mitzuteilen.
Der Sommer, und somit auch die großen Ferien, sind zwar noch in weiter Ferne, aber die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren, um den Schülerinnen und Schülern möglichst vielfältige Angebote machen zu können.

Seit 41 Jahren bietet der Ferienpass inzwischen auf über 230 Seiten mehr als 500 Aktionen für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren gegen aufkommende Langeweile in den Sommerferien an.
All diese Angebote führt das Ferienpassteam aber nicht alleine durch: Hierbei sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Hilfe von Vereinen und Verbänden, Firmen oder Einzelpersonen angewiesen. Im letzten Jahr haben sie mit 140 Anbietern zusammengearbeitet; in diesem Jahr sollen es möglichst noch einmal mehr werden.

Nicht zuletzt trägt auch die finanzielle Unterstützung langjähriger Förderer wesentlich zum Gelingen der Ferienpassaktion bei. Um die Angebote für Kinder und Jugendlichen in den Ferien noch weiter auszubauen und vielfältiger gestalten zu können, freut sich das Ferienpassteam auch jederzeit über neue Sponsoren.

Von Betriebsbesichtigungen über Kreativangebote, sportliche Aktivitäten, Ausflüge oder Musik – wer etwas anbieten oder den Ferienpass finanziell unterstützen möchte, kann sich beim Team des Ferienpasses in der von-Finckh-Straße 1 melden, telefonisch unter 0441 235-3170 oder per E-Mail an ferienpass@stadt-oldenburg.de. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/ferienpass.

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ProWin spendet 2.500 Euro für Mentoren

13.01.2016 08:55 Uhr

Kinderschutz-Zentrums-Projekt „Balu und Du“ stellt Grundschulkindern Freund zur Seite

von Frerk Hinrichs

ProWin spendet 2.500 Euro für Mentoren Kinderschutz-Zentrums-Projekt „Balu und Du“ stellt Grundschulkindern Freund zur Seite Oldenburg, 12.01.2016 – Ein ChariTeam des Direktvermarkter ProWin hat jetzt 2.500 Euro an das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg übergeben. Die sechs Frauen Anke Espelage, Ronja Vienerius, Stefanie Nieland, Barbara Fredeweß, Claudia Padeken und Sandra Muthorst hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um insgesamt 10.000 Euro für benachteiligte Kinder im Oldenburger Land und Bremen ausgeben zu können. ProWin-Chef Ingolf Winter hatte seine Vermarktungsteams in einem Wohltätigkeitswettbewerb zu Höchstleistungen aufgefordert und den Bestplatzierten die Möglichkeit gegeben, den Zweck der Spenden selbst zu bestimmen. Das ChariTeam um Anke Espelage hat sich bewusst dafür entschieden, das Projekt „Balu und Du“ des Kinderschutz-Zentrum Oldenburg zu fördern.

In dem Projekt werden Studierende als Begleiter für Grundschulkinder vermittelt. Der erwachsene Balu trifft sich während des Projektjahres einmal wöchentlich mit seinem Mogli. Gemeinsam planen und unternehmen die beiden etwas. Das fördert die Entwicklung der Kinder, die oft aus herausfordernden Lebensumständen kommen. Vom Spielplatz bis zum Kino, vom Schwimmbad bis zum Museum, die Liste der Möglichkeiten ist lang. Die Grundschulkinder bekommen in sicherer Begleitung viele neue Anregungen für ihr weiteres Leben. Oft entstehen dabei Freundschaften, die über die Projektzeit hinaus Bestand haben. Den ehrenamtlich arbeitenden Studierenden bietet das Kinderschutz-Zentrum regelmäßige Begleitung und Reflektionsmöglichkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positiven Auswirkungen des Projekts Balu und Du.
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Offene Türen bei Diakonie-Kitas und Krippen

12.01.2016 09:08 Uhr
von Frerk Hinrichs

Philosophenweg
Die Diakonie-Kindertagesstätte am Philosophenweg lädt am Mittwoch, 13.01.2016 von 15.00 bis 17.00 Uhr zum Schnuppern ein. Die Krippe am Philosophenweg können sich Eltern am Donnerstag, 14.01.2016 von 15.00 bis 17.00 Uhr ansehen. Eltern, die einen Integrationsplatz suchen, lassen sich von Einrichtungsleiterin Astrid Brundiers beraten. Für den heilpädagogischen Bereich antwortet Christina Rosenhöfel. Auffälligster Unterschied zu Regelgruppen: Integrative und heilpädagogische Gruppen in den Diakonie-Kindertagesstätten sind kleiner, damit die einzelnen Kinder besser gefördert werden können. Mehr Info unter www.kita-philosophenweg.de

Nadorster Straße
Die neue Diakonie-Krippe „Kleine Entdecker“ an der Nadorster Straße 155 können sich Eltern am Freitag, den 15.01.2016 von 16.00 bis 18.00 Uhr ansehen.

Gorch-Fock-Straße
In der neuen DiKiTa an der Gorch-Fock-Straße werden viele Kindergartenplätze frei, weil die Kinder zur Schule gehen. Kinder aus der Krippe und dem Stadtteil haben guten Chancen auf einen Platz, erläutert Einrichtungsleiterin Nicole Eilers. Am 21. Januar 2016 können sich Eltern mit ihren Kindern von 15.30 bis 18.00 Uhr in der DiKiTa umschauen. Vorab stehen Informationen und Konzept auf der Internetseite www.dikita-gorchfock.de zur Verfügung.

Birkhuhnweg
In der Diakonie-Kindertagesstätte am Birkhuhnweg können praktisch nur Krippenplätze neu besetzt werden. Die Krippe öffnet ihre Türen am 22.01.2016 von 16.00 bis 18.00 Uhr.


Wie alle Krippen und Kindertagesstätten im Stadtgebiet nehmen auch die Diakonischen Einrichtungen am Online-Anmeldeverfahren teil. Gerne beantworten Einrichtungsleitungen Besuchern auch Fragen, die im Zusammenhang mit dem Onlineverfahren entstehen können. Bis zum 31. Januar 2016 muss die Anmeldung zum kommenden Kindergartenjahr unter http://oldenburg.betreuungsboerse.net bei der Stadt Oldenburg eingegeben sein.
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Was ist ein gutes Leben?

08.12.2015 09:20 Uhr

Podiumsdiskussion und Theaterperformance am 16./17. Dezember im Internationalen Jugendprojektehaus

»Wie will ich eigentlich leben?« Die Antwort auf diese Frage liegt für Jugendliche und junge Erwachsene schon länger nicht mehr in der tollen Karriere mit möglichst viel Geld. Aber was ist es dann? Das herauszufinden war das Ziel des Projektes »... und raus bist du!«, das Gina Schumm, Leiterin des Bereichs Politische Bildung im Verein Jugendkulturarbeit im laufenden Jahr in mehreren Teilen durchführt.

Eines dieser Teilprojekte findet in einer Doppelveranstaltung seinen Abschluss. Am Mittwoch, 16.12., 19:00 Uhr, werden im Internationalen Jugendprojektehaus an der Schlieffenstraße 9/11 die Werkstätten und Aktionen des Projektes vorgestellt. 120 Jugendliche haben sich in Seminaren, Workshops, einer Berlinexkursion sowie Besuchen bei Oldenburger Initiativen mit der Frage nach dem guten Leben und den Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements beschäftigt. Dazu diskutieren Dr. Katharina Dutz (Institut für Physik an der Carl von Ossietzky Universität), Christa Beime (Helene-Lange-Schule), Georg Nobis (Bildungszentrum für Technik und Gestaltung) und Dr. Ulrich Schachtschneider (Grundeinkommen Oldenburg) über Bedingungen für ein Gelingen von Partizipation und bürgerschaftlichem Engagement sowie die Öffnung von Schule.

Abgerundet wird das Programm durch Ausschnitte der Bühnen-Performance »Arm ≠ Glücklich«. Diese Performance wird am Donnerstag, 17.12., zweimal komplett zu sehen sein, und zwar um 19:00 und um 20:00 Uhr, ebenfalls im Internationalen Jugendprojektehaus. »Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a an Fachoberschule Gestaltung wollten die Ergebnisse ihrer Arbeit nicht nur diskutieren, sondern auch auf die Bühne bringen«, erklärt ihre Lehrerin Margit Ostern. Trotz bevorstehender Prüfungen hätten sie sich diese zeitaufwändige zusätzliche Arbeit auferlegt, viel zum Thema »Glück« recherchiert und Szenen entwickelt, so Ostern.
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Siehst du mich?

01.08.2015 12:00 Uhr

Kita-Kinder gestalten Buch über Gefühle


Vierundzwanzig Kinder der Ev. Kindertagesstätte Donarstraße haben sich das vergangene Jahr mit dem Thema Gefühle beschäftigt.
Entstanden ist dabei ein Buch mit dem Titel „Siehst du mich?“, in dem jedes Kind ein Gefühl mimisch, bildlich und erzählerisch beschreibt. Inspirieren ließen sich die Kinder u.a. bei Besuchen im Horst-Janssen-Museum.

Von A wie Angst bis Z wie zufrieden: Beim Erforschen der verschiedenen Gefühle wurden die Kita-Kinder von den Erzieherinnen Susanne Möhlmann und Petra Zimmerling begleitet. „Nur wer die eigenen Gefühle kennt, kann auf die Gefühle anderer eingehen“, erläutert Projektinitiatorin Petra Zimmerling den Gedanken, der hinter dem Buch steckt. Die fünfjährige Hiba ist zum Beispiel glücklich, wenn sie Eis essen, schaukeln oder rutschen darf.
Linus (3 Jahre) erklärt das Gefühl „Zorn“ so: „Wenn ich zornig bin, mache ich meine Augen ganz klein und meinen Mund ganz breit.“ Und der fünfjährige Leon ist oft nachdenklich: „Ich denke nach, warum die Dinos gestorben sind, und was sie gegessen haben.“

Umgesetzt werden konnte das Buchprojekt nur durch die finanzielle Förderung im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Es ist eine Bereicherung für die Kinder und für uns, wenn eine Kunstpädagogin in unser Haus kommt, um die künstlerische Arbeit anzuleiten, und dieses auch noch in Kooperation mit dem Horst-Janssen-Museum geschehen kann“, sagt Herma Sommer, Leiterin der Kindertagesstätte. Erzieherin Susanne Möhlmann, die die Fotos für das Buch gemacht hat, ergänzt: „Die Arbeit im Kindergarten und die künstlerische Umsetzung zum Thema Gefühle gingen Hand in Hand. Wir sind sehr stolz, dass aus dieser Zusammenarbeit ein Buch entstanden ist.“
Das Bilderbuch „Siehst du mich?“, das sich an Kinder im Kindergartenalter richtet, enthält aber auch eine Projektdokumentation, die anderen Erzieherinnen und Erziehern praktische Anregungen zum Thema „Gefühle“ geben kann.

Das Buchprojekt „Siehst du mich?“ ist eine Kooperation zwischen dem Horst-Janssen-Museum, der Ev. Kindertagesstätte Donarstraße und der Agentur ehren:sache.
Unterstützt wurde das Projekt vom Lappan Verlag durch Beratung und die Erstellung des Buchlayouts sowie von der Druckerei Isensee, die den Druck gesponsert hat.
Das Buch ist ab sofort für eine Schutzgebühr von 5,00 Euro im Museumsshop des Horst-Janssen-Museums erhältlich.
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Kindertheaterfestival im Verein Jugendkulturarbeit

20.07.2015 11:22 Uhr
Über 60 Kinder standen am 16. und 17. Juli beim inzwischen schon traditionellen Kindertheaterfestival des Vereins Jugendkulturarbeit auf der Bühne. Aus organisatorischen Gründen musste die Veranstaltung in diesem Jahr auf zwei Tage verteilt werden. So durften die Spielerinnen und Spieler des Kindertheaters PAEPP unter der Leitung von Sabine Hess zweimal ihr Stück »Schreckverschlingerchen« aufführen, in dem es um schlechte Träume geht und wie man sie loswerden kann. Prinzessin Lea kann nicht mehr schlafen, und das in einem Land, in dem das Paar König und Königin wird, das die schönsten Träume hat.

Ein bisschen gruselig ging es auch in der »Wolfsjagd« des Kooperativen Kindertheaters Ohmstede (KaKaO, Leitung Dettmar Koch und Leonie Rolfing) zu. Moritz wird von einem echten Werwolf gebissen und muss einen Weg zur Rückverwandlung finden. Zum Glück hat er Freunde, die ihn tatkräftig unterstützen. Aber die Zeit bis zum nächsten Vollmond ist knapp.

Das Kindertheater Bloherfelde (Leitung: Pia Schillinger) schließlich zeigte eine Szenencollage um Freundschaft, was sie ausmacht, was sie bedroht und was man tun kann und muss, um sie zu halten.

Das Kindertheaterfestival ist vor allem auch eine Möglichkeit für die drei Theatergruppen, sich ihre Produktionen gegenseitig zu zeigen. Ähnlich wie die »Großen« bei den Jugendtheatertagen erreichen sie so ein breiteres Publikum, dem sie zeigen können: Theater spielen macht richtig Spaß!
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Treffpunkt Klasse2000

29.06.2015 21:47 Uhr
Mit einer beeindruckenden Bühnenshow präsentierten Oldenburger Grundschülerinnen und Grundschüler am Sonnabend, 27. Juni im PFL das Programm »Klasse2000« Körperfunktionen, Bewegung, gesunde Ernährung, aber auch Körpersprache und Gefühle bilden über die vier Grundschuljahre die Inhalte des Gesundheitsprogramms. Auf ebenso informative wie unterhaltsame Weise führten die Schülerinnen und Schüler die Themen der einzelnen Klassenstufen wie den »Weg der Luft« oder den »Weg der Nahrung«vor und forderten das Publikum bei den Bewegungsübungen zum Mitmachen auf.

Zwischendurch wurden die teillnehmenden Schulen und natürlich dieGewinnerinnen und Gewinner der Malwettbewerbe »Mein Geburtstags-Klaro« und »Mein Weihnachts-Klaro« geehrt. Auf einen Besuch der Johanniter-Hundestaffel können sich die Grundschulen Nadorst und Auf der Wunderburg freuen; die beiden Siegerbilder werden demnächst in der Geschäftsstelle des Präventionsrates als Postkarten zu erwerben sein. Die Paul-Maar- und die Grundschule Bloherfelde erhalten eine besondere Sportstunde durch den VfL Oldenburg. Außerdem gingen KLARO Wurfscheiben als Kreativpreis an die Grundschule Wechloy und 200 Massagebälle für die meisten eingereichten Bilder an die Grundschule Bloherfelde.

Der Löwenanteil der Finanzierung des Klasse2000-Programms wird bundesweit von den Lions-Clubs getragen. In Oldenburg steuert außerdem der Präventionsrat einen großen Teil bei, und zusätzlich gibt es Privatleute, die Patenschaften für einzelne Klassen übernehmen.

Zum Schluss lud das Schulorchester der Grundschule Haarentor die Besucherinnen und Besucher zu einem gemeinsamen Gehirnjogging ein, bevor die Gesundheitsförderinnen und sonstigen Unterstützerinnen und Unterstützer geehrt wurden.

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»Man kann darüber reden und trotzdem cool sein«

28.06.2015 11:00 Uhr

Kinderschutz-Zentrum Oldenburg gibt CD zu Anti-Gewalt-Projekt heraus

von Carsten Lienemann

Auch Jungen sind oft Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen. Aber es ist gilt als unmännlich, darüber zu reden. Das Projekt »AUS!-geredet« soll männliche Jugendliche dazu anregen, die Scham zu überwinden und das Schweigen zu brechen.

Wie es sich für eine CD-Release-Veranstaltung gehört, gibt es erst einmal Musik. Metehan Acer und Boran Wehlau rappen »Ein Mensch wie jeder andere«, die Geschichte eines Jungen, der »es geschafft« hat, weil er seinen Verstand gebraucht und nie aufgegeben hat, eines von 16 Stücken auf der CD »AUS!-geredet«.

Michael Herschelmann, der ehemalige Leiter des Kinderschutz-Zentrums, hat ein besonderes Interesse an Rap, und so lag die Idee nahe, männliche Jugendliche auf diese Weise zu animieren, über ihre Gefühle und Probleme zu reden. »2013 sind Michael Herschelmann, Boran Wehlau und ich in Freizeitstätten und Schulen der Region gegangen und konnten schließlich über das Jugendhaus in Nordenham, das ›Point‹ in Wilhelmshaven und die Comeniusschule in Cloppenburg insgesamt 30 Jungen zwischen 12 und 17 Jahren für das Projekt gewinnen«, berichtet Pädagoge Benjamin Haller.

»Rap ist eine der Säulen des HipHop, in der die Gemeinschaft - der ›Community‹-Gedanke – sehr wichtig ist. Er wird von diesen Jugendlichen als Ausdrucksform und Lebensgefühl wahrgenommen und eignet sich daher sehr gut als pädagogisches Instrument«, erläutert Boran Wehlau, ebenfalls Pädagoge und seit 18 Jahren Rapper.

»Damit konnten wir die Jugendlichen bewegen, über Gewalt erfahrene zu reden, über eigene Erfahrungen oder aus ihrem Umfeld, auch über Vernachlässigung und Mobbing, und aus dieser fatalen Haltung ›Ein Indianer kennt keinen Schmerz‹ auszubrechen«, ergänzt Ben Haller. Mit der nun erschienenen CD sollen noch mehr Jugendliche erreicht werden.

Als ein besonderer Glücksfall hat sich dabei die Begegnung mit Metehan Acer ergeben, der als Teilnehmer begonnen, sich aber schnell zu einer der Stützen des Projektes entwickelt hat. »Metehan ist ein Riesentalent, er hat unter anderem fünf Titel zur CD beigesteuert«, lobt Boran Wehlau.

»Jungen sind nicht immer nur Täter, sondern oft auch Opfer von Gewalt, auch von sexualisierter Gewalt. Wir wissen das aus unseren Beratungen, aber in der Öffentlichkeit war das lange Zeit nicht so bekannt«, sagt Mareike van't Zet, Leiterin des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg, als Begründung zur Durchführung dieses Projektes. »Jungen reden aus Angst, sie könnten für schwach oder unmännlich gehalten werden, noch viel weniger darüber als Mädchen. Aber wer schweigt, kann keine Hilfe bekommen. Mit der CD wollen wir den Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind. Man kann darüber reden und trotzdem cool sein.«

Finanziert wurde das Projekt aus einem Spendenkonzert der Bundeswehr-Bigband und aus Beiträgen der Horst-Heißenbüttel-Stiftung und der Diakonie-Stiftung Oldenburger Land.

Alle Titel der CD sind als mp3-Dateien hinterlegt und können auf der Website des Kinderschutz-Zentrums unter »Projekte« kostenlos heruntergeladen werden. Auch das Booklet ist in Kürze an dieser Stelle als pdf-Datei zu haben. »Künstler aus der Region haben ohne Honorar dafür gemalt und gezeichnet, es sind Kontaktadressen inkl. QR-Codes darin«, sagt Ben Haller.

Wer es lieber herkömmlich mag, kann die CD auch beim Kinderschutz-Zentrum bekommen, das sich über eine kleine Spende als Gegenleistung freut.

Kinderschutz-Zentrum Oldenburg
Friederikenstr. 3
26135 Oldenburg
Tel. 0441-1 77 88
info@kinderschutz-ol.de
www.kinderschutz-ol.de
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Trauerland bekommt 7000 Euro aus Verden

15.05.2015 15:34 Uhr
Über eine Spende von 7000 Euro freuen sich Trauerland-Gründerin Beate Alefeld-Gerges sowie Hille Ballin und Carolin de Witt (v. r.). Mitgebracht hat diese Summe Willy Hilling ,Geschäftsführer der Feuerbestattungen Verden r. V.

»Personen, die sich für eine Feuerbestattung entscheiden, können bestimmen, dass wertvolle Metalle aus Zahngold, nicht abgelegten Ringen oder Implantaten nach der Verbrennung für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stehen«, erklärt Hilling.

Die im vergangenen Jahr auf diese Weise zusammengekommene Summe rundete »Feuerbestattungen Verden r. V.« auf 42.000 Euro auf und verteilte sie in der Region. »Wir kooperieren mit über 100 Bestattungsunternehmen in einem Umkreis von 80 km und mehr um Verden herum, und in diesen Bereich gehen auch die Spenden. Den Schwerpunkt haben wir dabei dem Thema Flüchtlinge gewidmet, aber auch Trauerland e. V. gehört zu den begünstigten Einrichtungen«, so Hilling.

Der gemeinnützige, rein spendenfinanzierte Verein »Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.« begleitet seit 1999 trauernde Mädchen und Jungen auf ihren individuellen Trauerwegen. Bei allen ist ein Mensch im nahen Umfeld gestorben. Trauerland bietet den Betroffenen umfassende Hilfe für ihren Trauerprozess an. Das niederschwellige Angebot kann von den Kindern und ihren Familien kostenfrei genutzt werden. Es umfasst Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen.
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Über Spaß zum Erfolg

13.05.2015 18:03 Uhr

Begleitung von Mentoren fördert soziale Integration von Kindern

von Carsten Lienemann

Jessica Pfeiffer und Melanie Inselmann sind Lehramtsstudentinnen an der Carl von Ossietzky Universität. Genau wie derzeit 14 weitere Oldenburger Studierende treffen sie sich außerdem mindestens ein Jahr lang einmal in der Woche für eine bis zwei Stunden mit einem Grundschulkind, das einer besonderen Unterstützung bedarf. Aber nicht zum Lernen oder für Nachhilfe, sondern zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Erstaunlich nur für Nichteingeweihte: Die Kinder profitieren in vielfältiger Weise davon, auch und gerade in der Schule.

»Balu und Du« heißt das bundesweite Projekt, bei dem junge Erwachsene, meist Studierende wie Jessica Pfeiffer und Melanie Inselmann, als Mentorinnen und Mentoren engagiert sind. Die vorgeschriebene enge Begleitung der Mentoren durch eine betreuende Einrichtung wird in Oldenburg vom Kinderschutz-Zentrum geleistet.

»Wir sind froh und dankbar, dass wir dieses Projekt seit dem Start 2008 hier vor Ort koordinieren dürfen«, sagt Mareike van't Zet, Leiterin des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg. »15-20 Kinder werden pro Jahr von Studierenden begleitet. Dank klarer Regeln, die für den Erfolg wichtig sind, haben die Kinder Zugang zu besserer Bildung, die langfristige Auswirkungen bis hin zu höherer Lebenserwartung haben«, so van't Zet.

Petra Klarmann ebenfalls vom Kinderschutz-Zentrum, ist die Koordinatorin des Projektes. Ihr werden von den Grundschullehrkräften die Kinder vorgeschlagen, die »Moglis« werden sollen, also einer besonderen Zuwendung bedürfen. Mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen stellt sie diese von ihr selbst so bezeichneten »Zwangsfreundschaften« zusammen. »Manchmal klappt es sofort, manchmal braucht es ein bisschen Zeit, bis Balu und Mogli aneinander gewöhnt haben«, so Klarmann. In den regelmäßigen Intervisionsgesprächen tauschten die Mentorinnen Erfahrungen aus und gäben sich gegenseitig Tipps und Hilfen für den Umgang mit ihren Moglis.

Dominik Esch, Geschäftsführer des Projektes »Balu und Du« Deutschland, betont die besondere Zusammensetzung in Oldenburg: »Die Universität ist nicht nur Quelle für die Balus, dort werden auch die Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet. Das Kinderschutz-Zentrum bildet die Gespanne und begleitet die jungen Erwachsenen, und der Präventionsrat Oldenburg unterstützt das Projekt von Beginn an ideell und finanziell.« Die Studierenden verpflichteten sich zunächst für ein Jahr, es werde aber versucht, die Treffen der Balus und ihrer Moglis weiterhin zu ermöglichen. »Ein ganz wichtiges Signal für die Grundschüler ist, dass ihnen das Gefühl gegeben wird, es ist jemand nur für mich da und widmet mir seine ungeteilte Aufmerksamkeit«, so Esch.

Die wissenschaftliche Auswertung zeigt, dass diese scheinbar sinnfreie Freizeitgestaltung wirkt. »Obwohl die Gespanne nicht miteinander lernen, werden nicht nur die schulischen Leistungen der Moglis besser, auch ihre Lernmotivation steigt erheblich. Dazu verbessert sich ihr seelisches und ganz besonders ihr körperliches Wohlbefinden«, erklärt Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg, Erfinderin des Projekts »Balu und Du«. Auch auf Seiten der Mentorinnen und Mentoren seien zahlreiche positive Effekte zu verzeichnen. »Letztlich profitieren alle Beteiligten, die Moglis, die Balus und auch die Gesellschaft. Es ist eine Win-win-win-Situation«. Eine aktuelle, sehr detaillierte Studie, die mit vielen Daten und Zahlen auch zur so genannten Sozialrendite den Erfolg des Projektes belegt, findet sich unter http://www.benckiser-stiftung.org/blog/wp-content/uploads/2015/02/SROI-Bericht-BuD-final-17Feb2015.pdf.

»Der Präventionsrat Oldenburg (PRO) zählt ›Balu und Du‹ neben den Schülerstreitschlichtern zu den Leuchtturmprojekten, die wir immer wieder gerne beispielhaft anführen«, sagt Richard-B. von Busse, Vorsitzender des Fördervereins. So war es für den PRO auch keine Frage, einer nun anstehenden Fortsetzung der finanziellen Unterstützung zuzustimmen. »Bei diesem Projekt gibt es im Vorstand keinerlei Diskussion«, so von Busse.
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Wildniswochenende für Mädchen

05.05.2015 07:00 Uhr

Der Mädchentreff, Cloppenburger Str. 35, bietet von Freitag, 29. 5. bis Sonntag, 31. 5. unter dem Motto „Mädchen – ab in die Wildnis“ ein abenteuerliches Wochenende für Mädchen von 10-14 Jahren an.

Mit Zug und Fahrrad fahren alle zusammen nach Ostrittrum zu einem kleinen Haus im Wald an der Hunte. Übernachtet wird nach Wunsch im Haus oder in Zelten.
Die Mahlzeiten bereiten alle gemeinsam zu.

Schnitzen am großen Lagerfeuer, Kunstwerke aus Naturmaterial und eine spannende Nachtwanderung im Wald gehören unter anderem zum Programm.

Die Kosten betragen je nach finanziellen Möglichkeiten 30–50 Euro. Nähere Information und Anmeldung im Mädchentreff bei Barbara Haff, Tel.: 61422, Email: treff@maedchenhaus-oldenburg.de
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Kunst_Macher: Kinder stellen aus

27.04.2015 16:43 Uhr

Museen erkunden und zu Originalen eigene Werke erschaffen

Zwölf Schülerinnen und Schüler der Katholischen Grundschule Eversten haben am Donnerstag, 23. April, ihre Ausstellung »Kunst_Macher« in den Atelierräumen der städtischen Museumspädagogik vorgestellt. Die Kinder haben von Oktober 2014 bis März 2015 im Rahmen der »Förderung besonderer Begabungen« das Stadtmuseum Oldenburg und das Horst-Janssen-Museum erkundet und eigene künstlerische Arbeiten entworfen. So entstanden zu den Sonderausstellungen »Crossover« und »Beuys ohne Hut« Reliefe und Collagen sowie Malereien zu den Schätzen des Stadtmuseums. Unterstützt wurden die Schüler dabei von der Lehrerin Ellen Siemann und der Kunstvermittlerin Heike Seiferth.

Einmal pro Monat erkundeten die Schüler die Museen, verbunden mit eigener künstlerischer Praxis. Die Kinder arbeiteten von der Kunst aus, das heißt, Ausgangspunkt waren immer Originalwerke im Museum oder eine bestimmte künstlerische Technik, die es auszuprobieren galt. »Durch den Austausch untereinander und mit der Kunstpädagogin Heike Seiferth sollen die Kinder Selbstbewusstsein für ihre künstlerische Praxis entwickeln«, erklärt Museumspädagogin Sandrine Teuber und führt näher aus: »Sie lernten Originale genau zu betrachten und zu hinterfragen und auch ihre künstlerische Tätigkeit zu reflektieren. Für uns bedeutet diese längerfristige Arbeit mit den Kindern auch immer eine Bindung an die Oldenburger Museen. Wir möchten offene Häuser sein. Wer uns schon als Kind kennenlernt, kommt auch später gerne wieder.«

Die Werke der »Kunst_Macher« sind noch bis zum 17. Mai in den Räumen der Museumspädagogik in der Raiffeisenstraße 25 zu sehen.
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Flohmarkt für Kinderartikel in der Freizeitstätte Ofenerdiek

23.04.2015 17:33 Uhr
Am Sonntag, 26. April, findet zwischen 11 und 16 Uhr im Außenbereich der Freizeitstätte Ofenerdiek, Lagerstraße 34, wieder ein Frühjahrs-Flohmarkt statt. Schnäppchenjäger für Kinder- und Jugendartikel können hier Beute machen. Verkauft wird alles für Kinder und Jugendliche – Bekleidung, Bücher, Spielwaren und vieles mehr. Wie bei den Flohmärkten üblich gibt es Kaffee, Kuchen, kalte Getränke und diesmal Bratwürste zur Stärkung. Außerdem sind die Kinderräume geöffnet.

Auch kurzentschlossene Verkäufer sind herzlich willkommen und können ihre Stände ab 10 Uhr aufbauen. Die Standgebühr beträgt pro Tapeziertischmaß 2,50 Euro. Alternativ oder zusätzlich können die Teilnehmenden Kuchen für den Verkauf in der Cafeteria zur Verfügung stellen. Der Flohmarkt wird gemeinsam vom Förderverein der Freizeitstätte Ofenerdiek e. V. und der Freizeitstätte Ofenerdiek veranstaltet. Die Erlöse aus Standgebühren und Kuchenverkauf gehen an den Förderverein. Weitere Informationen gibt es bei der Freizeitstätte Ofenerdiek unter Telefon 0441 601950.
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Notfamilien und Pflegeeltern gesucht

26.02.2015 15:59 Uhr

Wenn Kindern ein Zuhause fehlt: Infoabend

Der Pflegekinderdienst der Stadt Oldenburg sucht qualifizierte Familien, die Kinder vorübergehend oder auf Dauer bei sich aufnehmen. Wer Freude am Zusammenleben mit Kindern hat und sich für ein Pflegekind engagieren möchte, wird im Team Familienanaloge Hilfen gern beraten. „Pflege- und Bereitschaftsfamilien leisten für Kinder und die Gesellschaft einen unschätzbaren Dienst. Es ist immer wieder beeindruckend, wie sich Kinder in Pflegefamilien entwickeln. Pflegeeltern erleben die Begleitung eines Pflegekindes als große Bereicherung für die ganze Familie, die immer wieder auch neue Herausforderungen mit sich bringt“, sagt Bereichsleiterin Meike Bruns. „Eine gute Beratung und Unterstützung durch den Pflegekinderdienst ist daher unerlässlich“, so Bruns weiter.

Damit jedes Kind eine Familie erhält, die es seinen Bedürfnissen entsprechend unterstützt, gibt es unterschiedliche Formen der Betreuung:

- Bereitschaftsfamilien geben 0 bis 10jährigen Kindern aus Notsituationen ein Zuhause für bis zu sechs Monate.
- Pflegefamilien nehmen Kinder auf, die für längere Zeit oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können.
- Sonderpädagogische Pflegefamilien verbinden Beruf und Familie. Ein Elternteil hat eine pädagogische Berufsqualifikation.

Ein Informationsabend am Mittwoch, 4. März, gibt allen Interessierten einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, einem Kind ein Zuhause zu geben. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Anmeldung unter Telefon 0441 235 3653.

Weitere Informationen unter www.oldenburg.de/bereitschaftsbetreuung und
www.oldenburg.de/pflegekinderdienst.
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»Was ist nur los mit der Königin?«

26.02.2015 15:53 Uhr

Kindermusiktheatergruppe der Musikschule der Stadt Oldenburg feiert Premiere

Die Kindermusiktheatergruppe der Musikschule der Stadt Oldenburg feiert die Premiere eines selbst entwickelten Musicals. Das Stück mit dem Titel „Was ist nur los mit der Königin?“ ist unter der Leitung von Natalie König und Ralf Selmer entstanden. Es wird am Samstag, 14. März, 10.30 Uhr, und am Sonntag, 15. März, 16.15 Uhr, in der Oberschule Ofenerdiek, Lagerstraße 32, aufgeführt und dauert circa 60 Minuten. Das Musical richtet sich an Kinder von 5 bis 12 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Das Musical nimmt auf eine musikalische Reise durch eine fantastische Welt mit, in der die Musik gefährdet ist. Denn die Musikkönigin kann keine Musik mehr in die Welt zaubern. Die musikbegeisterten Kinder müssen der Musikkönigin helfen, um dadurch auch die Musik zu retten. Auf ihrer Reise zum Schloss der Königin begegnen die Kinder sonderbaren Wesen und mysteriösen Zugschaffnern und erfahren, wie wichtig Zusammenhalt ist. Die 20 Kinder der Musiktheaterwerkstatt Theatrix der Musikschule der Stadt Oldenburg haben auch dieses Stück wieder aus Improvisationen entwickelt. Begleitet wird das Musiktheaterspektakel von der Theatrix-Band und sorgt mit viel Musik und abwechslungsreichen Liedern für Spaß und Spannung.
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Spaß und Artistik in den Sommerferien

24.02.2015 18:19 Uhr

Johanniter und Stadt Oldenburg stellen Lilalu vor - Oberbürgermeister übernimmt Schirmherrschaft

Lilalu kommt nach Oldenburg. Das Ferienprogramm der Johanniter gastiert nach Städten wie München, Heidelberg, Dortmund und Ingolstadt nun erstmals in Norddeutschland. Von 10. bis 14. August bietet Lilalu verschiedene ganztagsbetreute Workshops für Kinder und Jugendliche an. Zur Auswahl stehen unter anderem Akrobatik, Ballett, Breakdance & HipHop, Bewegungsförderung in Tierkostümen für die Jüngsten, Clownerie, Luftartistik, Parkour, Slackline, Stunt-Action und Vertikaltuchartistik. Insgesamt sind fast 50 Workshops im Angebot, die Betreuungszeit ist flexibel und reicht von 7 bis 20 Uhr. "Wir stellen uns da ganz auf den Bedarf vor allem berufstätiger Eltern ein", betont Anna Seliger. Die Pädagogin hat Lilalu entwickelt und in München erstmals realisiert. Auch heute noch ist sie für das Projekt verantwortlich. "Das wir jetzt erstmals in Norddeutschland gastieren und dann auch noch in Oldenburg freut mich ganz besonders", sagt sie. Seliger stammt gebürtig aus Sandhatten.

Das Besondere an Lilalu sei der Betreuungsschlüssel mit einem Betreuer auf sechs bis acht Kinder, je nach Alter. "Lilalu ist nicht als klassisches Ferienprogramm zu verstehen, sondern als Bildungs- und Erziehungsangebot. Wir arbeiten dabei mit Kindern aus ganz unterschiedlichen sozialen Schichten", erklärt Seliger. Deshalb engagiert sich auch die Stadt Oldenburg. "Oldenburg hat eine lange Tradition des Kinderzirkus, die durch Lilalu wunderbar ergänzt wird", sagt Schirmherr Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. "Wir wollen aber, dass es sich auch Leute leisten können, die finanziell nicht so gut gestellt sind." Deshalb biete der Fachdienst Jugend ermäßigte Karten an, die gegen Nachweis beantragt werden können. Ingo Krüger ist Ferienpassbeauftragter im Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit. Für ihn ist Lilalu eine Ergänzung zum bestehenden Ferienprogramm. "Uns freut sehr, dass auch soziale Kompetenzen gelehrt werden."

"Wir waren von Anfang an begeistert", sagt auch Wilfried Barysch, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe in Weser-Ems. Nach der Vorstellung des Konzeptes durch Anna Seliger haben er und Stephan Siemer, Dienststellenleiter des Ortsverbandes Oldenburg, gar nicht lange überlegt. "Wir haben gleich gesagt, das machen wir." Er sei überzeugt, dass das Projekt ein Erfolg werde.

Die Lilalu-Sommer-Workshops finden statt vom 10. bis 14. August 2015 täglich von 9 bis 16 Uhr in der Turnhalle des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung Oldenburg, Straßburger Straße 2. Als Service für berufstätige Eltern bietet Lilalu von 7 bis 9 Uhr morgens eine kostenlose pädagogische Betreuung an. Von 16 bis 18 Uhr kann zusätzlich die kostenpflichtige Plusbetreuung gebucht werden. Das Training leiten erfahrene Artisten, Künstler und Sportler. Am Ende der Workshop-Woche zeigen die jungen Künstlerinnen und Künstler, was sie alles gelernt haben: Professionell kostümiert und geschminkt treten sie in einer öffentlichen Show auf.

Die Karten für die fünftägigen Workshops kosten 135 Euro. Die Plusbetreuung am Nachmittag kostet 30 Euro extra und kann auch Wunsch auch noch vor Ort gebucht werden (Preise jeweils zuzüglich Vorverkaufs- und Systemgebühren). Der Vorverkauf für Lilalu in Oldenburg startet am Samstag, 28. Februar, bei ProTicket, www.proticket.de, Telefon 0231 9172290. Ausführliche Informationen zum Lilalu-Programm in Oldenburg gibt es unter www.lilalu.org.

Damit alle Oldenburger Kinder und Jugendlichen an dem Ferienprogramm teilnehmen können, gibt es für Oldenburger Teilnehmer aus einkommensschwachen Familien (mit und ohne Migrationshintergrund) ein Kontingent an ermäßigten Workshop-Plätzen. Für die Anmeldung ist ein entsprechender Nachweis erforderlich (z. B. aktueller Bescheid ALGII, Wohngeld). Je Workshop-Platz ist ein Eigenanteil von 25 Euro zu bezahlen. Weitere Informationen unter Telefon 0441 235-3170 und 235-3174.
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Jugend musiziert im Kulturzentrum PFL

20.01.2015 07:00 Uhr

Regionalwettbewerb für Oldenburg und die Region am 24. Januar


Große Bühne für den musikalischen Nachwuchs: Zum 52. Mal wird der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ am Samstag, 24. Januar, ganztägig in Oldenburg im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, ausgetragen.
Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden im Zeitraum von 9.30 bis 18 Uhr statt.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und das Wertungsprogramm gibt es unter www.oldenburg.de/musikschule.

Über 60 Kinder und Jugendliche aus Oldenburg, Wilhelmshaven und den Landkreisen Friesland, Ammerland und Wesermarsch treten dieses Jahr in den Kategorien Blasinstrumente solo, Gitarre solo, Klavier vierhändig, Duo Klavier und ein Streichinstrument sowie Schlagzeugensemble an.
Die Gewinner des Wettbewerbs präsentieren ihr Können beim festlichen Preisträgerkonzert am Sonntag, 15. Februar, um 11.15 Uhr im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters.
Eintrittskarten für das Preisträgerkonzert gibt es zum Einheitspreis von 3 Euro bei der Theaterkasse, Telefon 0441 2225-111.

„Die Teilnahme am Wettbewerb ist für die Kinder und Jugendlichen eine große Herausforderung. Wie in den vergangenen Jahren zeigt die stabil hohe Teilnehmerzahl die große Motivation junger Musiker aus der Region“, sagt Heinz Gassenmeier, Vorsitzender des Regionalausschusses. In den Vorjahren erzielten Teilnehmer des Oldenburger Regionalwettbewerbs viele herausragende Leistungen, denn weitergeleitete Teilnehmer unseres Regionalwettbewerbs finden sich regelmäßig auch auf den vorderen Plätzen auf Landes- und Bundesebene des dreistufigen Wettbewerbs.

Im Fokus stehen aber nicht nur die Leistungsträger, denn der Regionalwettbewerb hat einen klaren pädagogischen Auftrag. Gassenmeier: „Sinn des Wettbewerbs ist, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem Programm zu beschäftigen und sich dadurch am Instrument weiterzuentwickeln. Daneben bietet Jugend musiziert auch ein Forum für den Austausch unter jungen Musikern. Und in den Beratungsgesprächen geben die Juroren wertvolle Tipps für die weitere musikalische Entwicklung.“

Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ wird gefördert und finanziert von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), von der Oldenburgischen Landschaft und den beteiligten Kommunen.
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Kooperation
ermöglicht deutsch-polnische Bilderbuchkinos

12.01.2015 06:00 Uhr

Kinderbibliothek am PFL: Erster Termin am 28. Januar


Die Stadtbibliothek Oldenburg hat gemeinsam mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Oldenburg e.V. (DPG) ein neues Projekt ins Leben gerufen.
Im Jahr 2015 wird vier Mal ein deutsch-polnisches Bilderbuchkino „Polsko-niemieckie kino obrazkowe“ in der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, vorgeführt. „Bereits seit 30 Jahren gibt es die DPG Oldenburg. Mit verschiedenen deutsch-polnischen Projekten wird die polnische Kultur näher gebracht und die Integration der in Oldenburg lebenden Polen erleichtert. Unter anderem organisiert die Gesellschaft zweisprachige Mitmachlesungen, Familientreffen sowie zweisprachige Spiel- und Krabbelgruppen“, erzählt die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Oldenburg e.V. Agnieszka Adamczak-Waschow.

„Leseförderung, vor allem im zweisprachigen Bereich, ist uns ein großes Anliegen und darum freuen wir uns auf viele kleine und große Besucherinnen und Besucher“, berichtet Anne Düser, stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek Oldenburg. „Diese können ab sofort auch Bilderbücher in verschiedenen Sprachen ausleihen, unter anderem auf Polnisch, Türkisch, Russisch und Arabisch.“ Beim Bilderbuchkino werden die Bilder auf einer Leinwand gezeigt – fast wie im Kino. Die Geschichte wird abwechselnd auf Deutsch und Polnisch vorgelesen. „Auch Kinder, die die polnische Sprache nicht verstehen, werden der Geschichte trotzdem mit Spannung folgen können“, verspricht Marianne Reudink, Leiterin der Kinderbibliothek am PFL.

„Ich freue mich über diese neue Kooperation“, sagt die Integrationsbeauftrage der Stadt Oldenburg, Dr. Ayça Polat. „Eltern und Kinder erfahren so ganz anschaulich, dass zweisprachiges Vorlesen in den Familien sehr wichtig ist.“

Das erste zweisprachige Bilderbuchkino für Kinder ab vier Jahren findet am Mittwoch, 28. Januar, um 15.30 Uhr statt.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Es wird das Bilderbuch von Astrid Lindgren „Komm, Madita, es schneit“ – Partz, Madika, pada śnieg!“ vorgelesen.
Anschließend wird noch eine Kleinigkeit gebastelt.
Die Veranstaltung dauert insgesamt circa 60 Minuten und ist kostenfrei.
Die nächsten Termine sind: 22. April, 24. Juni und 25. November 2015.
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Kuschelfaktor entscheidend

12.12.2014 08:04 Uhr

Kinder und Jugendliche gestalten Kiola-Maskottchen zum Knuddeln

von Frerk Hinrichs

Anfang September hatte Kiola zum Wettbewerb für ein Maskottchen aufgerufen. Jetzt hat die Jury aus Melanie Jacob (v.li.), Jürgen Westerhoff (NWZ), Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Kiola-Vorsitzende Ute Dorczok und Künstler Klaus Beilstein das Kiola-Maskottchen ausgesucht.

Ein buntes Fell, Ohren mit Glitzer und ein gemütlicher dicker Bauch zeichnet die Figur mit einem bunten Chamälion-Schwanz aus. Jerome (10. Klasse) und Laura (12. Klasse) von der Schule an der Kleiststraße haben das Kiola nicht nur entworfen, sondern auch gleich ein Modell genäht. Zuletzt war der Kuschelfaktor ausschlaggebend für die Wahl dieses Entwurfes. Bei einer vergrößerten Umsetzung eignet sich das ungewöhnliche Wesen aus verschiedensten Materialen gut zum Knuddeln und Kuscheln.

Jürgen Westerhoff kann sich die Figur auch als Kostüm vorstellen, in dem eine Person für Kiola Werbung läuft. Die beiden Jugendlichen habe die Ausschreibung in ganz eigenständiger Weise umgesetzt lobte die Jury. Erbeten hatte Kiola ein Geschöpf, das für das Leben der künftigen Besucher des Kiola-Hauses steht: Nicht ganz perfekt aber liebenswert.

Im Kiola-Haus werden Kinder und Jugendliche mit Behinderungen wohnen können, wenn sie nicht Zuhause sind. Wegen ihrer Beeinträchtigung brauchen sie täglich Unterstützung und Pflege. Die Lebensfreude leidet darunter aber nicht. Ein bisschen schräg, vielleicht auch unvollständig, solle die Figur auch Gefühle wecken, hatte sich Kiola gewünscht. Herausgekommen ist eine sympathische Figur, fröhlich und ein bisschen frech. Die Gewinner des Wettwerbs haben eine Tagesfahrt zur Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ nach Hamburg gewonnen. In der Ausstellung wird das Leben von Blinden für Sehende Besucher erfahrbar.
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Lob von allen Seiten

17.11.2014 21:57 Uhr

Fachtag zieht Bilanz zum MUT-Projekt

von Carsten Lienemann und Edda Hayen

Mit einem »Fachtag zum Austausch über Konzeption, Prozesse, Erfahrungen und Ergebnisse des Oldenburger Modellprojektes ›Migration und Theater‹ (MUT)« wurde nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit Bilanz gezogen. Hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus waren am Freitag, 14. November in das Internationale Jugendprojektehaus an der Schlieffenstraße gekommen, um Vorträge zu hören und Erfahrungen auszutauschen.

Sieben Kinder- und Jugendtheatergruppen in fünf Stadtteilen hatten sich über drei Jahre hinweg mit Migration beschäftigt. Allerdings stand das Thema nicht plakativ im Vordergrund, die Jugendlichen haben sich vielmehr in jedem der drei Jahre einen Aspekt herausgegriffen, der alle Spielerinnen und Spieler angeht: Was bedeutet es, sich auf den Weg zu machen? Wie ist es, unterwegs und auf der Suche zu sein? Was ist »ankommen«?

Schon die Grußworte waren voll des Lobes: Heike Fliess vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bezeichnete das MUT-Projekt als »Pionierarbeit mit hohem Innovationsgrad für nachhaltige Wirkung«. Die Einbindung heterogener Gruppen sei in den verschiedenen Stadtteilen gut gelungen. Mehrere Auszeichnungen, darunter der Sonderpreis Sprachförderung der Kutscheit-Stiftung, sprächen für sich.

Daniela Koß von der Stiftung Niedersachsen konnte krankheitsbedingt nicht selbst sprechen, ihr Grußwort verlas Ute Bommersheim vom Blauschimmel-Atelier. Koß hob die Begegnung der Kulturen auf der Bühne und die Möglichkeit für die Jugendlichen, ihre Stücke selbst zu gestalten, besonders hervor.

»Um eine Sache zu verstehen, muss man sie aus mindestens drei Perspektiven betrachten.« Mit diesem Leonardo da Vinci zugeschriebenen Zitat kündigte Moderator Uwe Fischer drei Vorträge an, die eben das leisten sollten: das MUT-Projekt aus drei Richtungen betrachten.

Als Politiker sieht der SPD-Landtagsabgeordnete Ulf Prange kaum einen besseren Zugang zur Integration. »Alle Sinne werden angesprochen, das Theater vereint viele künstlerische Sparten und bringt Menschen verschiedener Kulturen zusammen.«

Aus wissenschaftlicher Perspektive warf Prof. Rudolf Leiprecht einen Blick auf die vergangenen drei Jahre. »Menschen mit Migrationshintergrund sind bald in der Mehrheit«, so Leiprecht. Um so wichtiger sei es, dass sich entsprechend viele von Ihnen im Bildungssystem wiederfinden. »In Projekten wie ›MUT‹ holen sie sich das notwendige Selbstbewusstsein, um auch in Schule und Studium erfolgreich zu sein.«

Für die Pädagogik sprach Prokjektleiter Jörg Kowollik. Er schilderte den Aufbau des Netzwerkes, das die Kinder- und Jugendtheatergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit bilden und aus dem das MUT-Projekt entstanden ist. Er sprach über Konzepte und Kalkulationen, gute Unterstützung durch Kulturamt und Rat der Stadt, aber vor allem darüber, wie es gelungen war, die Migration bei der Erarbeitung der Stücke in den Hintergrund zu verschieben und es trotzdem zum Hauptthema zu machen.

Quasi als Zugabe folgten zwei weitere Perspektiven. Selbst die für ihren kritischen Blick bekannte Farah Melter fand bei »MUT« kein Haar in der Suppe und kündigte gar an, es als positives Beispiel anzuführen. Christiane Cordes, Leiterin des Kulturamtes, begründete ausführlich, was der Stadt an diesem Projekt liegt und warum sie es so tatkräftig unterstützt hat.

Endlich kam auch die Zielgruppe zu Wort, vertreten durch Aycin Akbayir, die selbst in der Gruppe Rollentausch gespielt hat. Sie brachte es sehr kompakt und verständlich auf den Punkt: »Migration? Die haben wir doch immer im Kopf, aber gleichzeitig haben wir alle unsere persönlichen Probleme. Wir haben Stücke entwickelt, dabei andere Kulturen kennen gelernt und Selbstvertrauen gewonnen. Ich habe dabei auch mein Interesse für Mediengestaltung entdeckt und eine Ausbildung in dieser Richtung begonnen.« Aycin Akbayir hat außerdem eine Kindertheatergruppe mit geleitet und an internationalen Austauschtreffen teilgenommen. In der anschließenden Podiumsrunde betonte sie nochmal, ihr sei »bis heute nicht klar gewesen, dass das MUT-Projekt derartig viele Aspekte hat. Wir haben einfach nur Theater gemacht«.

Was ist das wichtigste Ergebnis des dreijährigen Projektes? Für die Integrationsbeauftragte Ayça Polat ist es die Möglichkeit, Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen zusammenzubringen. »Hier können Jugendliche, die auf anderen Gebieten ›versagt‹ haben, eine wichtige Rolle spielen und Selbstvertrauen erlangen«, so Polat. Für den Politiker Ulf Prange ist das entstandene Netzwerk wertvoller als die Summe seiner Bestandteile. Das Dauerhafte, die Möglichkeit, auf neuen Gebieten etwas zu erreichen, die Qualifizierung sind weitere Punkte. Theaterpädagoge Jörg Kowollik hält die Nachhaltigkeit und die Verstetigung für besonders wichtig.

Die vielen Jugendlichen, die in über 100 Aufführungen mitwirkten, haben ganz nebenbei auch rund 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht, von denen manche ansonsten keinen Bezug zum Theater haben. Und weil es nur wenig Anlass zu Kritik gab, ist eine von allen Seiten gewünschte Fortsetzung vorgesehen. »MUT plus« soll das Projekt heißen, und dabei wird das »M« nicht für Migration stehen.
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10 Jahre Schulbücherei am Staakenweg

22.10.2014 19:55 Uhr

Lesung mit Kinderbuchautorin Usch Luhn

von Carsten Lienemann

Einer Grundschulbücherei kann eigentlich nichts besseres passieren, als zum zehnjährigen Bestehen eine Autorenlesung geschenkt zu bekommen. Wie es der Zufall wollte, feierte der Ravensburger Verlag auch gerade ein Jubiläum: 30 Jahre Leserabe - Lesespaß für Erstleser. Bei dem Schaufenster-Wettbewerb, der aus diesem Anlass stattfand, hat die Buchhandlung Bültmann und Gerriets eine von drei Lesungen gewonnen.

Dank der langjährigen Geschäftsbeziehungen zu Claudia Bode, die die Schulbücherei der Grundschule Staakenweg leitet, war der Veranstaltungsort schnell gefunden. Und weil eine Lesung mit großer Nähe zum Publikum leider nicht im großen Saal mit allen 380 Schülerinnen und Schülern funktioniert, hatte sich die Schule einen Wettbewerb ausgedacht. »Wie viele Bücher haben wir in der Bibliothek?« war die Aufgabe, die es zu lösen galt. Die beiden Klassen, die der richtigen Zahl am nächsten kamen, durften am Dienstag, 21. Oktober 2014, die Kinder- und Jugendbuchautorin Usch Luhn sehen und hören, für die anderen Klassen gab es zeitgleich Buchkino.

Eine ganze Stunde Zeit hatte Usch Luhn sich genommen, um aus ihrem Buch »Hier kommt die Sternenhof-Bande« aus der Reihe »Die frechen Vier« vorzulesen. Aber »vorlesen« trifft es eigentlich nicht. Vielmehr spielte die Autorin ihre Figuren, sie passte ihnen ihre Stimme an, schnitt Grimassen, kommentierte das Geschehen und erweckte die Geschichte zum Leben. Vor allem aber band sie immer wieder die Kinder mit ein, fragte sie nach ihren Einschätzungen der Lage oder wie es weiter gehen könnte und bekam manche originelle Antwort. Auf diese Weise gelang es ihr, den Spannungsbogen bei allen über die gesamte Stunde zu halten – naja, bei fast allen.

Usch Luhn schreibt seit rund 15 Jahren und hat mehr als 60 Bücher in verschiedenen Verlagen veröffentlicht. »Die Ideen für neue Geschichten kommen unentwegt«, sagt sie. »Lesungen wie diese inspirieren mich, die Orte, die Erzählungen der Kinder.« Auf 500 bis 800 Lesungen im Jahr kommt sie, »oft natürlich mehrere an einem Vormittag, sonst ginge das ja gar nicht«. Bleibt die Frage, woher sie die Zeit zum Schreiben nimmt. »Das ist ganz einfach«, sagt Usch Luhn, »ich schreibe zwischendurch. Ich kann überall und immer schreiben, wenn es passt, auch schon einmal zehn Stunden am Stück.«

Der Ravensburger Verlag, bei dem auch »Die frechen Vier« erschienen sind, hat ein Portrait über Usch Luhn veröffentlicht und ganz-oldenburg.de erlaubt, es hier einzubinden. Vielen Dank dafür.


Und wie viele Bücher stehen nun wirklich in der Schulbibliothek? »3857, plus die vier, die Frau Luhn uns gerade geschenkt hat« sagt die mit Recht stolze Claudia Bode. Sie leitet die Schulbücherei ehrenamtlich seit zehn Jahren, obwohl ihre Kinder die Grundschulzeit längst hinter sich haben. Unterstützt wird sie von einigen Müttern, und auch ein Vater ist dabei. Bode selbst ist zweimal wöchentlich in der Schule.

»Die Bücherei ist jeden Tag geöffnet, fast alle Kinder leihen regelmäßig Bücher aus«, so Bode. Im Stundenplan sind Lesezeiten vorgesehen, und Sachbücher würden für Referate genutzt. »Sehr gefragt ist zurzeit ›Das Magische Baumhaus‹ oder bei Jungen die ›Beast Quest‹-Reihe. Pferdebücher und bis vor kurzem auch ›Hexe Lilli‹ sind bei Mädchen sehr beliebt.«

500 Euro stehen Claudia Bode und ihren Helferinnen pro Jahr zur Verfügung, um neue Bücher kaufen zu können. Das ist nicht viel, darum kommen Spenden dazu: »Angehörige der Kinder können regelmäßig z. B. an Büchertischen Bücher im Namen eines Kindes kaufen. Diese Bücher bekommen dann einen Aufkleber mit dem Namen des Kindes, das es dann auch zuerst lesen darf, bevor es auch von anderen ausgeliehen werden kann.«

Das ist doch eine Idee, die Schule machen sollte.

Fotos: Edda Hayen, Carsten Lienemann

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Willi wollt's wissen - wie arbeitet Trauerland?

14.10.2014 21:23 Uhr

Round-Tabler übergeben Spendenscheck

Hoher Besuch bei Trauerland: Willi Weitzel, von Beruf neugierig für die ARD-Kindersendung »Willi will's wissen«, kam am Dienstag, 14. Oktober 2014, zum Tag der Offenen Tür und ließ sich alles genau erklären.

Weitere Besondere Gäste waren die Herren vom Round Table 14, die einmal mehr viel Geld gesammelt hatten. Während des Stadtfestes hatten sie Getränke verkauft und einen Reinerlös von 6000 Euro erzielt. Diese Summe wurde in Form eines Spendenschecks an Trauerland übergeben.

Bereits am Sonnabend, 18. Oktober, werden die Round Tabler wieder für Trauerland aktiv. Auf dem Julius-Mosen-Platz werden sie wieder die inzwischen schon traditionelle Fahrradputzstation einrichten.

Trauerland kümmert sich um trauernde Kinder und Jugendliche, die nahe Angehörige verloren haben. »Kinder trauern anders«, und sie bekommen bei Trauerland ausgiebig Gelegenheit, diese ihre Trauer auszuleben. Derzeit gibt es in Oldenburg drei Gruppen, die sich jeweils 14-täglich treffen.

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»Jedes Kind hat Rechte!«

21.09.2014 23:59 Uhr
In diesem Jahr feiert die UN-Kinderrechtskonvention über die Rechte des Kindes ihren 25. Geburtstag. Trotzdem gibt es auch in Deutschland noch immer Mängel in der Umsetzung, beispielsweise in der Koordinierung der Kinder- und Jugendpolitik oder hinsichtlich der Kinderarmut.

Andererseits aber auch ein besonderer Anlass zum Feiern. An dem Sonntag, der dem Weltkindertag am nächsten kommt, veranstaltet der Spielefant in jedem Jahr ein Spielfest auf dem Rathausmarkt und dem Schlossplatz, diesmal am 21. September.

Zahlreich wie immer, trotz der teils recht heftigen Schauer, hatten kleine und große Besucher viel Spaß beim Spielen, Toben, Basteln und Malen. Zusätzlich nutzten viele Oldenburger Einrichtungen und Vereine, die sich auch oder gar ausschließlich um die Belange von Kindern kümmern, wieder die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen.

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Grundschüler starten mit gesundem Frühstück

15.09.2014 17:25 Uhr

Aktion Bio-Brotbox erstmals auch in Oldenburg

von Carsten Lienemann

Am Sonnabend, 13. September 2014, erhielten die niedersächsischen Erstklässler ihre Schultüte. Für die rund 1400 ABC-Schützen der Oldenburger Grundschulen gab es am darauffolgenden Montag noch eine Zugabe: Sie bekamen die mit Brot, Obst und Gemüse gefüllte Bio-Brotbox für ein gesundes Pausenfrühstück.

Jedes Kind sollte täglich gesund frühstücken können, darin sind sich die Unterstützer und Paten der Aktion »Bio-Brotbox Oldenburg« einig. Organisiert vom Verein ProZept e. V. und zusammen mit dem Fachdienst Schule der Stadt Oldenburg packten sie für alle Schülerinnen und Schüler der neuen ersten Klassen Brotboxen, die dann an den 28 Oldenburger Grundschulen ausgegeben wurden.

Die Grundschulen konnten sich zuvor mit ihren Gesundheitskonzepten an dem Wettbewerb »Gesund und gut für die Umwelt« beteiligen. Am meisten überzeugt hatte dabei die Grundschule Ofenerdiek. Hier wird nicht nur täglich in den Klassen gemeinsam gefrühstückt, sondern es gibt außerdem z. B. jeden Mittwoch eine Müsli-Bar mit frischem Obst, Milch und Kakao kommen vom Biohof, Eltern werden über gesundes Frühstück informiert.

Damit hatten die Ofenerdieker den Hauptgewinn gezogen, die Erstklässler bekamen direkt aus den Händen von Cara Hartstock (VfL Oldenburg), Robin Smeulders (EWE-Baskets), Thorsten Tönnies (VfB Oldenburg) und den Blindfischen ihre Brotboxen. Die Blindfische präsentierten darüber hinaus ihr frisch aufgenommenes Brotbox-Lied und sehr zur Freude von Kindern und Erwachsenen auch noch einige weitere Stücke. Danach gab es dann endlich das erste gemeinsame Pausenfrühstück.

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Demokratie und Theater

08.09.2014 20:27 Uhr

Jugendliche aus sechs europäischen Ländern im Internationalen Jugendprojektehaus

von Carsten Lienemann

Welche Aussagen zu Kernbereichen der Demokratie lassen sich aus klassischen Theaterstücken ziehen? Diese Frage beschäftigt derzeit rund 60 Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren aus Lettland, Frankreich, Spanien, Slowenien, Kroatien und Deutschland. Unter dem Titel »Demo-Cracy« erarbeiten sie vom 2. bis zum 12. September im Internationalen Jugendprojektehaus des Vereins Jugendkulturarbeit Theaterszenen zu Teilaspekten der Demokratie.

»Als Basis dienen uns drei klassische Theaterstücke aus verschiedenen Ländern und Epochen«, erklärt Pia Schillinger, eine der Projektleiterinnen. »Eine der drei Gruppen arbeitet zum Frauenbild und mit ›Der Widerspenstigen Zähmung‹ als Anregung, die zweite zu Gleichschaltung und dem Beibehalten der eigenen Meinung mit Ionescos ›Die Nilpferde‹ als Grundlage und die dritte auf der Basis von ›Antigone‹ zu Moral und Macht.«

»Wir haben damit begonnen, mit allen zusammen über den Begriff der Demokratie zu diskutieren; anschließend werden in den Gruppen Bilder und Ideen zur szenischen Umsetzung entwickelt, wobei die klassischen Stücke die Inspirationen liefern sollen«, ergänzt Gina Schumm, ebenfalls vom Projektleitungsteam.

Zwei Aufführungen sind für Freitag, 12. September, um 10:00 und 12:00 Uhr vormittags im Jugendprojektehaus, Schlieffenstr. 9-11, vorgesehen. Gäste werden dazu Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs des Neuen Gymnasiums sein. Eine abendliche Aufführung wird es dieses Mal aus Zeitgründen leider nicht geben können, darum ist die Probe am Donnerstag, 11. September um 17:00 Uhr öffentlich.
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Jugendkulturarbeit e. V. feiert 4. Kindertheaterfestival

14.07.2014 07:28 Uhr

»PAEPP«, »KTB« und »KaKaO« zeigten noch einmal ihre aktuellen Stücke - Abschluss des MuT-Projektes

von Carsten Lienemann

Während die »Großen« jedes Jahr an den Oldenburger Jugendtheatertagen teilnehmen, treffen sich die Spielerinnen und Spieler der drei Kindertheatergruppen derJugendkulturarbeit immer kurz vor den Sommerferien zum vereinsinternen Kindertheaterfestival.

Den Anfang an diesem 10. Juli machte PAEPP aus Kreyenbrück mit dem Stück »Jetzt sind wird da!« Fluggäste aus allen Richtungen der Welt müssen mehrere Tage auf ihre Anschlussflüge warten und nutzen die Zeit, um sich gegenseitig von ihren Erlebnisse zu erzählen. Es folgte das Kindertheater Bloherfelde, das »Ein gefährliches Abenteuer« zeigte, in dem Nina wegen ihrer besonderen Gabe zusammen mit ihrer Freundin Ronja zu Livia gelockt wird, die die Weltherrschaft erlangen will. Zum Abschluss spielte das Kooperative Kindertheater Ohmstede (KaKaO) »Der Kleine Planet«, in dem Zoe und der Kleine Prinz vor Problemen stehen, die ihnen drei Geister ganz aus Versehen bereitet haben. Allen drei Stücken ist gemeinsam, dass der (selbstverständlich gute) Ausgang mit dem Erreichen eines Zieles verbunden ist, wie es sich für das dritte Jahr des MuT-Projektes gehört.

»Mit dieser regelmäßigen Veranstaltung, die heute zum vierten Mal stattfindet, wollten wir mehr Verbindung zwischen den Theatergruppen schaffen; der unmittelbare Anlass war das damals anstehende MuT-Projekt«, sagt der 1. Vorsitzende Jörg Kowollik.

Migration und Theater, abgekürzt MuT, so heißt das im letzten von drei Jahren laufende Projekt des Vereins Jugendkulturarbeit. Im ersten Jahr stand der Aufbruch über den Stücken der Kinder- und Jugendtheatergruppen, im zweiten Jahr waren sie unterwegs, nun, zum Abschluss, haben sie zur Landung angesetzt.

»Wir arbeiten zusammen mit Schulen und anderen Einrichtungen in den verschiedenen Stadtteilen und wollen allen Kindern und Jugendlichen, die Interesse haben, eine Bühne bieten«, so Kowollik. »Dabei kommen Spielerinnen und Spieler aus vielen Ländern und Kulturen zusammen, und unser Anliegen war, mit diesem MuT-Projekt einen Schwerpunkt mit gesellschaftlicher Relevanz in unserer Arbeit zu setzen und unter Theatergesichtspunkten zu behandeln«.

Die Folge sei, dass die Spielerinnen und Spieler über aktuelle politsche Themen diskutierten und dass man diese Diskussionen auch zulassen müsse, auch wenn sie gelegentlich wertvolle Probenzeit koste. Es sei aber ein wesentlicher Beitrag zur Bewusstseinsbildung und wecke auch beim Publikum neue Gedanken.

Nach drei erfolgreichen Jahren wird das MuT-Projekt beendet, das von vielen Einrichtungen und auch von der Stadt Oldenburg finanziell unterstützt und mehrfach prämiert wurde. »Zu Beginn haben wir den Integrationspreis für das Konzept erhalten, gegen Ende erhielten wir den Sonderpreis zur Sprachförderung von der Kutscheit-Stiftung, der uns bewusst machte, dass wir auch einen ganz erheblichen Teil zur Spracherziehung beitragen.«
Das Konzept soll in den nächsten Jahren in den Stadtteilgruppen fortgesetzt und um das große Thema Inklusion erweitert werden. »Alle sollen die Möglichkeit zum Theaterspielen erhalten«, sagt Jörg Kowollik und ist sich dabei des Spagates zwischen Pädagogik und Kunst ebenso bewusst wie der Schwierigkeit, wirklich allen Menschen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht zu werden.


Fotos: Edda Hayen und Carsten Lienemann

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Zoe und der Kleine Prinz, entlassene Piraten und ein kluger Narr

09.07.2014 08:00 Uhr

Das Kooperative Kindertheater Ohmstede spielt »Der Kleine Planet«


Weitere Aufführung:
Freitag, 11.07., 09:00 Uhr im Rahmen des "MUT-Kindertheaterfestivals".

Für die Schulveranstaltungen ( 9. Juli, 11.00-13.00 Uhr) können die Grundschulen noch Karten für ihre Schulklassen bekommen.


Der Kleine Prinz auf dem Kleinen Planeten hat ein Problem. »Drei Geister wollten dem Kleinen Prinzen helfen und auf seiner Insel Bäume pflanzen. Aber sie haben aus Versehen die falschen Samen genommen, und dann sind auf der Insel Affenbrotbäume gewachsen. Und im Stück geht es darum, dass der Kleine Prinz jemanden findet, der weiß, was man gegen diese Bäume tun kann«, erklärt Fabian, der den Kleinen Prinzen spielt. Denn die Affenbrotbäume wachsen rasend schnell und veranstalten außerdem einen fürchterlichen Lärm.

Auf der anderen Seite des Kleinen Planeten hat auch Zoe, gespielt von Paula, ein Problem. »Ich habe ein Haus gebaut, und da kommen Geister und werfen einen Ball auf mein Haus. Aber der Ball besteht aus ganz vielen Käfern, die fressen mein Haus auf, und ich muss losgehen und mir ein neues suchen.«

Beide treffen nacheinander den Weichensteller, der sie auf den richtigen Weg bringt, die Piratin, die ihnen Seemannsgarn erzählt, aber Arbeitskräfte überlässt, und schließlich treffen sie sich. Und dank des Narren der Königin erfahren sie, wie sie all ihre Probleme lösen können. Auch die drei Geister können dabei helfen, denn die Magie des Faulen Zauberers hält nur für fünf Tage, und sie verwandeln sich zurück in drei normale Kinder.

Angelehnt an die Geschichte des Kleinen Prinzen haben die Kinder des KaKaO zusammen mit Jannis Meyring (FSJ), Julie Crighton und Karol Czajkowski (beide Europäische Freiwillige) dieses Stück entwickelt. 14 Kinder aus der Theater-AG der Grundschule Ohmstede und zahlreiche weitere aus der AG Videoclip-Dancing sind in diesem Jahr an der Aufführung des Kooperativen Kindertheatern Ohmstede (KaKaO) beteiligt.

Wenn das Schlüsselproblem erkannt ist, sind auch die anderen Probleme schnell gelöst. Und wenn alle helfen, gewinnen auch alle dabei. So könnte die Moral der Geschichte aussehen. Falls jemand eine braucht.

Premiere: 3. Juli, 18:00 Uhr

Alle Aufführungen im Internationalen Jugendprojektehaus, Schlieffenstraße 9/11 (ehem. Donnerschweekaserne).
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Brückenbauerinnen in Fällen von Häuslicher Gewalt

04.07.2014 07:40 Uhr

Wie Kitas, Schulen und frei Jugendarbeit helfen können

von Carsten Lienemann

Zum zweiten Mal hatte der Arbeitskreis »Häusliche Gewalt« des Präventionsrates Oldenburg (PRO) am 2. Juli 2014 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema »Mädchen und Jungen als Zeugen häuslicher Gewalt« geladen. Referentin war diesmal Angela Könnecke vom Kinderschutzzentrum Oldenburg, die zu Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätten, Horte, Schulen und der freien Jugendarbeit sprach.

»Erst seit den 1990-er Jahren hat sich die Forschung damit beschäftigt, was es eigentlich mit Kindern macht, wenn sie Zeugen Häuslicher Gewalt werden«, sagt Angela Könnecke. Es ergab sich, dass Kinder zum einen fast alles mitbekommen, viel mehr, als die Eltern glauben, und zum anderen, dass die Zeugenschaft ebenso große seelische Schäden verursacht wie am eigenen Leib erlebte Gewalt. »Verleugnung und Geheimhaltung verschärfen die Situation.« Folgen wie Depressionen, Aggressivität, Ängste, geringes Selbstvertrauen, Bindungsstörungen etc. sind dabei sicher nicht überraschend. Weniger bekannt ist, wie Kinder die Eltern in ihren Rollen als Erzieher und Vorbilder wahrnehmen. »Die ›Opferposition‹ wird als Schwäche, die ›Gewaltposition‹ als Angst reduzierende Stärke erlebt«, so Könnecke. »Die Kinder verlieren den Respekt vor allem vor dem Gewaltopfer, in aller Regel die Mutter, weil sie ihnen keine Sicherheit mehr vermitteln kann.«

Könnecke appellierte an die Zuhörerinnen, genauer hinzuschauen, nachzufragen und auch das Gespräch mit den Eltern zu suchen, wenn sie bei Kindern entsprechende Symptome wahrnehmen. »Kinder brauchen Schutz und Sicherheit, Entlastung von Schuldgefühlen, gegebenenfalls auch Unterstützung von außen. Sie brauchen ein Netzwerk, das die Gewalt benennen kann, ohne das Kindeswohl zu gefährden und in dem die Zeugenschaft als genau so folgenschwer anerkannt ist wie die selbst erfahrene Gewalt.« Ganz wichtig sei aber auch die Erlaubnis und die Wertschätzung ambivalenter Gefühle. »Holen Sie sich Hilfe und Beratung bei einer der Organisationen aus dem breit aufgestellten Netzwerk in Oldenburg, bauen Sie Brücken.«

Im Anschluss stellten Vertreterinnen aus dem Hilfenetzwerk ihre Einrichtungen vor, darunter das Autonome Frauenhaus, die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (BISS), der Allgemeine Sozialdienst (ASD) und die gerade neu geschaffene Beratungsstelle für gewaltbetroffene Migrantinnen und weibliche Flüchtlinge »Olena«.

Angela Könnecke hatte mit ihrem Referat keine Fragen offen gelassen, und so drehte sich die Diskussion vorwiegend um die Arbeit des Jugendamtes bei Fällen von Häuslicher Gewalt. Cornelia Helmers vom ASD wünschte sich weniger anonyme Meldungen von Verdachtsfällen, da die Namen der Melder ohnehin nicht öffentlich genannt würden, während aus dem Publikum Verständnis dafür geäußert wurde, dass die Melder Angst hätten, selbst Opfer von Gewalt zu werden. Umgekehrt bemängelten mehrere Zuhörerinnen, dass es wenige bis gar keine Rückmeldungen über Schritte des Jugendamtes gebe und oft genug scheinbar nichts passiere. Helmers und ihre Kollegin Sonja Wittkowski entgegneten, dass das Jugendamt immer das Kindeswohl im Auge haben, sehr behutsam die Eltern zur Mitarbeit bewegen müsse und darüber hinaus zur Geheimhaltung verpflichtet sei. Dass ein Fall gezielt verschleppt werde, wiesen beide weit von sich: »Wir müssen bei schweren Fällen innerhalb von einer Woche reagieren«, so Helmers.

Angela Könneckes Präsentation ist als pdf-Datei auf den Internet-Seiten des PRO zu bekommen.

Der Arbeitskreis »Häusliche Gewalt« plant weitere Veranstaltungen dieser Art, die sich nach und nach an alle Berufsgruppen wenden sollen, die mit Kindern zu tun haben.
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Kindertheater PAEPP: »Jetzt sind wir da!«

29.06.2014 08:30 Uhr

Ein Theaterstück darüber, dass sich das Warten manchmal lohnt

Die Wartehalle eines Flughafens. Aus allen Richtungen kommen Reisende und nehmen Platz, ohne die anderen mehr zu beachten als unbedingt nötig. Was dann passiert, schildern Tilda und Lillian so: »Wir warten, und dann kommt die Durchsage, dass alle Flüge sich verspäten. Wir sind alle enttäuscht, weil wir nach Hause wollen. Aber eine ziemlich aufgedrehte Stewardess versucht uns aufzuheitern. Erst sind wir skeptisch, aber dann fragt sie uns nach unseren Erlebnissen, und wir erzählen unsere Geschichten.«

So durchleben die verhinderten Fluggäste nacheinander ihre Abenteuer noch einmal, und die anderen Wartenden sind ebenso wie das Publikum plötzlich mitten im Geschehen. Bevor es am Ende doch nach Hause geht, haben alle über die Mitwartenden eine Menge erfahren und gelernt, dass es manchmal sogar Spaß machen kann, wenn man warten muss.

Das Theaterstück haben die Kinder zu einem großen Teil selbst entwickelt. Die selbst geschriebenen Texte und Lieder, die Szenenimprovisationen und Tanzelemente verdichten sich zu einem Theaterstück, das die gemeinsamen Ideen der Gruppe widerspiegelt. Neben den Kulturpädagogen des Jugendkulturarbeit e. V. wurden die Kinder dabei durch eine europäische Freiwillige des Jugendkulturarbeit e. V. und einer Jugendlichen des Jugendtheaters Rollentausch unterstützt.

Auch das Stück »Jetzt sind wir da! des Kindertheaters PAEPP in der Freizeitstätte Kreyenbrück gehört zum dreijährigen Projekt »Migration und Theater« (MuT) des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. Im ersten Jahr stand der Aufbruch als gemeinsames Thema über den Stücken der Kinder- und Jugendtheatergruppen, im zweiten Jahr waren sie unterwegs, nun, zum Abschluss, setzen sie zur Landung an.

Das Projekt findet in Kooperation mit der Freizeitstätte Kreyenbrück und der IGS Kreyenbrück statt.

Premiere:
03.07.2014, 18:30, Freizeitstätte Kreyenbrück (»Cafta«)

Weitere Aufführungen:
04.07.2014 und 07.07.2014, 09:00 Uhr (Schulauftritte, Freizeitstätte Kreyenbrück)
11. 07.2014 vormittags (MuT-Kindertheaterfestival im Internationalen Jugendprojektehaus, Schlieffenstraße 9/11)

Team: Jörg Kowollik (Leitung und Regie), Stephanie Amtenbrink (Leitung und Regie), Karin Barbeta (europäische Freiwillige / Regieassistenz), Hai Ahn Le (Assistenz), Christian Jakober (Musik), Reimer Meyn (Bühnenbild)
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»Home Sweet Home« – Junges Theater Bloherfelde

17.05.2014 08:00 Uhr

Eine weitere Aufführung von »Home Sweet Home« findet am 8. Juli um 18:30 Uhr in der Exerzierhalle im Rahmen der Oldenburger Jugendtheatertage statt.

von Pia Schillinger


Es war einmal ... im Jahr 2003, noch vor der Fertigstellung der Umbauten in der Offenen Tür Bloherfelde, fanden die ersten Theaterproben statt. Damals noch im Schulzentrum Eversten, der heutigen Oberschule. Das Junge Theater Bloherfelde war zunächst als Kindertheater gedacht, die Teilnehmenden machten aber relativ schnell klar, dass es sich um ein Jugendtheater handelt und dass dieses Projekt fortlaufen soll. Das Junge Theater Bloherfelde feiert in diesem Jahr also sein 10-jähriges Jubiläum und zeigt dem entsprechend sein 10. abendfüllendes Theaterstück.

Die Premiere von »Home Sweet Home« findet im Rahmen einer Jubiläumsfeier am 24.Mai 2014 um 18 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (OT, Bloherfelder Str. 170) statt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen bereits um 16 Uhr mit dem Kindertheater Bloherfelde und deren aktueller Produktion »Ein gefährliches Abenteuer«, der Nachmittag wird anschließend vom Förderkreis Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit West e. V. gestaltet. Der Förderkreis ist seit Gründung des Jungen Theaters Bloherfelde dessen Unterstützer.

In der aktuellen Produktion hat sich die Theatergruppe im Rahmen des »MUT«-Projektes wie sechs weitere Kinder- und Jugendtheatergruppen aus dem Netzwerk des Jugendkulturarbeit e. V. mit dem Thema »Ankommen« beschäftigt. Am Anfang stand für das Junge Theater Bloherfelde die Frage: In was für einer Welt leben wir eigentlich?, also: Wo sind wir angekommen?

In »Home Sweet Home« werden verschiedene Utopie und Distopien, Alltagserfahrungen und Wahrnehmungen der Teilnehmenden dargestellt: Eine Gruppe von Jugendlichen trifft sich, eigentlich nur um gemeinsam abzuhängen. Irgendetwas muss ja aber passieren … Aber Kea taucht einfach nicht auf. Also gehen sie auf eine Art Zeitreise. - Warum? – Vielleicht um herauszufinden, dass es zu Hause doch am schönsten ist. Oder?

Das Theaterstück ist unter Anleitung von Pia Schillinger, Sophia Gerdes, Elif Gökpinar und Gözde Okcu (EVS) entstanden. Aus Ideen der Teilnehmenden, Diskussionen und Improvisationen hat das Jungen Theaters Bloherfelde nun sein diesjähriges Theaterstück »Home Sweet Home« erarbeitet. Begleitet wurde das Projekt weiterhin durch Reimer Meyn und seinem Team in der Bühnenwerkstatt im Internationalen Jugendprojektehaus sowie Finn Mewaldt, der uns im Bereich Sound und Musik unterstützte. Die Teilnahme am Jungen Theater Bloherfelde wird für Schülerinnen und Schüler der OBS Eversten als AG anerkannt.

Kontakt: Pia Schillinger, p.schillinger@jugendkulturarbeit.eu
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»Ein gefährliches Abenteuer«

01.05.2014 10:54 Uhr
Das Kindertheater Bloherfelde hat sich in dieser aktuellen Produktion eine fantastische Geschichte ausgedacht zum Thema „Ankommen“. Das Theaterstück wird am 7. Mai um 17:30 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (OT; Bloherfelder Str. 170) Premiere feiern. Weitere Aufführungen sind für den 8. Mai 16:30 Uhr und den 24. Mai 16 Uhr (im Rahmen des 10jährigen Jubiläums des Jungen Theaters Bloherfelde) in der OT geplant.

Das Theaterstück „Ein gefährliches Abenteuer“ haben sich die Teilnehmenden gemeinsam in Schreibworkshops und über Improvisationen unter der Anleitung der Theaterpädagogin Pia Schillinger und der europäischen Freiwilligen Gözde Okcu ausgedacht. Was jedoch genau passiert, wird nicht verraten. Nur so viel: Nina hat eine Gabe, die sonst niemand hat. Ronja hat endlich ihre Mutter gefunden. Livia will die Weltherrschaft. Cullon hat die Herrschaft über die Toten. Und Zuck und Ini? Die machen eigentlich alles für dich. Unterstützt wurde das Projekt weiterhin durch Reimer Meyn und Team (Bühnenbild/Kostüm) sowie Andreas Max (Musik).

Das Kindertheater Bloherfelde arbeitet im dritten Jahr im Rahmen des „MUT“-Projektes des Jugendkulturarbeit e. V. Unter dem Motto „Kinder und Jugendliche gestalten Vielfalt!“ arbeitet MUT in den sieben Kinder- und Jugendtheatergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit als theaterpädagogisches Modellkonzept prozessorientiert und partizipativ. Das Besondere am Kindertheater Bloherfelde ist, dass es seit seiner Gründung durch eine Förderkooperative von drei Stadtteilvereinen (Förderkreis Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit West e.V., Bürgerverein Bloherfelde von 1952 e.V. und „Wir für uns“ Bewohner- und Bewohnerinnen-Verein Kennedyviertel) unterstützt wird. Außerdem ist die Teilnahme an dem Projekt für Schülerinnen und Schülr der OBS Eversten als AG anerkannt.
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Theaterprojekt: Der Weg ist das Ziel

18.04.2014 09:13 Uhr

Projekt zum Thema: 1914–2014 – Von der Kriegsbegeisterung bis zum Friedensnobelpreis für Europa

von Edda Hayen

Derzeit findet wieder ein internationaler Jugendaustausch in den Räumen der Jugendkulturarbeit e. V. statt. Vom 13. Bis 24. April 2014 erarbeiten insgesamt 45 Jugendliche aus Portugal, Frankreich und Deutschland ein Theaterstück, das sich, ausgehend von der europäischen Geschichte der letzten 100 Jahre, mit der Überwindung von ethnischen Vorurteilen und sozialen Problemen beschäftigt.

Mit dabei sind 13 Jugendliche aus Setúbal/Portugal (17–22 Jahre alt), 13 Schüler aus Marseille/Frankreich (19–23 Jahre alt) und Schülerinnen der IGS Kreyenbrück und der Helene-Lange-Schule (14 Jahre alt), die alle keine noch keine Bühnenerfahrung haben. Die freiberufliche Schauspielpädagogin Sabine von Rothkirch sowie die Teamleiter Daniela Matos und Ivã Crispim (Organisation Experimentáculo, Setúbal) Morgane Le Meur und Faïza Khoualed (Organisation Planéte Voloutaire, Marseille) und Sema Culhaci (IGS Kreyenbrück) wollen Theatertechniken nutzen, um den Jugendlichen eine internationale Persönlichkeit zu vermitteln, damit sie den Europäischen Gedanken weiter tragen können.

Wichtig ist den Teamleitern der Weg dorthin, der Austausch unter den Jugendlichen, Überwindung der Vorurteile und natürlich auch der Sprachbarrieren.

Die Jugendlichen wissen wenig über den 1. Weltkrieg wissen, erzählen die Teamleiter, so dass der erste Ansatz für das gemeinsame Projekt emotional gehalten wird. Da wird über eher über den 2. Weltkrieg, die Kriegsangst, die Soldaten in den Kriegen, Toleranz, Respekt und den Kampf um Frieden gesprochen.
Es gibt keine besonderen Vorurteile der Gäste den Deutschen gegenüber; alle wünschen sich ein tolerantes und respektvolles Miteinander. Spannend ist der Umgang der unterschiedlichen Kulturen und Temperamenten der einzelnen Länder.

Ähnlich wie die Jugendkulturarbeit e. V. haben auch die Organisationen Experimentáculo in Setúbal und Planéte Voloutaire in Marseille Netzwerkverbindungen in andere europäische Länder und veranstalten oder besuchen Musikfestivals, Theateraufführungen und -workshops und viele andere kulturelle Veranstaltungen und beteiligen sich am EVS-Austauschprogramm. Sie arbeiten mit Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten zusammen, z. B. Hilfe zur Selbsthilfe, um einen Job zu finden o. ä., und auch aus diesem Kreis stammen die Jugendlichen, die nach Oldenburg gekommen sind.

Gefördert wird das Projekt u. a. vom Staat Frankreich und dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die zurzeit im Jugendprojektehaus beschäftigten Europäischen Freiwilligen Karin Barbeta, Julie Crighton, Guilia Sezzi und Karol Czaikowski.

Das Theaterstück, das noch keinen Namen hat, beginnt am 21.04.2014 um 19 Uhr in den Räumen der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne, Eingang Schlieffenstraße.
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Búkolla und die Suche nach dem Glück

02.04.2014 11:27 Uhr
von Edda Hayen

Búkolla ist eine magische Kuh, die mit einem Jungen friedlich auf einem Bauernhof lebt.
Eines Nachts verschwindet sie spurlos.
Der Junge macht sich auf die Suche und findet seine Freundin in der Höhle der Trolle.
Mit Hilfe ihrer magischen Schwanzhaare können die beiden die Trolle besiegen und entkommen.

„Wir fangen pünktlich an!“ mit diesen Worten ist Einlass am 29.03.2014 zur Projektarbeit des Vier-Nationen-Treffen ungarischer, rumänischer, isländischer Studenten und Jugendlichen und Schülern der Helene-Lange-Schule im Verein Jugendkluturarbeit e. V.

In der vergangenen Woche haben sie, zunächst in den einzelnen Gruppen, die Besonderheiten der anderen Nationen erarbeitet und später aus ihren Ergebnissen gemeinsam ein Theaterstück gestaltet.

Die Begrüßung in allen vier Sprachen lädt das Publikum herzlich ein. Das Stück frei nach dem isländischen Märchen „Búkolla die magischen Kuh“ ist umgewandelt in ein europäisches Märchen, das alle angeht.

Der Junge und die Kuh leben ein friedliches Leben. Vor dem Zubettgehen ist Märchenstunde und die Kuh schläft tief und fest ein. Doch diese Nacht soll nicht so ruhig bleiben wie alle bisherigen. Trolle entführen die Kuh mit großem Gebrüll.
Der Junge ist verzweifelt. Er macht sich auf den Weg und sucht die Kuh. Endlich hört er ihr Muhen und er findet sie in der Höhle der Trolle. Er fragt sie „Was sollen wir tun?“ Sie antwortet: „Nimm ein paar Haare von meinem Schwanz und wirf sie auf den Boden.“ Die Haare werden zu einem großen Meer und die Trolle sind vom Wasser umschlossen.

Doch das hält sie leider nicht lange auf. Gemeinsam trinken die Trolle das gesamte Wasser und geben ihre Beute, die Kuh, nicht frei. Auch als sich die Haare im zweiten Versuch in Feuer verwandeln, haben der Junge und die Kuh kein Glück. Die Trolle nutzen das vorher getrunkene Wasser, um das Feuer zu löschen und die Kuh bleibt in ihrer Gewalt.

Erst mit dem dritten Versuch gelingt den Freunden die Flucht. Die Haare werden zu einem riesigen Gebirge, die Trolle die versuchen dieses zu überqueren und werden vom Geröll erschlagen. Endlich haben der Junge und die Kuh sich wieder, umarmen sich glücklich und machen sich auf den Weg nach Hause.

Auch alle anderen Darsteller haben nun ihr Glück gefunden und folgen den beiden freudestrahlend.
Nur eine hübsche blonde Isländerin bleibt zurück und fegt den Boden. Sie will bleiben. Aber auch sie hat ihr Glück gefunden. Im Theater!

Ein Stück, in dem Trolle (in schwarz) überzeugend böse rüberkommen. In dem das Wasser, das Feuer und das Gebirge (in weiß) singend und mit ganzem Körpereinsatz erschaffen werden. Eine Geschichte, die von der Suche nach dem persönlichen Glück erzählt.

Es wird das Märchen der magischen Kuh erzählt, aber es ist auch noch Raum für die Phantasie der Teilnehmer, so verkauft ein Bildhauer eine Statue, die er aus dem Gebirge geschlagen hat und der Käufer trägt glücklich seine Ware nach Hause. Auch eine Ohrfeige wird ausgeteilt, als sich ein junger Mann ungebeten einer Mitspielerin nähert.

Das Publikum bekommt Wasser gereicht und der Kellner lässt sich auch von seinen Mitspielern nicht aufhalten, die Menschen zu bewirten. Kurz bevor das Stück beginnt, ist aber die Ansage: „Essen und Trinken nicht erlaubt!“

Aus dem anhaltenden Applaus des Publikums zu schließen hat es allen gefallen.
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Hohe Auszeichnungen für Jugendtheater Rollentausch und Recycling Kunst

26.03.2014 08:44 Uhr
von Carsten Lienemann

Die eigentliche Aktion liegt schon drei Jahre zurück: Im Frühjahr 2011 brachten das Jugendtheater Rollentausch und die Theater-AG der Hauptschule Kreyenbrück in einer Kooperation das Theaterstück »Global total - die Welt in meinen Händen« auf die Bühne, in dem es um den Werdegang unserer Konsumprodukte und die Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern ging. Insbesondere Kinderarbeit in der Textilindustrie wurde thematisiert. Parallel dazu beschäftigte sich die Wanderausstellung »Recycling Kunst«, erstellt von Schülerinnen und Schülen der damals 8. und 9. Klassen der Haupschule Kreyenbrück, mit den gleichen Inhalten.

Sowohl das Theaterstück als auch die Ausstellung erhielten nun in ihrer Kategorie jeweils den bundesweit ersten Preis innerhalb des Projektes »Fair Childhood«, vergeben von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Deren Bezirksvorsitzender Stefan Störmer übergab am Dienstag, 25. März, im Mensagebäude der Hauptschule Kreyenbrück die Urkunden an die Schauspielerinnen und Schauspieler, Rollentausch-Leiter Jörg Kowollik von Jugendkulturarbeit e.V., den musikalischen Leiter Christian Jakober sowie die Leiterin der Kunst AG, Marianne Garbe vom Blauschimmel Atelier. (Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kunst-AG bekamen ihre Urkunden separat ausgehändigt).

»Ich habe die Aufführung leider nicht live sehen können, aber selbst die DVD-Aufzeichnung hat mich schwer beeindruckt«, sagte Störmer während der Preisverleihung. »So ein komplexes Thema muss man erst einmal verarbeiten, damit die Botschaft beim Publikum ankommt. Ihr habt klar gemacht, dass es meist nicht sinnvoll ist, immer das billigste zu kaufen.« Aber es sei eben auch vermittelt worden, dass viele Familien sich fair gehandelte Produkte einfach nicht leisten könnten, so Störmer weiter.

»Als ich davon gehört hatte, bin ich sofort durch die Klassen gegangen und habe den Schülerinnen und Schülern mitgeteilt, dass sie die Preise gewonnen hatten«, sagte Schulleiter Axel Vensler. »Es gab donnernden Beifall, der Stolz stand allen im Gesicht. Und ihr könnt mit Recht stolz auf euch sein, wir sind es auch.«

Die beiden Projekte werden zusätzlich noch vor richtig großem Publikum ausgezeichnet, nämlich am 28. März auf der Bildungsmesse »didacta« in Stuttgart. Allerdings wird keiner der Veranwortlichen oder der Teilnehmer die Preise persönlich entgegennehmen können. Darum schicken Theater- und Bildende Künstlerinnen und Künstler eine Videobotschaft in den Süden der Republik, die zur Preisverleihung dem Publikum vorgeführt werden soll.
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Jugendliche auf der Suche nach dem Glück

25.03.2014 10:55 Uhr

Ein deutsch-ungarisch-isländisch-rumänisches Jugendtheaterprojekt

von Edda Hayen und Carsten Lienemann

„To be or not to be ... Young European“ heißt es momentan im Internationalen Jugendprojektehaus (IJP) des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. Vom 23. bis zum 30. März erarbeiten insgesamt rund 50 Jugendliche aus Island, Ungarn und Rumänien mit Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Schule eine gemeinsame Basis für Verständigung und Austausch.

In der ersten theaterpädagogischen Phase versuchen die Gruppenleiter Bjarni Snæbjörnsson (Island), Susanne Ufer, Samira Bauerfeind und Peter Sax (Universität Pécs, Ungarn), Ellen Tichy (Lucian-Blaga-Universität Sibiu, Rumänien) sowie Alice Rölleke und Ilona Schlalos (Helene-Lange-Schule Oldenburg) mit ihren Gruppen die Stereotypen und Vorurteile herauszuarbeiten, die die Jugendlichen mit den jeweils anderen Nationen verbinden. Schnell zeigte sich, dass Deutschland immer noch mit seiner Geschichte verbunden wird, aber auch mit Pünktlichkeit, Lautstärke und Bier. Bei Rumänien denken viele an Dracula, Sinti- und Romakulturen, bei Island an Kälte, Dunkelheit und Vulkane, bei Ungarn an Pferde und Gulasch.

Im zweiten Teil geht es um die individuelle Erfahrung und das persönliche Glück. Mit welchen Hoffnungen verlassen Menschen ihre Heimat, welche Visionen bringen sie mit? Was erwartet sie im neuen Land? Im Verlauf der Woche werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Vorstellungen dazu in Theaterszenen umsetzen.

Die Jugendlichen arbeiten aber nicht nur an dem Projekt, sie wohnen auch im IJP und haben in dieser Woche reichlich Gelegenheit, einander kennen und verstehen zu lernen. Sprachprobleme gibt es keine, alle sind ausreichend des Englischen mächtig, viele der rumänischen und ungarischen Teilnehmer sprechen sogar ausgezeichnet deutsch.

Am Sonnabend, 29. März, ab 19:00 Uhr ist das Ergebnis als gemeinsames Theaterstück der vier Nationen im Internationalen Jugendprojektehaus zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber jederzeit willkommen.
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»Wenn das Leben nicht so lange dauern darf«

23.01.2014 12:31 Uhr

GS Ohmstede spendet Weihnachtsbasar-Einnahmen an Kinder-Hospiz

»Insgesamt 3473 Euro und einen Cent habt ihr eingenommen«, verkündetet Schulleiterin Uta Schnelle am frühen Morgen des 23. Januar den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Ohmstede. Das ist richtig viel Geld für einen Weihnachtsbasar, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser wegen des Sturmtiefs »Xaver« um eine Woche verschoben werden musste.

Das Geld war nicht für die Schule bestimmt, was noch fehlte, war die Übergabe an den ambulanten Kinderhospizdienst. Zur Begrüßung sang die ganze Schule »Die Jahresuhr« von Rolf Zuckowski. Hospiz-Koordinatorin Lucia Loimayr-Wieland nahm das in ihre Dankesrede auf und verglich das Jahr mit einem Menschenleben, das auch irgendwann zu Ende ist: »Wenn aber das Leben nicht so lange dauern darf, bei unheilbaren Krankheiten, dann sterben auch Kinder, dann müssen Sie ein kurzes Leben leben. Das ist einfach nur gemein!«

Was man tun könne, wenn es Kindern und ihren Familien passiert - denn es seien ja alle davon betroffen und deswegen traurig - ist, diese Familien, Freunde, Mitschüler nicht allein zu lassen, sondern dabei zu sein und die lebensverkürzenden Krankheiten mit auszuhalten.

Die beiden Schulsprecher Sogül und Benedict übergaben anstelle des bei solchen Gelegenheiten üblichen riesengroßen Spendenschecks ein Plakat mit vielen kleinen selbst gemalten Bildern. »Wir haben bei für den Basar viel gearbeitet und gebastelt und gut verkauft. Das Hospiz ist und wichtig, und die Kinder sollen möglichst viel Freude an dem Plakat haben«, gaben sie Frau Loimayr-Wieland mit auf den Weg.

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Spielen in der virtuellen Welt

20.11.2013 07:00 Uhr

Potenzial und Probleme der Computerspiele-Welt

Die Sorge ist da: Kinder und Jugendliche verirren sich am PC, tauchen in unbekannte und manchmal gefährliche Welten ab. Führt Computer-Spielen zum Realitätsverlust? Was ist anders beim Spielen in der virtuellen Welt, was müssen Eltern und PädagogInnen wissen?

Der Medienpädagoge Jens Wiemken ordnet das Medium Computer ein in die Medienwelten, die uns umgeben. Das eröffnet die Möglichkeit, das Nutzer-Verhalten besser zu verstehen. Kinder und Jugendliche lassen sich so besser begleiten und in Krisensituationen können mehr Ideen zur Unterstützung entwickelt werden.

In seinem Vortrag am Mittwoch, 20. November, 19:30 Uhr in der Aula des Neuen Gymnasiums, Alexanderstraße 90, wird Jens Wiemken die Spielewelten und ihre Genres vorstellen, er wird aktuelle Entwicklungen aufzeigen (Free-Play/ Online-Spiele), auf die Möglichkeiten und Grenzen der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) eingehen und problematische Aspekte kommentieren.

Fragen und Diskussion im Anschluss an den Vortrag sind möglich.
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»Hitlerjunge Salomon« besuchte die IGS Kreyenbrück

01.10.2013 07:31 Uhr

Lesung am Freitag, 27. September 2013

von Carsten Lienemann

Sally Perel ist nicht besonders groß. Dem Schulleiter der IGS Kreyenbrück, Jens Kazmirek, der ihn empfängt und ihn zum Tisch auf der Bühne geleitet, reicht er nicht einmal bis zur Schulter. Mit wachen, freundlichen Augen betrachtet Perel die Schülerinnen und Schüler auf den Stuhlreihen vor ihm, während er Platz nimmt, und die Vorstellung seiner Person scheint ihm nach all den vielen Veranstaltungen und Lesungen noch immer ein wenig peinlich zu sein.

Aber unvermeidbar, wenn er seine Mission erfüllen will. Mit leiser und dennoch fester Stimme beginnt er zu sprechen, und sein Publikum hört ihm über die folgenden anderthalb Stunden gebannt zu - keineswegs selbstverständlich bei 12- bis 13-jährigen Jugendlichen. Perel erzählt seine Geschichte, die des Jungen Salomon, geboren in Peine, der zunächst mit seiner Familie vor den Nazis nach Lodz fliehen musste, dann nur noch vom ältesten Bruder begleitet und beschützt weiter nach Osten, während die Eltern und die Schwester zurückblieben und schließlich ins Ghetto Litzmannstadt gebracht wurden.

Zwei sich scheinbar widersprechende Aufträge geben ihm seine Eltern mit: »Du sollst leben, sagte meine Mutter. Vergiss nie, wer du bist, sagte mein Vater.« Schon bald musste der junge Sally seine jüdische Herkunft verleugnen, um dem sicheren Tod zu entgehen. Stattdessen kam er zurück nach Deutschland und wurde Hitlerjunge.

»Wie war es möglich, dass die Deutschen der Nazi-Ideologie nicht nur bereitwillig, sondern sogar begeistert folgten?« Perel stellt diese Frage und gibt selbst eine Antwort. »Wenn man jahrelang hört, dass man zur auserwählten Rasse gehört, dann glaubt man das, vor allem wenn man jung ist, kritisches Denken noch nicht gelernt hat und Hintergrundwissen wie Lebenserfahrung fehlen.« Perel selbst wollte und musste sich so schnell wie möglich anpassen und das Gedankengut übernehmen, um nicht entdeckt zu werden. »So wurde ich ein begeisterter Hitlerjunge, ich machte mir die Ideologie zu eigen, abgesehen von der Judenvernichtung. Der Rest klang überzeugend, die Rassenkunde schien ja auch wissenschaftlich belegt. Aber durfte ich mit ihnen Sieg heil! schreien? Ihr Sieg bedeutete die Vernichtung meines Volkes. Noch heute höre ich die Schrei der in Auschwitz verbrannten Kinder«

Sein Doppelleben führte zu einer Spaltung der Seele, die bis heute anhält. Die Nazi-Ideologie werde er nicht los, sagt Perel. Der Hitlerjunge sei noch immer sehr lebhaft in ihm, er streite oft mit ihm.

Gelegentlich wird Sally Perel um Verzeihung gebeten, dann antwortet er: »Ich habe der deutschen Jugend nichts zu verzeihen. Schuld erbt man nicht. Ich will keine Schuldgefühle erwecken. Aber so lange mich meine Schuhe tragen, will ich die Wahrheit berichten, und ich appelliere an die Jugend, sich für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen, gegen Neonazis und die braune Szene.« Diesen Auftrag formuliert er mehr als einmal, und kein Zweifel, er kommt an.

Das Recht auf Leben stehe über jeglicher Form von Glauben und Religion, ist Perel überzeugt. »Ein Menschenleben ist das allerheiligste auf der Welt. Für keinen Grund sollten Menschen ihr Leben lassen.

Wie gesagt, körperlich ist Sally Perel nicht sehr groß. Aber seine menschliche Größe erreichen nur sehr wenige.

Das Buch »Ich war Hitlerjunge Salomon« ist in gebundener Form in der Nicolaischen Verlagsbuchhandlung (ISBN 978-3-87584-424-5, 14,96 Euro) und als Taschenbuch im Heyne-Verlag (ISBN 978-3-453-06512-3, 7,95 Euro) erschienen.

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Post-Auszubildende setzen sich für Trauerland ein

20.09.2013 07:02 Uhr

Info-Abend am 23.September

Die Deutsche Post ruft in jedem Jahr ihre Belegschaft zur Teilnahme an sozialen Projekten auf. Natürlich beteiligen sich auch die Auszubildenden am Global Volunteer Day“ und können dafür unter verschiedenen Projekten wählen. »Einige haben sich das Trauerland-Projekt ausgesucht«, sagt Ausbilderin Petra Schelper. Der Kontakt kam über den Zustell-Stützpunktleiter Stephan Aust zustande, der Trauerland anlässlich der Fahrradputzaktion kennen gelernt hatte.

Die Auszubildenden haben zwei Holzspielgeräte zusammengebaut und hinter dem Gebäude der Freien Christengemeinde am Deelweg auf der Außenfläche aufgestellt, die einmal ein richtiger Spielplatz werden soll.

Die Freie Christengemeinde hat ihr neues Gebäude selbst erst im Dezember 2012 bezogen. Die für unterschiedliche Altersgruppen eingerichteten Räume des Gemeindezentrums, die sonntags für Kindergottesdienstgruppen genutzt werden, bieten Trauerland e. V., das seit August hier untergebracht ist, den geeigneten Rahmen für ihre Gruppenarbeit.

»Hier haben wir sogar die Möglichkeit, demnächst eine vierte Gruppe zu eröffnen«, erklärt Trauerland-Mitarbeiterin Stefanie Stiegekötter. Außerdem können alle Kinder, die hierher kommen, das Außengelände mit Rasenflächen und Spielgeräten gemeinsam nutzen.


Info-Abend

Zu einer Informationsveranstaltung lädt Trauerland am 23.September um 18:30 Uhr in den Deelweg 14 ein. Menschen jeden Alters oder Berufsgruppe können sich über die ehrenamtlichen Möglichkeiten informieren.

„Ehrenamtliche Begleiter sind unentbehrlich für unsere Arbeit in den Kindergruppen, und wir freuen uns über weitere Unterstützer“, weiß Gruppenleiterin Carolin de Witt. Aber auch bei Infoständen oder Veranstaltungen zur Spendengewinnung kann man sich im Trauerland engagieren. Eine Anmeldung hierfür ist unter Tel. 0421-69 66 720 oder per E-Mail an c.dewitt@trauerland.org wünschenswert.
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»Die Kinder vom Hafen«

18.06.2013 22:34 Uhr

Kindermusical des Kooperativen Kindertheaterprojektes Ohmstede (KaKaO) der GS Ohmstede in Zusammenarbeit mit dem Verein für Jugendkulturarbeit der Stadt Oldenburg und Markus Rohde - Rockmusik für Kinder

von Bianca Onnen und Christina Bruns

Warum werden obdachlose Kinder, die in einem geheimen Versteck im Hafen von Bremerhaven wohnen, angestiftet, einen roten Badeschuh zu stehlen?

Ein Antiquitätenhändler handelt mit geklauten Antiquitäten, eine Gräfin hat kein Geld, um Aufträge zu bezahlen, in eine Kirche wird eingebrochen, ein Privatdetektiv sucht zwei Kinder – es geht um Adoption, Besuchsrecht, Immigration und 1000 Euro Belohnung.

Dem, der mit beiden roten Badeschuhen bei Vollmond in die Nordsee springt, wird sein größter Wunsch erfüllt.

Natürlich haben alle Kinder, die aus vielen verschiedenen Ländern kommen, verschiedenste (Hinter-)Gründe haben und in einem geheimen Versteck mit Ihresgleichen wohnen, Wünsche und suchen im Auftrag nach einem der beiden roten Badeschuhe. Aber nicht nur die Kinder suchen – auch zwei der Kinder werden gesucht.

Eine spannende Geschichte, vor einem ansprechenden Bühnenbild wunderbar inszeniert, mit vielen Details ausgeschmückt, wie z. B. hin- und mitreißender Musik und Tänzen (u. a. auch zum Mitsingen und -tanzen) aus verschiedenen Ländern, immer begleitet von einer sehr engagierten Band, besonders von dem Saxophonisten.

Alle Kinder sind als Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen und Tänzer, Schauspielerinnen und Schauspieler etc. in vielen verschiedenen Szenen eingesetzt und haben mit Spaß, Engagement sowie Textsicherheit überzeugt. Dies konnte man auch am Applaus zum Ende der Vorstellung hören!

Das Plakat wurde von der Grundschule Ohmstede anhand einer Druckvorlage der Schülerfirma »Schoolsart« der IGS Flötenteich, gestaltet.

ca. 30 Kinder der GS Ohmstede haben im Rahmen des bestehenden Kooperations-projektes »Die Kinder vom Hafen« während einer einjährigen Theater-AG entwickelt.

Die Musik stammt von Markus Rohde & Band und wird live, mit Rainer Lochmann am Bass und Carsten Jacobs am Schlagzeug, aufgeführt.


Veranstaltungsort:
Internationales Jugendprojektehaus, Kranbergstraße 55, Eingang: Tor Schlieffenstr., Oldenburg

Weitere Vorstellungen:
Mo., 17. Juni bis Do., 21. Juni jeweils um 09.00 und 11.00 Uhr

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Einfach schön

18.06.2013 07:26 Uhr

Musical »Tabaluga« an der Grundschule Dietrichsfeld

von Carsten Lienemann

Vor genau 30 Jahren brachte Peter Maffay sein Album »Tabaluga oder die Reise zur Vernunft« heraus. Noch viel älter ist die Forderung der Erwachsenen an ihre Kinder, endlich »vernünftig« zu werden.

Auch Drachenvater Tyrion verlangt das von seinem Sohn Tabaluga, und der zieht los und fragt alle Wesen, die ihm begegnen, wie man vernünftig wird. Aber jeder hat eine andere Antwort, und keine davon hilft Tabaluga wirklich weiter. Erst die uralte Meeresschildkröte Nessaja bringt ihn darauf, dass es die einzig richtige Lösung gar nicht gibt.

Die Kinder der Grundschule Dietrichsfeld bringen ihre Fassung mit viel Fantasie auf die Bühne. Die Zweit-, Dritt- und Viertklässler spielen, singen und tanzen mit viel Spaß und Hingabe und erzählen eine richtig schöne Geschichte. Ob Mond, Baum oder Riese, Ameisenkolonie, Kaulquappenschule oder Delfingruppe, alle Figuren werden wunderbar verkörpert und in Szene gesetzt.

Auch das an jede Szene angepasste Bühnenbild trägt zum runden Gesamteindruck bei. Es ist wieder in Zusammenarbeit mit Berufsschülern vom Bildungszentrum für Technik und Gestaltung Oldenburg an der Ehnernstraße entstanden.


Weitere Vorstellungen:
Dienstag, 18.06., 16:00 Uhr und 17:30 Uhr
Mittwoch, 19.06., 16:00 Uhr und 17:30 Uhr
Dienstag, 25.06., 08:30 Uhr und 10:00 Uhr

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Sponsorenlauf in der Kindertagesstätte St. Marien

11.06.2013 16:47 Uhr

Die Hälfte des Erlöses geht an Trauerland. e. V.

von Carsten Lienemann

Die möglicherweise jüngsten Sponsorenläufer aller Zeiten, zumindest in Deutschland, ganz bestimmt aber in Oldenburg, wurden am Sonnabend, 8 Juni, in der Kindertagesstätte St. Marien an der Friesenstraße 33 auf die Strecke geschickt. Dass die Rekord-Anerkennung am Ende ausblieb, lag vielleicht daran, dass die gelegentlich mitlaufenden Erwachsenen den Altersdurchschnitt erheblich anhoben, oder daran, dass Verantwortliche und Beteitligte die Sache zum Glück nicht ganz so ernst nahmen.

»Wir wollten mit den Kindern und ihren Eltern einen schönen Tag gestalten, an dem alle Spaß haben. Sportlicher Ehrgeiz im engeren Sinne war uns dabei nicht so wichtig«, sagt Kita-Leiterin Annette Nagl.

Nach einer Begrüßung der Gäste durch den Kita-Chor wurden die insgesamt 90 Kinder der Einrichtung mit Startnummern versehen und in Gruppen auf den im Garten abgesteckten Rundkurs geschickt, während andere drumherum auf Dosen warfen, auf dem Tisch kegelten, am Glücksrad drehten und Kuchen oder Bratwurst aßen. Als Lohn für die Anstrengung bekamen die Sportlerinnen und Sportler ein Brötchen und ein Getränk.

Der Erlös konnte bisher noch nicht so genau beziffert werden, sicher ist aber, dass er je zur Hälfte in ein Puppenhaus für die Kita investiert werden und an den Verein Trauerland e. V. gehen soll.

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DiebesMUT im Kooperativen Kindertheater Ohmstede

30.05.2013 08:50 Uhr
Im Internationalen Jugendprojektehaus (Kranbergstraße 55, Eingang: Tor Schlieffenstraße) feiert das Musical „Die Kinder vom Hafen“ im Rahmen des Modell-Projektes MUT - „Migration und Theater“ mit Schauspielern und Tänzern der Grundschule Ohmstede und Markus Rohde & Band Premiere.

Jedes Kind sollte Schuhe haben. Aber dennoch gibt es Kinder, die anscheinend keine Schuhe besitzen. Als Frida Jansen entdeckt, dass einige Kinder ihren roten Badeschuh stehlen wollen, erfährt sie von diesen, dass sie ohne Eltern in einem verlassenen Speicher am Hafen Bremerhavens leben. Auf der Flucht vor ihren Familien haben diese Kinder sich zu einer Kinderbande zusammengeschlossen, die sich durch kleine Diebstähle mit Geld versorgt. Der Detektiv Lupos Monoculus (Markus Rohde) schickt seine Leute auf die Fährte der Kinder, die von diesen in die Enge getrieben, durch Frida Jansen von den Geheimnissen des Badeschuhs erfahren. Der Badeschuh ist verzaubert - besitzt man das Paar, entwickelt es seine magischen Kräfte.
Nur so viel sei verraten: Am Ende erfüllen sich so manche Herzenswünsche ...

„Die Kinder vom Hafen" wurde mit ca. 30 Kindern der GS Ohmstede im Rahmen des bestehenden Kooperationsprojektes während einer einjährigen Theater-AG entwickelt. Den beiden Jugendregisseuren Lara Görtz-Mann und Guntars Almanis (Freiwillige bei Jugendkulturarbeit e. V.) haben mit Hilfe des Kinderliedermachers Markus Rohde und des Theaterpädagogen Dettmar Koch das Drehbuch entwickelt. Angelika Beck-Trauernicht erarbeitete mit den jungen Tänzerinnen und Tänzern der Grundschule Ohmstede die Tanzeinlagen. Die Musik stammt von Markus Rohde & Band und wird live aufgeführt, mit Rainer Lochmann am Bass und Carsten Jacobs am Schlagzeug.

Das Plakat zum Musical gestaltete die Grundschule Ohmstede. Die Druckvorlage stellt die Schülerfirma „Schoolsart“ der IGS Flötenteich her.


Premiere: Mi., 12. Juni 2013, 18:00 (öffentliche Veranstaltung)

Weitere Vorstellungen:
Do., 13. Juni, 9:00 und 11:00 (Schulveranstaltungen)
So., 16. Juni, 15:30 (öffentliche Veranstaltungen)
Mo.,17. Juni – Do., 20. Juni, jeweils 9:00 und 11:00 (Schulveranstaltungen)

Kartenreservierungen für die öffentlichen Vorstellungen und Schulveranstaltungen sind ab sofort unter: www.jugendkulturarbeit.eu oder der Telefonnummer von Jugendkulturarbeit e. V. (Kranbergstraße 55, Eingang: Tor Schlieffenstraße; Tel. 0441 39010750) möglich.
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»Modjo und Mütze«

29.04.2013 07:15 Uhr

Markus Majowski liest für Kinder ab 5 Jahren aus seinem Buch

von - m.petrick -


Ja kann der denn so etwas??

Einem breiten Publikum bekannt als der freundliche Verkäufer, der ab 1997 das damals neue »Telefon mit ohne Schnur« für die Telekom via Fernsehwerbung an Mann und Frau bringen sollte, oder als schräger Comedian in »die dreisten Drei« lässt den schlecht Informierten schnell zu dieser Frage kommen.
Aber ein kurzer Blick in seine Vita zeigt, dass er seit 1998 ständig an der Komödie, am Theater am Kurfürstendamm und am Renaissance-Theater.auf der Bühne steht.
Nach einem Auftritt in drei Episoden der Schwarzwaldklinik ist Majowski seit 1988 in Film und Fernsehen tätig.

Um die eingangs gestellt Frage zu beantworten: »Ja er kann !! Und wie!!«
Eigentlich ist er sein eigenes Hörspiel. Stimmgewaltig wo nötig, pointiert mit einer scheinbar unerschöpflichen Vielfalt in Klangfarbe und Ausdruck, kleine Schlenker in hanseatische Sprachkultur geben jeder seiner Figuren ihr eigenes Erscheinen, jederzeit wieder erkennbar.
Sparsam an Gestik aber ein Minenspiel, dass man ihm die Worte von den Lippen pflücken möchte, so schafft er es, dass ihm nicht nur die Kinder zuhören, sondern auch die Eltern erkennbar gebannt der Geschichte lauschen.
Teilweise als Geräuschkulisse, im Dialog und als »Pianist« ließ sich Majowski von seinem neunjährigen Sohn Julius begleiten.
Schon optisch eine geschickt gebaute Brücke zu seinem jungen Publikum

Die Handlung ist schnell dargestellt:
Friedlich sitzen Modjo und sein Sohn Mütze Rocco auf ihrem Fischerboot und frühstücken. Doch plötzlich ist es vorbei mit der Ruhe. Ein Unwetter zieht auf, Riesenkrake Greta klaut ihnen das Frühstück, ein Seepferdchen mit Schluckauf schlägt wild Alarm und im Radio kommt eine wichtige Durchsage:
Über dem Berg Kottmar hängen dichte Rauchschwaden. Bricht da etwa ein Vulkan aus? Und dann erfahren sie auch noch, dass Rieke, die Freundin von Modjo in Gefahr ist. Die sorgt nämlich für die Flugsicherheit und ist auf dem Weg zum Vulkan. Als Modjo und Rocco Rieke finden, sehen sie, dass ein Drache das Feuer des Vulkans entfacht hat. Werden sie es schaffen, das Ungeheuer zu besänftigen? Sind sie vielleicht seine letzte Rettung?


In der Nachlese erlaubte Markus Majowski einen kurzen Blick »hinter den Vorhang«.
Wie denn seine Geschichten entstanden seien beantwortete er so:
Es sind eigentlich Gutenacht Geschichten, die sich, quasi im Dialog mit seinem Sohn entwickelt hätten.
Er empfahl allen Eltern es ähnlich zu handhaben, denn wo heute die Phantasie am Werke sei, kann morgen das ernsthafte Gespräch stattfinden.


Eine Veranstaltung von Trauerland e.V.
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Mädchentag auf dem Abenteuerspielplatz

13.04.2013 19:17 Uhr
„Endlich wieder Mädchentag“ lautet das Motto am Freitag, 26. April, auf dem Abenteuerspielplatz in Eversten, Brandsweg 60. Ein knallbuntes Programm erwartet Mädchen von 6 bis 13 Jahren an diesem besonderen Tag. Auch am Mädchentag bleibt der Abenteuerspielplatz eine Eltern freie Zone, getreu dem Konzept des Spielplatzes, einen Eltern freien Spielraum für Kinder zu bieten. Betreut werden die Mädchen ausschließlich von weiblichen Mitarbeiterinnen des Abenteuerspielplatzes. Die Teilnahme am Mädchentag ist kostenfrei. Geöffnet ist von 15 bis 18 Uhr.

Viele Spielaktionen bieten an diesem Tag ausreichend „Mädchen-Raum“ zum Toben. Im Hüttendorf kann gespielt, gebaut und Stockbrot am Lagerfeuer gebacken werden. Es gibt den beliebten Filzworkshop und ein kreatives Malangebot. Außerdem können Mädchen das Schmieden erlernen und mit Hammer und Amboss ihre Kraft am Eisen erproben. Mutige Mädchen können sich beim Klettern an der Kunstfelskletterwand erproben. Airbrush-Tattoos und Haarzöpfe Flechten runden den Tag ab. Zusätzlich gibt es ein kleines Mädchencafé mit vielen Leckereien zu Taschengeldpreisen.
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Lukas-Quilter stellen aus

12.04.2013 07:40 Uhr

Ausstellung im Modehaus Leffers

Die Patchworkgruppe "Lukas-Quilter" vom Helmsweg 21 in Oldenburg fertigte im letzten Jahr in liebevoller und detailreicher Gemeinschaftsarbeit einen lustigen und farbenfrohen 2,00x 2,20m großen Quilt, den sie den trauernden Kindern der Gruppen von Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. schenkten. In der Phantasie der Kreativen gehen die Kinder beim Betrachten und Bespielen der Decke auf Entdeckungsreise, erfinden Geschichten, kuscheln sich hinein oder bauen sich daraus eine schützende Höhle.

Um diese wunderschöne Arbeit einmal einem großen Publikum zugänglich zu machen, wird sie im Modehaus Leffers in Oldenburg ausgestellt. Außerdem sind handgemalte Bilder von Kindern zu sehen, die während der Trauergruppenzeit, als Ausdruck ihrer unterschiedlichen Gefühle nach dem Tod eines geliebten Menschen, gefertigt wurden.

Das Modehaus Leffers in Oldenburg ermöglicht dem Verein „Trauerland“ - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. eine wunderschöne, farbenfrohe Patchworkdecke zu präsentieren, die in Gemeinschaftsarbeit der Quiltgruppe des Lukashaus, Helmsweg 21, in Oldenburg entstanden ist und 2012 den Trauer-Kindergruppen geschenkt wurde. Außerdem sind handgemalte Bilder von Kindern zu sehen, die während der Trauergruppenzeit, als Ausdruck ihrer unterschiedlichen Gefühle nach dem Tod eines geliebten Menschen, gefertigt wurden.

Sebo Kramer, Geschäftsführer vom Modehaus Leffers, erläutert dazu: „Man verdrängt gerne, dass der Tod zum Leben dazu gehört. Gerade betroffene Kinder und Jugendliche trauern auf ihre ganz eigene Art und Weise und benötigen oftmals Hilfe von außen. Uns als Familienunternehmen liegt es sehr am Herzen, dass diesen Kindern durch ganz individuelle und einfühlsame Weise geholfen wird. Mit der Ausstellung von Trauerland e. V. im Lichthof vom 11. -27. April 2013 zeigen wir unsere besondere Anerkennung und freuen uns, dass es diese wertvolle Einrichtung gibt.“
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Großes Gewinnspiel mit Leseesel OLbert

11.04.2013 20:05 Uhr
Es gibt gleich zwei Neuigkeiten aus der Stadtbibliothek Oldenburg: Zum einen wird aus der „Kinder- und Jugendbibliothek“ die „Kinderbibliothek am PFL“ - aber die Adresse, Peterstraße 1, bleibt gleich. Zum anderen hat Leseesel OLbert, das Kindermaskottchen der Stadtbibliothek, Geburtstag. Daher lädt OLbert am Samstag, 27. April, 11 bis 14 Uhr, alle kleinen und großen Besucher in die Kinderbibliothek ein. Wer möchte, kann OLberts Lieblingsspiele spielen oder Bilder malen. Aber das ist noch nicht alles: OLbert hat sich außerdem ein tolles Gewinnspiel ausgedacht, bei dem Kinder zwischen sechs und zehn Jahren mitmachen können. Als Hauptgewinn wird eine Übernachtung für eine Familie in der Kinderbibliothek am PFL verlost. Als weitere Gewinne gibt es Gutscheine für Spielwaren oder Bücher.

Der Startschuss für die Aktion fiel im Möbelhaus Weirauch. Dort macht OLbert es sich in einem Bett gemütlich, das Möbel Weirauch später für die Lesenacht in der Bibliothek zur Verfügung stellt. „Die Gewinnerfamilie wird übrigens nach der Übernachtung zu einem leckeren Frühstück im Café Klinge erwartet“, verspricht Heike Janssen, die Leiterin der Stadtbibliothek. Wer die Lesenacht oder einen der Gutscheine von Spielzeug Scharmanns oder den Buchhandlungen Brader und Isensee gewinnen möchte, muss nur OLberts Rätselfragen beantworten. Den Rätselbogen gibt es in der Kinderbibliothek am PFL, den Stadtteilbibliotheken und bei Möbel Weirauch. Wer möchte, kann auch online teilnehmen unter www.kinder.oldenburg.de. Teilnahmeschluss ist der 27. April, die Gewinner werden ausgelost und benachrichtigt. OLberts Gewinnspiel findet im Rahmen der Aktionswoche der Bibliotheken im Oldenburger Land zum Welttag des Buches statt. Das Motto lautet wieder „Versuch ein Buch!“

Grund für die Namensänderung der Kinder- und Jugendbibliothek in „Kinderbibliothek am PFL“ ist eine konzeptionelle Neuordnung der Bestände. Die Bücher für Jugendliche ab 13 Jahren ziehen nach und nach um in die Zentralbibliothek im PFL. Dort ist ein eigener Jugendbereich geplant, in dem nicht nur Bücher, sondern auch andere Medien wie Konsolenspiele oder Hörbücher ausgeliehen werden können. Die Einweihung des neuen Jugendbereichs ist für Mitte 2014 geplant.
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Dietrichsfelder Kinder präsentieren
ihre selbst gestalteten Bücher

13.03.2013 08:38 Uhr

Verein Buchkinder Oldenburg führt erstes Schulprojekt durch

Mit einem Pilotprojekt an der Grundschule Dietrichsfeld sind die Buchkinder Oldenburg im laufenden Schuljahr 2012/13 an den Start gegangen. 52 Kinder aus den Klassen 2c und 4a haben zunächst ihre eigenen Geschichten geschrieben und diese dann mit Linolschnitt‑Bildern gestaltet. Die Ergebnisse wurden jetzt der Öffentlichkeit präsentiert: Stolz zeigten die Kinder ihre selbst geschriebenen Geschichten in ihren selbst gedruckten und gebundenen Büchern.

»Während der Schreibphase wurden die Kinder von den Klassenlehrern und den Deutsch‑Lehrkräften betreut. Für die künstlerische Umsetzung und das Binden der Bücher standen ihnen die beiden pädagogisch erfahrenen Künstlerinnen Teréz Fothy und Meike Dismer zehn Wochen lang für je zwei Wochenstunden zur Seite«, berichtet Bärbel Lange, Konrektorin der Grundschule Dietrichsfeld und eine der Initiatorinnen der Buchkinder Oldenburg. »Aus den Erfahrungen, die wir in diesem Pilotprojekt gewonnen haben, wollen wir Module entwickeln, die auf andere Schulen übertragen werden können«, so Teréz Fothy.

»Schwerpunkte unseres Konzeptes sind das spielerische Lernen, die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Förderung der Kreativität und des Umgangs mit Sprache, die Teamarbeit, die Ausbildung des Realitätssinns und der Kritikfähigkeit sowie der Respekt vor der Arbeit anderer«, fügt Meike Dismer hinzu.

»Vorgaben gab es keine, die Kinder haben sich die Geschichten selbst ausgedacht und geschrieben«, sagt Bärbel Lange. Und so kamen alle Arten von Büchern zusammen: »Rotkälbchen« ist eine interessante und lustige Variante eines bekannten Märchens mit ähnlichem Namen, die viel erfreulicher für alle Beteiligten ausgeht als die Vorlage. Eine andere Geschichte erzählt von Paul, der sich lange nicht traut, zum Fußballtraining zu gehen. Als er endlich doch den Mut findet, wird er schnell zum entscheidenden Spieler. Ein Krimi mit Mord und Totschlag ist ebenso dabei wie ein Buch für alle Gelegenheiten, mit Witzen, Geschichten, Rezepten und Gymnastik-Übungen. Fast romanhafte Ausmaße nimmt »Gregs Tagebuch – Problematisch falsch« an.

Eigene Geschichten schreiben, dazu Bilder malen und alles zusammenfügen zu einem eigenen, selbst gedruckten und gebundenen Buch ‑ das alles können Kinder bei den Buchkindern Oldenburg, einer Schreib‑ und Druckwerkstatt für Kinder und Jugendliche. Die Besonderheit der Buchkinderprojekte besteht neben der freien und selbstständigen Arbeit in der Einbindung der Kinder in alle Prozesse des Büchermachens. Buchkinder wachsen mit ihren Büchern. Sie übernehmen Verantwortung und entwickeln auf bemerkenswerte Weise soziale Kompetenzen.

Der Verein Buchkinder Oldenburg ist nach dem Vorbild der Leipziger Buchkinder entstanden, die sich bereits 2002 gegründet haben und inzwischen regelmäßig auf der Leipziger Buchmesse vertreten sind.

Das Schulprojekt der Buchkinder Oldenburg wird gefördert vom Lionsclub Oldenburg Willa Thorade.

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»Was sagt der Chef dazu?«

12.03.2013 07:27 Uhr

Soziale Netzwerke und Spätfolgen

Am 7. März 2013 informierte Christina Blanck von der Dr. Schwerdtfeger Personalberatung im Rahmen der Kampagne »INTERNET erfahren statt Gefahren« über 100 Berufsschülerinnen und -schüler der BBS Haarentor zum »Karrierestart ohne Stolperfallen«.
Unter der Frage »Welche Stolpersteine sollte man meiden« ging es auch um die Nutzung sozialer Netzwerke durch potentielle Arbeitgeber, also die Frage, ob denn tatsächlich die Profile von Bewerbern angeschaut werden.
Christina Blanck berichtete: »Gerade bei Bewerberinnen und Bewerbern, die es in die engere Auswahl schaffen, werden ‚Online-Spuren‘ im World Wide Web beispielsweise über Google oder berufliche Netzwerke wie Xing geprüft. Durch eine entsprechende Gestaltung kann das eigene Profil aktiv eingesetzt werden und durchaus einen positiven Beitrag zum erfolgreichen Bewerbungsverfahren leisten.«
Freizeitaktivitäten und Engagement, beispielsweise im sportlichen Bereich, können besonders dargestellt und hervorgehoben werden und beim potenziellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlassen. Soziale Netzwerke sind also keinesfalls ein Hindernis bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Dr. Bernd Becker (Vorstandsmitglied im Förderverein Präventionsrat Oldenburg e.V. und comes Unternehmensberatung) konnte aus der eigenen beruflichen Praxis bestätigen, dass über Bewerber im Internet recherchiert wird.
Vor diesem Hintergrund betonte er: »Wichtig ist es, dass eigene Profil bewusst und vorausschauend zu nutzen und positive Eigenschaften hervorzuheben.« Bei sozialen Netzwerken müssen Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen so genutzt werden, dass das Profil nur eingeschränkt für Außenstehende erreichbar ist und beispielswiese Fotos nur für Freunde sichtbar sind. So können Facebook und Co für die private Kommunikation, aber auch zugunsten der eigenen Darstellung gegenüber einem potenziellen Arbeitgeber genutzt werden.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne »INTERNET erfahren statt Gefahren« sowie allgemeine Informationen zur Kampagne finden Sie auf www.praevention-im-nordwesten.de.


Hintergrundinfos zur Kampagne »INTERNET erfahren statt Gefahren«

Die Kampagne wendet sich an Eltern und alle Erwachsenen, die mit Kindern zusammen leben oder arbeiten. Sie verfolgt das Ziel, den Wissensunterschied bei der Nutzung des Internet zwischen den Generationen auszugleichen und neu aufgeworfene Fragen zu bearbeiten, damit Eltern und Pädagog_innen ihrem Erziehungsauftrag und ihrer Schutzfunktion gegenüber den jungen Menschen nachkommen können.

Kinder und Jugendliche erwerben inzwischen sowohl in der Schule als auch in der Freizeit den Umgang und das Verständnis mit dem Internet nebenbei und sind ihren Eltern im Umgang mit den Onlinemedien häufig einen Schritt voraus.
Das heißt aber nicht, dass sie hinreichend die Probleme erkennen können, die bei der Internetnutzung auch auftreten.

Für Kinder und Jugendliche gibt es bereits ein vielfältiges Angebot von Organisationen, Plattformen oder Internetseiten, die ihnen bei Fragen oder Problemen Hilfestellungen anbieten. An dieser Stelle sind auch die Eltern und Pädagog_innen täglich gefragt, denn Medienerziehung ist ein wichtiger Bestandteil allgemeiner Erziehung geworden. Der Verbund der kommunalen Präventionsräte im Nordwesten und die Polizeidirektion Oldenburg haben sich daher zum Ziel gesetzt, Erwachsenen, insbesondere Eltern, Hilfestellung bei der aktiven und gezielten Medienerziehung anzubieten. Ihre Aufgabe ist es, die Chancen der »Lebenswelt Internet« für Kinder und Jugendliche nutzbar zu machen.

Ausgehend von der im Generationengefüge nicht selbstverständlichen Tatsache, dass Kinder und Jugendliche über eine höhere Kompetenz im Umgang mit dem Computer verfügen als ihre Eltern, möchte die Kampagne informieren und bereichern. Das heißt, dass die Möglichkeiten der digitalen Medien Ausgangspunkt für die Aufklärungsangebote sind. Gefahren werden keineswegs ausgeklammert, im Gegenteil.
Sie werden so zum Thema gemacht, dass der (auch jungen Menschen gegebene) Spaß an den Medien erlebbar wird und die Konflikte in Elternhaus und pädagogischen Zusammenhängen handhabbar werden.

Mit quartalsweisen Schwerpunkten bieten die Präventionsräte im Nordwesten und die Polizeidienststellen der Polizeidirektion Oldenburg zu den Themen
  • »soziale Netzwerke« (Februar bis April 2013),
  • »Handy/ Internet« (Mai bis Juli 2013),
  • »Computerspiele« inkl. Spielsucht (August bis Oktober 2013) und
  • »Cyberbullying« inkl. Persönlichkeitsrechte im Netz (November 2013 bis Januar 2014)
  •  
verschiedene Veranstaltungen an.

Über die jeweils aktuellen Angebote des Präventionsrates Oldenburg können Sie sich auf www.praevention-im-nordwesten.de unter dem Menüpunkt »Veranstaltungen« informieren.
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Märchen verboten

23.02.2013 08:20 Uhr
Theatrix, die Kindermusiktheatergruppe der Musikschule der Stadt Oldenburg, feiert die Premiere ihres selbst entwickelten Musicals »Isegrimms Märchen«. Aufführungen sind am Samstag, 2. März, 16 Uhr, und Sonntag, 3. März, 11.15 Uhr, in der Oberschule Ofenerdiek, Lagerstraße 32. Das Musical richtet sich an Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren, der Eintritt ist frei.

Märchen sind verboten - das haben die Wölfe endgültig beschlossen, denn sie sind es leid, ständig gekocht, aufgeschnitten oder mit Wackersteinen gefüllt in den Brunnen geworfen zu werden. Schon ziemlich lange sind die Märchen verboten, deswegen wissen die sieben Zwerge, Froschkönig und Rumpelstilzchen auch gar nicht mehr, wie »ihr Märchen« geht und alles geht fürchterlich durcheinander. Können Schneewittchen, die Prinzessin und die Müllerstochter die Wölfe davon überzeugen, die Märchen wieder zuzulassen? Denn Wolfgang Isegrimm und seine Wolfsfreunde sind sehr strenge Märchengegner. Es scheint also ziemlich aussichtslos, es sei denn ...

Die 22 Kinder der Musiktheaterwerkstatt Theatrix der Musikschule der Stadt Oldenburg entwickelten »Isegrimms Märchen« aus Improvisationen heraus. Entstanden ist ein Musiktheaterstück mit viel Spielfreude und absurder Komik - und natürlich wieder mit viel Musik und tollen Liedern, begleitet von der eigenen Theatrix-Band.


Foto: Ingo Hoffmeyer
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Kinder brauchen Patenschaften

05.02.2013 08:30 Uhr
von red /


Vor vier Jahren wurde das erfolgreiche Projekt »Bildung für alle« durch die Initiative der Integrationsbeauftragten und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr.Gerd Schwandner ins Leben gerufen.
Ziel ist die Verbesserung der Bildungschancen benachteiligter Kinder, insbesondere der Kinder mit Migrationserfahrungen.
Dies geschieht durch ausgewählte, geschulte Ehrenamtliche, die Patenschaften für Grundschulkinder mit Förderbedarf übernehmen.
Für Interessierte veranstaltet die Agentur :ehrensache eine Infoveranstaltung mit Projektvorstellung am Dienstag,12. Februar, 16 Uhr, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Seminarraum 5.
Anmeldungen nimmt die Agentur :ehrensache ab sofort in der Peterstraße 3, telefonisch unter 0441 235-2020 (Gabriela Kaboth-Freytag) und 235-2404 (Yasemin Kocatas) sowie per E-Mail an ehrensache@stadt-oldenburg.de entgegen.

Am Dienstag, 5. März, beginnt zum achten Mal ein neuer Kurs, mit dem wieder Ehrenamtliche auf eine Patenschaft umfassend vorbereitet werden.
Die Schulung findet an sechs Abendterminen und einem Samstagvormittag im Kulturzentrum PFL statt.
Im Anschluss werden die Patinnen und Paten an die Grundschülerinnen und -schüler vermittelt.
Die teilnehmenden Kinder werden von den Lehrkräften mit Zustimmung der Eltern ausgesucht.
Koordiniert wird das Projekt von der Agentur :ehrensache in Kooperation mit der Volkshochschule Oldenburg; gefördert wird es durch das Land Niedersachsen. Es arbeitet mit Oldenburger Grundschulen und Sprachlernklassen eng zusammen.

Inzwischen wurden über 130 engagierte Bildungspatinnen und -paten aus allen Alters- und Berufsgruppen ausgebildet. Sie fördern die Kinder während einer begrenzten Zeitspanne durch gezielte Freizeitgestaltung in ihren sozialen und fachlichen Kompetenzen.
Bildungspatinnen und –paten haben aber auch eine Brückenfunktion zwischen Schule und Elternhaus. Sie vermitteln den Eltern wichtige Informationen über die Schule der Kinder und das Bildungssystem. Die Patinnen und Paten werden durch regelmäßige Erfahrungsaustausche und Fortbildungen begleitet.

Carsten Lienemann hat 2009 eine Bildungspatenschaft übernommen und hier ausführlich über sein Erleben berichtet.


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»Mein Oscar ist für ...«

22.12.2012 07:10 Uhr
von Carsten Lienemann

Oscar-Verleihungen in Hollywood gleichen sich wie ein Oscar dem anderen: Die Preisgewinner geben sich völlig überrascht und danken anschließend ihren Eltern, der Academy und dann der halben Welt, die leer ausgegangenen Schauspielerinnen und Schauspieler applaudieren mit der Faust in der Tasche und lächeln gequält, die Moderation ist ohnehin austauschbar.

In Oldenburg ist das ganz anders. Die Oscar-Verleihung am Donnerstag, 20. Dezember 2012, im Internationalen Jugendprojektehaus unterschied sich traditionell in vielerlei Hinsicht von der Veranstaltung im Vorjahr.

Zu den Dingen, die beibehalten werden, gehört, dass jeder einen Oscar bekommt. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler basteln für jeweils eine andere Person aus der gleichen Kinder- bzw. Jugendtheatergruppe des Vereins Jugendkulturarbeit e .V. einen individuellen Preis, der besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten dieser Person symbolisiert und mit entsprechender Erklärung überreicht wird. Damit wird vor aller Augen eine hohe gegenseitige Achtung und Wertschätzung demonstriert.

Mit einer gespielten Szene, besetzt aus dem Vereinsvorstand, wurden die letzten Zuschauer hereingerufen, bevor der ganze Vorstand nach vorn geholt wurde, um sich vorzustellen. Die Moderation lag in den Händen von Lara Görtzmann und Guntars Almanis, die wie drei weitere Jugendliche ein Freiwilligenjahr im Verein Jugendkulturarbeit absolvieren. Passend zum Anlass hatten sich beide mächtig in Schale geworfen, um die Show vom Sofa aus »im Fernsehen« zu verfolgen und zu kommentieren. Zwischendurch schlüpften beide immer wieder in verschiedene Rollen oder gesellten sich zu den von ihnen mit betreuten Theatergruppen auf die Bühne.

Den Anfang machte die Kreyenbrücker Kindertheatergruppe »PAEPP«, dann das »Kooperative Kindertheater Ohmstede« (KaKaO), nach der Buffet-Pause folgten die Kreyenbrücker Jugendtheatergruppe»Rollentausch«, das »Jugendtheater Bloherfelde« (JTB), das Kurlandtheater und schließlich der Jugendklub der Kulturetage, die fast alle mit einer Szene einen Einblick in ihre Theaterarbeit boten. Außerdem stellten Liesa Pieczyk und Marco Jodes ihr Projekt »Tanz:T« und Dettmar Koch die Riege der »Freiwilligen« vor, nachdem er ein Jugendkulturarbei-T-Shirt versteigert hatte. Musikalisch eingerahmt wurde der Abend von Izabela Cholewa und Davide Leonardi.

Regelmäßiger, weil beliebter und immer wieder neuer Bestandteil der Oldenburger Oscar-Verleihungen ist das Improtheater, bei denen die Mitglieder der verschiedenen Theatergruppen neu gemischt werden und nach den Vorgaben des Publikums eine Szene entwickeln müssen. Diesmal aber hatte niemand so recht Lust, einen Wettbewerb daraus zu machen, und so blieb es bei einem Durchgang. Es folgte aber noch ein improvisiertes Improtheater: Drei Spieler treffen sich auf einer Sitzbank und entwickeln eine Szene. Wer lachen muss, scheidet aus und benennt einen neuen Spieler oder eine neue Spielerin aus den Zuschauern. Diese Person bestimmt eine neue Situation.

Mit diesem Spiel ging der Abend zu Ende. Den Schlusspunkt setzten Davide und Izabella mit »Let it Snow«.

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»Grüffelo« im Kennedyviertel

17.11.2012 15:25 Uhr
Bundesweiter Vorlesetag als Starthilfe für ein spannendes Vorleseprojekt

Zum Bundesweiten Vorlesetages am 16. November 2012 hat der Bewohner- und Bewohnerinnenverein Kennedyviertel e. V. »Wir für uns« alle kleinen und schon etwas größeren Bücherwürmer eingeladen. In den Gruppenräumen der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde las Oldenburger Autorin Heide Isrun Lorenz zunächst »Der Grüffelo« von Julia Donaldson (Text) und Axel Scheffler (Bilder) vor; anschließend blätterten die Kinder selbst in verschiedenen Büchern der Einrichtung.

Frau Lorenz selbst brachte noch fünf Bilderbücher mit, die die Evangelische öffentliche Bücherei »Blickpunkt«, Edewechter Landstraße 23, für das gerade gestartete »Leseratten«-Projekt des Bewohnervereins gespendet hatte.

Jeden Donnerstag nachmittag von 15:30 bis 16:30 Uhr soll im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit für Kinder von 5 bis 7 Jahren eine Geschichte aus einem Buch vorgelesen und anschließend noch ein bisschen gespielt werden, so die Idee von Andrea Stürenberg und Anja Wittoesch. »Das Angebot ist zunächst bis zum 20 Dezember befristet, wie es dann weiter geht, hängt davon ab, wie gut es angenommen wird«, erklärt Andrea Stürenberg.

Im Faltblatt dazu heißt es:

Bücher können spannend, traurig gruselig, lustig und Vieles mehr sein!
Wir finden Bücher toll und möchten mit Euch in verschiedenen Geschichten auf Phantasie‑ und Entdeckungsreise gehen ... außerdem macht Vorlesen schlau ...
... deshalb wollen wir gemeinsam mit Euch ein paar gemütliche Stunden verbringen und
  • Euch aus Büchern vorlesen
  • gemeinsam Bücher anschauen,
  • passend zu den Geschichten mit Euch malen und basteln,
  • Bilderbuchkino gucken,
  • quatschen
  • und Vieles mehr!!!
Eingeladen sind alle Kinder im Alter zwischen 5 und 7 Jahren und Eltern, die vielleicht auch mal gerne vorlesen möchten, donnerstags von 15:30 bis 16:30 Uhr in die Gruppenräume des Treffpunkts Gemeinwesenarbeit zu kommen,
Bloherfelder Str. 173
26129 Oldenburg

Fragen dazu beantworten
Andrea Stürenberg und Anja Wittoesch
Tel/Fax: 0441-5947169
E-Mail: kontakt@wir-fuer-uns-oldenburg.de

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn und soll die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken und laden zum 2012 am 16. November ein.

Der Aktionstag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor - zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich über 12.000 Vorleserinnen und Vorleser am Bundesweiten Vorlesetag, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien.
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Botschafter aus Südafrika tanzt mit Oldenburger Kindern

14.11.2012 07:10 Uhr
KIBUM-Fotoausstellung »African Kids«: Ensemble »EWO!« begeistert Gäste und Besucher

von Martina C. Beaumont

Kinder führten durch das Programm, Kinder machten die Musik, Kinder tanzten, spielten und sangen und - sie eroberten sich die Herzen eines begeisterten Publikums. Die Eröffnung der KIBUM-Fotoausstellung »African Kids« , wie auch die Eröffnung der Ausstellung »Tingatinga – Afrika!« über die Bilderbuchkunst von John Kilaka und Tobias Krejtschi waren am Sonntag »kindgerecht« gestaltet worden. Ganz so, wie von Veranstaltern und Organisatoren zuvor versprochen.

»Alle mal aufstehen und mitmachen«, der 7-jährige Jarnu vom eigens für die KIBUM gegründeten Kinderensemble »EWO!« (Los geht’s!) blickte auffordernd nach vorn. »Alle!«, scheuchte er auch die letzten hoch. Nun wurde es in den Ausstellungsräumen schweißtreibend. Bei dem bekannten Kinderlied aus Ghana »Tse Tse Kule«, flogen die Hände erst in die Luft, klatschten dann auf die Knie, dann auf den Boden. Dabei kam der eine oder die andere ganz schön außer Atem, doch alle strahlten übers ganze Gesicht, so viel Spaß machte das. Ganz vorn mit dabei: Oberbürgermeister Gerd Schwandner, Buchautor Lutz van Dijk und der südafrikanische Botschafter Reverend Dr. Makhenkesi.

Letzterer war auch schon zuvor spontan aufgesprungen und tanzte mit den Kindern zu ihrem selbstgetexteten Lied »Hallo Kinder aus Südafrika« nach der bekannten Melodie von »Der Löwe schläft heut Nacht« im Kreis. Rhythmisch und melodisch begleitet wurden »EWO!« von Richard Kouame und Miriam Konate. Der Sänger und Tänzer von der Elfenbeinküste und die Oldenburger Rhythmikpädagogin haben seit September mit den Kindern aus verschiedenen Grundschulen Oldenburgs geprobt. »Kei nes der Kinder kannte vorher eine der afrikanischen Sprachen. Aber sie haben sehr schnell ein Gefühl für die Sprache und den Rhythmus entwickelt«, erzählte Richard Kouame beeindruckt.

Begeistert zeigte sich auch der südafrikanische Botschafter, nachdem er sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen hatte. In seiner kleinen Dankesrede beschwor er die Verbundenheit der Menschen und lud dazu ein, nach Südafrika zu kommen, um voneinander zu lernen. Auch verwies er auf die wertvolle Arbeit, die der Buchautor Lutz van Dijk sei t 2001 für von AIDS betroffene Kinder in Kapstadt leistet und die nun auch in »African Kids« zu Wort kommen.

Van Dijks jüngste Publikation »African Kids« entstand in enger Kooperation mit der KIBUM. Hierin lässt er Kinder aus dem Township Masiphumelele ihre Geschichte erzählen, die von ihrem oft harten Alltag, ihrem Leben mit AIDS, aber auch von ihrer Lebenslust, ihrem Humor und ihrer Zuversicht handeln.

Nach der souveränen Überleitung durch die 14-jährige Moderatorin Mystele Tendonge aus Kamerun näherte sich das KIBUM-Ensembles »Ewo!« auch diesem Thema musikalisch und tänzerisch an. Das von den sieben Kindern gefühlvoll vorgetragene Lied »Sponono« ist ein kleines Tanzlied der Xhosa aus Südafrika. Sein Text beklagt, vergleichbar einem Blues, den Verlust eines geliebten Menschen.

So manch einer der Besucher summte das Lied beim Betrachten der ausdrucksstarken Bilder noch vor sich hin, da waren die Kinder von »EWO!« schon auf dem Weg zu ihrem zweiten Auftritt. Denn nun stand die Eröffnung der Bilderbuchkunst-Ausstellung »Tingatinga – Afrika!« auf dem Programm – mit Liedern und (Mitmach-)Tänzen aus Tansania.

Die Fotoausstellung »African Kids« ist noch bis zum 20.11.12 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr in der Artothek, Peterstr.1 geöffnet. Die beeindruckenden Fotos lieferten Nic Bothma, Chef-Fotograf der Europäischen Presseagentur in Westafrika und Ralf Hirschberger, Journalist der DeutschenPresse Agentur/dpa in Südafrika.

Die kraftvollen und leuchtenden Bilderbuchwelten von John Kilaka und die expressiven Illustrationen von Tobias Krejtschi der »Tingatinga – Afrika« –Ausstellung sind noch bis zum 20.11.12 montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr und samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr in der BBK-Galerie, Peterstr. 1 zu bewundern.

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Zehn Tage lang großes Lesevergnügen

08.11.2012 06:00 Uhr

Afrika erzählt! – Mit diesem Motto wird die 38. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse vom 10. bis zum 20. November afrikanische Kinder- und Jugendliteratur in den Mittelpunkt rücken. Die beiden Veranstalter der KIBUM – die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität – möchten dazu einladen, die Vielfalt des afrikanischen Kontinents und seiner Kulturen zu entdecken.
Für die erwarteten 35.000 kleinen und großen Besucher verwandelt sich das Kulturzentrum PFL wie in jedem Jahr in eine große Bücherlandschaft mit nahezu 2.200 neu erschienenen deutschsprachigen Kinder- und Jugendmedien.

»Die KIBUM macht vor, wie Leseförderung aussehen sollte: spannend, unterhaltsam, faszinierend – und gleichzeitig informativ und lehrreich. Die Kinder erleben Bücher als eine zweiflüglige Tür zu Abenteuern und zu Wissen. Das ist Bildung, die Spaß macht. So wirkt sie intensiv und dauerhaft. Und genau darum geht es«, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner.

»Afrika ein faszinierendes Thema, das die Kinder viel Neues wird entdecken lassen. Es erfüllt mich mit großer Freude, wie alljährlich die Leselust der kleinen und großen Besucher beflügelt wird. Die gleichbleibend hohe Qualität der KIBUM ist nur möglich durch das Engagement und die perfekte Zusammenarbeit aller Akteure aus Stadt und Universität«, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon.

Desmond M. Tutu – Friedensnobelpreisträger und Schirmherr der Afrika-KIBUM – wünscht aus Kapstadt in seinem Grußwort »allen ein großes Lesevergnügen« und schreibt: »Lesen ist etwas Wunderbares. [...] Die KIBUM leistet, dass Tausende von Büchern Zigtausenden von Kindern leicht und motivierend zugänglich gemacht werden.«

Neben dem generellen Ziel der KIBUM, Leselust und Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu fördern, liegt den Veranstaltern das interkulturelle Lernen am Herzen. In vielen intensiven Kontakten und Dialogen können sich neue Sichtweisen auf Afrika vermitteln.
Ein dynamisches, aktuelles wie auch traditionelles und dabei differenziertes Bild Afrikas eröffnet sich in zahlreichen Veranstaltungen mit afrikanischen und afrikakundigen, westlichen Kinder- und Jugendbuchautoren sowie Illustratoren, Künstlern und Pädagogen.
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In elf Tagen durch afrikanische Welten

20.10.2012 06:00 Uhr


38. KIBUM startet am 10. November
Friedensnobelpreisträger Tutu ist Schirmherr


Afrika erzählt! – Mit diesem Motto wird die 38. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM vom 10. bis zum 20. November afrikanische Kinder- und Jugendliteratur in den Mittelpunkt rücken. Die beiden Veranstalter der KIBUM – die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität – möchten dazu einladen, die Vielfalt des afrikanischen Kontinents und seiner Kulturen zu entdecken.
Für die erwarteten 35.000 kleinen und großen Besucher verwandelt sich das Kulturzentrum PFL wie in jedem Jahr in eine große Bücherlandschaft mit nahezu 2.500 neu erschienenen deutschsprachigen Kinder- und Jugendmedien. Schirmherr der diesjährigen KIBUM ist der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond M. Tutu.

Neben dem generellen Ziel der KIBUM, Leselust und Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu fördern, liegt den Veranstaltern das interkulturelle Lernen am Herzen.
In vielen intensiven Kontakten und Dialogen können sich neue Sichtweisen auf Afrika vermitteln. Ein dynamisches, aktuelles wie auch traditionelles und dabei differenziertes Bild Afrikas eröffnet sich in zahlreichen Veranstaltungen mit afrikanischen oder afrikakundigen, westlichen Kinder- und Jugendbuchautoren sowie Illustratoren, Künstlern und Pädagogen.

Eine Auswahl der renommiertesten Schriftsteller und Schriftstellerinnen, Illustratorinnen und Illustratoren aus Schwarzafrika im Kinder- und Jugendbuchbereich ist zur KIBUM eingeladen: Véronique Tadjo (Südafrika), John Kilaka (Tansania), Dominique Mwankumi (Kongo), Meshack Asare (Ghana), Ibo (Senegal), Patrick Addai (Ghana), Lutz van Dijk (Südafrika) und viele mehr.
Sie alle möchten zur KIBUM in zum Teil zweisprachigen, von kompetenten Übersetzern begleiteten Lesungen, Ausstellungseröffnungen und Workshops ihre Arbeiten vor Ort präsentieren und ins Gespräch mit ihrem Publikum kommen.

Besondere Glanzlichter sind die Bilderbuchkunst-Ausstellung Tingatinga – Afrika! (Eröffnung am 11. November, 15 Uhr) und die auf Initiative und in enger Zusammenarbeit mit der KIBUM entstandene Publikation »African Kids – Eine südafrikanische Township-Tour« von Lutz van Dijk mit gleichnamiger Fotokunst-Ausstellung (Eröffnung am 11. November, 12 Uhr).
Weiteres Highlight ist das von der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität organisierte öffentliche Symposium »Wie schön fern ich bin«, das sich am 16. und 17. November mit Afrikabildern in der Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Vermittlung beschäftigt.

Die Afrika-KIBUM wird gefördert vom Hauptsponsor Oldenburgische Landesbank AG, von CEWE COLOR, Saxoprint, der EWE Stiftung, vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der IFE Eriksen AG.


Quelle & Grafik: Stadt Oldenburg
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Hin und weg, auf und davon

17.10.2012 10:39 Uhr
Neue CD von Markus Rohde und Band

Am Sonntag, 14. Oktober, feierte die Band das Erscheinen der aktuellen CD mit einem Konzert im theater/hof 19. Wie der Titel vermuten lässt, geht es unter anderem um Urlaub. Eigentlich ist es ein bisschen spät dafür, könnte man denken, aber Markus Rohde (Gitarre), Carsten Jacobs (Schlagzeug) und Rainer Lochmann (Bass) gelingt es in Windeseile, den ganzen Saal in Ferienstimmung zu versetzen und Kinder wie Erwachsene zum Mitmachen zu bewegen. Markus spricht die Kinder im Publikum immer wieder direkt an, stellt Fragen und holt sich die Antworten mit dem Mikrofon ab, auch wenn er dabei lange Wege durch die Sitzreihen gehen muss.

Eine Besonderheit auf dieser CD sind die vielen Gäste, die mitgespielt und mitgesungen haben. Zwei von ihnen sind sogar da: Elke Kamper und Andreas Orth vom Mönchengladbacher »Lila Lindwurm« singen und spielen mit bei »Hey Hopp im Galopp«.

Eine weitere Besonderheit ist, dass mit dieser CD das Hilfsprojekt »Kinder-Raising-Voices« in Uganda unterstützt wird. Mit einem beeindruckenden und kurzweiligen Film, den er im Sommer vor Ort gedreht hat, stellt Markus das Projekt vor, dann geht das Musikprogramm nahtlos weiter.

»Rockmusik für Kinder von 5 bis 99« machen Markus, Carsten und Rainer nach eigenen Angaben. Und tatsächlich, es ist alles dabei, Schnelles und Langsames, Lautes und Leises, Ausgelassenes und auch Nachdenkliches. Die Musik und die Texte sind eingängig und leicht verständlich, dabei aber durchaus anspruchsvoll. Das ist sicher nicht nur ein Zugeständnis an die Erwachsenen, um ihnen das Mithören angenehmer zu gestalten. Auch Kinder freuen sich, wenn sie mit all ihren Stimmungen angenommen und ernst genommen werden.


Noch zwei Kritiker

Andre Wichmann (rechts), obwohl noch jung an Jahren, hat schon reichlich Bühnenerfahrung. Er spielt Akkordeon und Theater und stand noch vor den Sommerferien mit Markus, Rainer und Carsten auf der Bühne, als Schiffskoch in dem Kindermusical »Piraten, Wellen und Spinat«, das das Kooperative Kindertheater Ohmstede aufgeführt hat. Zusammen mit seinem Bruder Nico (links) hat er aufmerksam die Show verfolgt.

Wie fandet ihr es insgesamt?
Andre: Gut!
Nico: Ja, war gut!

Was war am besten?
Nico: Das Lied mit der Feuerwehr. Und der Dampf.
Andre: Ja, die Nebelmaschine, und das Lied fand ich auch gut.

Wie war der Film?
Andre: Cool, der war witzig, und alle Kinder haben Musik gemacht und witzig getanzt ...
Nico: ... und Grimassen geschnitten!


Die beiden waren offenbar zufrieden und holten sich wie viele andere Kinder auch am Schluss ein paar Autogramme ab.

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»Das soll mein Fahrrad sein?«

14.10.2012 14:14 Uhr
Fahrrad-Putzaktion des Round Table 14 Oldenburg zugunsten von Trauerland e. V.

Ein neues Fahrrad für sechs Euro? Ganz so war es nicht. Aber ein Fahrrad, das für sechs Euro fast so aussieht, als wäre es gerade gekauft worden, das konnte man am Sonnabend, 13. Oktober, auf dem Julius-Mosen-Platz bekommen. Die Mitglieder des Service-Clubs Round Table 14 Oldenburg reinigten von 11:00 bis 16:00 Uhr Fahrräder, was das Putzzeug hielt. Viele Besitzer erkannten bei der Rückgabe ihre Räder kaum wieder.

Im Preis eingeschlossen war auch ein Sicherheits-Check, bei dem 11 kritische Punkte wie Bremsen, Beleuchtung etc. auf ihren Zustand überprüft wurden. Bei der Abholung wurde den Eigentümern mit ihren Rädern eine Mängelliste übergeben, die gleichzeitig ein Gutschein ist: Das Zweiradhaus »Vosgerau am Damm«, das sich mit drei Mitarbeitern auch an der Putzaktion beteiligte, bietet bis Ende Oktober gegen Vorlage der Liste einen Rabatt von 10% auf die Reparaturrechnung an.

Für zwei Euro zusätzlich konnte man an einer Verlosung teilnehmen. Am Ende der Veranstaltung gegen 16:00 Uhr wurden ohne Notar, aber in Gegenwart vieler Zeugen die Gewinner verschiedener Gutscheine ermittelt, die die Firmen Vosgerau, Möbel Buss und CeWe Color gestiftet hatten.

Von der Putzaktion profitierten neben Trauerland e. V auch die Oldenburger Postboten. Zusteller Michael Olsen putzte die Fahrräder seiner Kollegen, sein Arbeitgeber hatte Trauerland dafür einen Betrag überwiesen.

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Frag doch mal die Maus!

05.10.2012 07:45 Uhr
von Carsten Lienemann

Was passiert eigentlich mit einem Menschen, wenn er gestorben ist? Na klar, er wird bestattet. Aber wie genau geht das eigentlich, was muss dafür getan werden?

Antworten auf diese und weitere Fragen konnten Kinder und ihre Eltern am Mittwoch, 3. Oktober, beim Bestattungsinstitut Stolle bekommen, das sich wie auch schon bei der Erstauflage im vergangenen Jahr an der Aktion »Türen auf für die Maus« beteiligte.

»Die Nachfrage war sehr groß«, freut sich Alexander Stolle. »Wir haben drei Führungen für je etwa 40 Personen angeboten, und die waren schon bald ausgebucht, so dass wir leider vielen Anrufern absagen mussten.«

Um halb elf ist die erste Gruppe an der Reihe. Die Kinder erhalten zur Begrüßung von Daniela Helms und Lena Brandes eine Maus-Anstecknadel und einen Aufkleber mit ihrem Namen, und wenn sie mögen, auch Kekse und Getränke. Dann führt Martina Brandes sie in den Andachtsraum, der wie bei einer Trauerfeier hergerichtet ist, abgesehen davon, dass im ganzen Haus viele Stofftier-Ausgaben der Maus verteilt worden sind, die die Besucher nach und nach entdecken.

Nach einer kurzen Einführung geht es in den Ausstellungsraum. Verschiedene Sargmodelle stehen hier, damit die Angehörigen einen Sarg aussuchen können, der ihnen gefällt und zu der verstorbenen Person passt. Ein fertiger Sarg steht offen im Raum, er ist mit roten Polstern ausgeschlagen. »Normalerweise sind die Polster weiß, gefüllt sind sie mit geschreddertem Papier«, erklärt Martina Brandes. »Warum ist das überhaupt gepolstert, der Gestorbene merkt das doch nicht mehr?« möchte jemand wissen. »Das hat mit Würde zu tun«, antwortet Martina Brandes, »wir würdigen damit den Verstorbenen.«

Wie fühlt es sich an, in einem Sarg zu liegen? Wer möchte, darf das ausprobieren. Und das möchten eine ganze Menge, und auch die Eltern sollen mal probeliegen.

Die nächste Station ist der Transportwagen. Alexander Stolle zeigt, wie ein Verstorbener von der Rollbahre in das Auto bewegt wird und wie er im Beerdigungsinstitut wieder ausgeladen wird. Dabei müssen eine Reihe von Hebeln bewegt und Knöpfe gedrückt werden, das übernehmen heute mal die Kinder.

Verstorbene werden gewaschen und zurechtgemacht, bevor sie mit dem Körperlift in den Sarg gelegt werden. Wie das geht, zeigt Holger Stobbe, und außerdem erklärt er, wie die Trageriffe an den Sarg geschraubt und der Stoff am Holzrahmen befestigt wird. Die Kinder dürfen auch selbst schrauben und tackern, dabei passt Holge Stobbe gut auf, dass sich niemand verletzen kann. Währenddessen beantworten Alexander Stolle, Martina Brandes und Peter Bantelmann die Fragen der Erwachsenen.

An der nächsten Station steht ein weißer Sarg, auf den die Kinder bunte Handabdrücke aufbringen dürfen. Dazu malt Lena Brandes ihnen Fingerfarbe auf die Hände. Dann zeigt Martina Brandes noch die Aufbahrung, mit einer Puppe, die aus gutem Grund kein Gesicht hat.

Wieder im Andachtsraum, bekommen die Kinder noch eine Tasche mit einer Stoffmaus, einem Buch, Luftballons und weiteren Dingen, bevor sie verabschiedet werden.

Die Führung durch das Bestattungsinstitut zeigt, dass Kinder sehr sachlich und pragmatisch mit dem Tod umgehen. Dass er zum Leben dazugehört, ist ihnen offenbar viel leichter zu vermitteln als die meisten Erwachsenen denken. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses Stolle gehen mit großem Einfühlungsvermögen auf die Kinder ein, beschönigen nichts und vermitteln die Sachverhalte in einer leicht verständlichen, aber keinesfalls kindischen Sprache. Und gelacht wird auch viel an diesem Tag.

Das Bestattungsinstitut Stolle steht allen Religionen sowie nicht-religiösen Menschen offen, erläutert Alexander Stolle auf Nachfrage. Auch Urnen-Erd- und Seebestattungen sind möglich, »darauf auch noch einzugehen, hätte aber den zeitlichen Rahmen gesprengt«.

Der Verein Trauerland e. V.

Weil Kinder anders trauern als Erwachsene, unterstützt der Verein Trauerland e. V. Kinder und Jugendliche, wenn sie einen Angehörigen verloren haben. Zusammen mit zwei Kolleginnen stellte Trauerland-Mitarbeiterin Carolin de Witt den Verein und seine Arbeit vor. Im Besprechungsraum konnten Kinder und Eltern auch einen Blick auf die Trauerland-Internetseiten mit unterschiedlichen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werfen.

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Viel Sand und Knete zum Kinderfest

24.09.2012 07:30 Uhr
von Carsten Lienemann

»Kinder brauchen Zeit« ist das Motto des diesjährigen Weltkindertages, der wie jedes Jahr am 20. September stattfand. Und wie jedes Jahr wurde dieser Tag am Sonntag, dem 23.September, bundesweit mit Kinderspielfesten gefeiert, in Oldenburg wie immer auf dem Rathausmarkt und organisiert vom Verein zur Förderung des Freizeitsports e. V. »Spielefant«.

Alles, was in und um Oldenburg Ruf und Namen in Sachen Engagement für Kinder und Jugendliche hat, war mit einem Stand vertreten. Nicht nur der Spielefant, auch fast alle anderen Organisationen boten Mal- und Spielstationen an, wobei neben Bewegungsspielen Sand und Knetmasse die absoluten Renner waren.

Während die Kinder die Zeit bekamen, die sie zum Spielen brauchten, konnten ihre Eltern viele Informationen rund um Erziehung, Bildung, Gesundheit, Chancen und Gefahren erhalten, Kinder im Allgemeinen wie auch die eigenen Kinder im Besonderen betreffend.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen empfahl 1954 ihren Mitgliedsstaaten die Einrichtung eines Weltkindertages. Damit sollten die Rechte der Kinder gestärkt, die Freundschaft unter Kindern und Jugendlichen gefördert und die Arbeit von UNICEF unterstützt werden. Weiteres dazu auf www.weltkindertag.de.

Das Motto »Kinder brauchen Zeit« rückt den zunehmend durchgeplanten Tag von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt und appelliert gleichzeitig an Eltern, Erzieher, Betreuer und alle anderen, die sich angesprochen fühlen, Kindern mehr Zeit zu widmen. Auch dazu gibt die Website zum Weltkindertag Auskunft.

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Fußball hilft trauernden Kindern

10.09.2012 07:30 Uhr
Benefiz-Turnier des TSV Oldenburg zugunsten von Trauerland e. V.

Die Konkurrenz war groß an diesem Sonntag, dem 9. September. Überall in der Stadt gab es Veranstaltungen, die sich in etwa an das gleiche Publikum richteten wie das dritte Benefiz-Fußballturnier des Türkischen Sportvereins. Trotzdem waren die Spiele der C- und D-Mädchen gut besucht, ebenso wie das Begleitprogramm aus Hüpfburg, Tombola, Glücksrädern, diversen Spielständen sowie Erfrischungs-und Imbissständen, und wurden so ganz nebenbei zu einer echten Begegnung der Nationen und Kulturen, die in Oldenburg vertreten sind.

Nach spannenden Spielen konnte die weibliche C-Jugend des SV Werder Bremen Siegerpokal und Medaillen aus den Händen von Turnier-Schirmherr Thomas Kossendey (MdB) entgegennehmen. Die Platzierung im Einzelnen:

6. JSG Altenbruch/Groden
5. SV Eintracht Wildenloh
4. TSV Oldenburg
3. SV Wüsting-Altmoorhausen
2. SV Friedrichsfehn
1. SV Werder Bremen


Die Siegerehrung für das D-Jugend-Turnier nahmen OB Gerd Schwandner und Ratsherr und MdL Wolfgang Wulf vor. Hier gewannen die Mädchen des FC Ohmstede 1. Die Platzierung sah wie folgt aus:

5. TSV Oldenburg
4. FC Ohmstede 2
3. SV Eintracht Wildenloh
2. TuS Petersfehn
1. FC Ohmstede 1


Der eigentliche Gewinner des Tages aber war der Verein Trauerland e. V., zu dessen Gunsten das Turnier in diesem Jahr veranstaltet wurde. Wie hoch der Erlös am Ende war, konnte noch nicht ermittelt werden, aber spätestens im Bericht zur Scheckübergabe wird an dieser Stelle auch die Summe genannt werden.

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Viel MUT und viel Applaus

17.07.2012 11:23 Uhr
von Carsten Lienemann

Zum Abschluss des Modellprojektes »Migration und Theater« des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. führten drei der beteiligten Theatergruppen am Freitag, 13. Juli, im Internationalen Jugendprojektehaus noch einmal ihre Stücke auf.

Den Anfang machte das Kooperative Kindertheater Ohmstede (KaKaO) mit »Piraten, Wellen und Spinat«, das von Kindern handelt, die sich aus ihrer tristen Umgebung in einem Kinderheim auf ein Piratenschiff träumen und in ihrer Fantasie viele Abenteuer erleben. Dass diese Kinder aus verschiedenen Ländern kommen und alle ihre eigene, nicht immer lustige Geschichte haben, wird dabei ganz bewusst nur angedeutet. Alles weitere dazu auf der Sonderseite Schultheater.

Es war für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Ohmstede die 14. Aufführung. Sie haben vor insgesamt rund 1100 Zuschauern gespielt und damit einen neuen Rekord in der KaKaO-Geschichte aufgestellt.


»Die neuen Nachbarn«

Das Kindertheater Bloherfelde beschäftigte sich in seinem Stück mit Vorurteilen sowie dem Verschweigen und Verdrängen von eigenen Problemen. In das leerstehende Haus sind neue Mieter eingezogen, eine Frau mit vier Kindern. »Das ist kein Umgang für unsere Kinder«, bestimmt das Kaffeekränzchen aus den tonangebenden Damen der Gesellschaft. Eines der Kinder hält sich aber nicht daran, schließt Freundschaft mit den Neuen und hilft bei der Suche, als das jüngste der vier angeblich Asozialen verschwunden ist. Und siehe da: Die sind gar nicht asozial. Der Vater ist gestorben, die alleinstehende Frau müht sich nach Kräften, ihre vier Kinder durchzubringen, und diese selbst sind auch ganz in Ordnung. Aber das ist noch nicht alles. Es stellt sich heraus, dass auch die angesehenen Familien ihre Geheimnisse haben. Diese Geschichte hat ihnen die Augen geöffnet, sie stehen zu ihren Problemen und ziehen die Konsequenzen.

Auch wenn die zugezogenen neuen Mieter hier nicht ausdrücklich ausländische Wurzeln haben, sondern im Gegenteil sogar einen typisch deutschen Namen tragen, die Parallele wird auch so deutlich. Viele Migranten erleben genau das, was der »asozialen« Familie in diesem Stück widerfährt.


Heimweh im Herzen

Das Kindertheater PAEPP aus Kreyenbrück betrachtet Migration aus dem Blickwinkel der Fremden. Melissa aus Deutschland hat sich mit Philipp angefreundet, der mit seiner Schwester aus Afrika nach Europa gekommen ist. Eigentlich hat er hier alles, was er braucht, er hat sogar seine Familie wiedergefunden, die auf der Flucht auseinandergerissen wurde. Trotzdem ist er ziemlich unglücklich, und das kann Melissa nicht verstehen. Dann aber wird sie auf magische Weise nach »Anderland« befördert und erfährt, wie sich anfühlt, wenn man in einem fremden Land ist, nicht nur auf Urlaub, nicht freiwillig, wo man die Sprache nicht versteht und wo die Umgangsformen und die Lebensweise völlig anders sind und das Essen ganz anders schmeckt als zu Hause.

Melissa findet Freunde in Anderland, und sie fühlt sich mit der Zeit wohler als am Anfang, aber sie erkennt auch, dass sie das Heimweh im Herzen nicht besiegen kann. Und plötzlich kann sie Philipps Traurigkeit verstehen.

Bei aller Ernsthaftigkeit, mit der die PAEPP-Spielerinnen und Spieler das Thema angehen, ist ihnen ein unterhaltsames und durchaus auch amüsantes Stück gelungen, in dem sie sich über unsere Eigenheiten und Gewohnheiten lustig machen und ihre Gültigkeit in Frage stellen.

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KIBUM-Vorab:

13.07.2012 06:00 Uhr



Afrika erzählt mit dem Kinderbuchautor Ibo Kreativwerkstatt in der Grundschule Dietrichsfeld

Unter dem Motto Afrika erzählt wird die 38. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM die afrikanische Kinder- und Jugendliteratur sowie Kultur vom 10. bis 20. November zum Thema haben.
Im Rahmen des KIBUM-Vorab-Programms entwickelte nun der senegalesische, in Saarbrücken lebende Autor und Musiker Ibo gemeinsam mit Kindern der Oldenburger Grundschule Dietrichsfeld ein Literatur-, Musik- und Tanzprojekt.
Bereits am Dienstag, 10. Juli, wurde während eines Pressetermins ein Einblick in die quirlige Kreativwerkstatt mit zwanzig hoch motivierten Kindern gewährt.

Im Mittelpunkt der insgesamt dreitägigen Arbeit in Oldenburg stand Ibos afrikanisches Bilderbuch *Dikum Dakum * Die geheimnisvolle Zauberformel*, das im Bakame-Verlag in Ruanda erschienen ist.
Unterstützt wurde Ibo von der Oldenburger Regisseurin und Schauspielerin Stephanie Baak und der Tänzerin und Sängerin Jesicha aus der Elfenbeinküste, die das Projekt mit den Kindern in den nächsten Monaten bis zur KIBUM fortführen.
Die farbenprächtige Inszenierung wird im Zentrum der KIBUM-Eröffnung am 10. November stehen. Die KIBUM-Programmverantwortliche Regina Peters von der Stadtbibliothek war begeistert: »Ibo versteht es meisterlich, sein junges Publikum mit einer Mischung aus Erzählkunst, Pantomime, Tanz und Gesang zu begeistern und zu inspirieren. Ibos Arbeit für das KIBUM-Vorab war an diesen drei Tagen intensiv: nachmittags produzierten wir mit ihm und Kindern zudem ein spannendes Hörbuch. Anders als in üblichen afrikanischen Märchenanthologien sind die Helden der für die KIBUM gewählten Märchen allesamt Kinder, so dass eine große Identifikation »unserer« Kinder mit den literarischen Protagonisten entsteht.
Das Audiobook wird dann zur KIBUM an mehreren Hörstationen im Afrika-Erlebnisraum im Foyer der Peterstraße 1 zu hören sein.«

Ibrahima Ndoffène Ndiaye * kurz Ibo * ist Autor, Kabarettist, Tänzer, Schauspieler, Musiker und Geschichtenerzähler in Personalunion aus dem Senegal, wo er 1963 geboren wurde.
Er studierte Germanistik, Romanistik und Anglistik in Dakar und Saarbrücken.
Seit 1987 lebt Ibo in Deutschland, wo er unter anderem für den Saarländischen Rundfunk, das Kulturamt der Stadt Saarbrücken und in verschiedenen interkulturellen Vereinen tätig ist.
Die KIBUM 2012 wird gefördert von der OLB, CEWE COLOR, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der EWE Stiftung und der IFE Eriksen AG.


Bild: Stadt Oldenburg/ T.v.Reeken

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Theater-AG der GS Ohmstede spinnt Seemannsgarn

30.06.2012 07:00 Uhr
Premiere am 5. Juli

von Carsten Lienemann

Das Stück beginnt in einer Art Heim. Die Kinder auf der Bühne arbeiten und haben offenbar wenig Grund zur Freude. Bis sie beschließen, etwas zu spielen und sich mit Hilfe ihrer Fantasie auf ein Piratenschiff träumen. Die abenteuerliche Reise beginnt.

Seit vielen Jahren bringen die Grundschule Ohmstede und der Verein Jugendkulturarbeit e. V. immer wieder Kindertheaterstücke auf die Bühne. Dass Arbeit und Ergebnisse trotzdem spannend bleiben, liegt sicher nicht zuletzt an der naturgemäß ständig wechselnden Besetzung.

Das Stück basiert auf dem Bühnenprogramm »Piraten, Wellen + Spinat« von Markus Rohde und Band, die auch die Live-Musik beisteuern. Damit »die Darsteller während der Lieder nicht nur Staffage sind, werden jeweils zwei Kinder über Mikrofon mitsingen«, erklärt Rohde.

Die Handlung ist wie immer von den Kindern entwickelt und dann von den beiden Regisseuren Maud Ritterbeeks und Emmanuel Roux mit Hilfe von Theaterpädagoge und Jugendkulturarbeit-Geschäftsführer Dettmar Koch und Markus Rohde in Textform gebracht worden, Angelika Beck-Trauernicht erarbeitete mit den jungen Tänzerinnen und Tänzer der AG Videoclipdancing die Tanzeinlagen. »Alles in allem - wie immer - ein Jahresprojekt«, wie Schulleiterin Uta Schnelle versichert.

»60 bis 70 Kinder und Jugendliche sind in diesem Jahr beteiligt«, sagt Dettmar Koch. Das schließt auch diesmal das Plakat mit ein, das an der Grundschule im Kunstunterricht entworfen und von der Schülerfirma »schoolart« der IGS Flötenteich für den Druck vorbereitet wurde.

»Piraten, Wellen und Spinat« ist Teil des Projektes »Migration und Theater« (MUT), wie zwei weitere Kindertheaterproduktionen des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. Migration und Flucht ist auch durchaus ein Thema des Stückes, wie beispielsweise in der Kinderheim-Szene zu Beginn erkennbar ist. Allerdings: »Es gibt zwar ein paar Andeutungen, aber wir wollen ganz bewusst nicht moralisieren«, erklärt Dettmar Koch, und Markus Rohde ergänzt: »Wir spielen auch ein bisschen mit verschiedenen Sprachen. Der Spaß an der Sache soll aber für alle im Vordergrund stehen.«

Vorstellungen:
Do., 05. Juli, 18:00 (Premiere, öffentliche Veranstaltung)
Fr., 6. Juli, 9:00 und 11:00 (Schulveranstaltungen)
So., 08. Juli 2012,11:00 und 15:00 (öffentliche Veranstaltungen)
Mo., 9. Juli - Do., 12. Juli, jeweils 9:00 und 11:00 (Schulveranstaltungen)
Fr., 13. Juli, ab 9:00, im Rahmen des Kindertheaterfestivals »MUT«

Kartenreservierungen für die öffentlichen Vorstellungen (5,- € pro Karte) und Schulveranstaltungen sind ab sofort unter www.jugendkulturarbeit.eu oder der Telefonnummer von Jugendkulturarbeit e. V. (Kranbergstraße 55, Eingang: Tor Schlieffenstraße; Tel. 0441 3801260) möglich.
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Tod und Akrobatik

18.06.2012 17:56 Uhr
von Jennifer Kees und Janet Albien

Der Spielort des Todes

Das leicht morbide Stück »Der Spielort des Todes«, gespielt vom Jugend-Theater Bloherfelde, hinterlässt einen bleibenden Einruck. Zwei der Akteure schlüpften in die Rolle des Todes und setzen den Leben einiger Jugendlichen, welche sich aus Spaß und Langeweile über eine Mauer stahlen, auf der »Achtung Lebensgefahr« stand, ein Ende.

Während der 50 Minuten Spielzeit wird der Tod in vielen seiner Facetten auseinandergenommen und beleuchtet. So gibt es beispielsweise Szenen, in denen der Tod seine Arme um die Jugendlichen legt und sie somit friedlich oder auch brutal aus dem Leben reißt, ferner haben sie ebenfalls den suizidalen Tod in ihrem Stück aufgenommen und behandeln ihn. Was auch sehr bewundernswert ist, dass sie nicht nur verschiedene Todesursachen und Einstellungen zum Tod veranschaulicht haben, sondern auch die verschiedenen Ansichten auf das, was nach dem Tod erfolgen mag. So gab es zum Beispiel eine Szene, in der es um Wiedergeburt und den Glauben an ein Leben nach dem Tod ging.

Das Stück wurde durch mehrere mit Witz versehenden Szenen aufgelockert und schaffte somit eine entspannte, aber dennoch ernste Atmosphäre. Abgeschlossen wurde das Stück dann mit einer sehr grotesken Szene, in der alle Verstorbenen einen Abschiedsbrief an ihre Eltern zu formulieren versuchten. Diese Momente waren die wohl die düstersten des ganzen Stückes und regten zum Nachdenken an.


Abschwert Unbesurd

Die Akrobatik-Show »Abschwert Unbesurd« der Zirkusschule Seifenblase ist eine lustige Mischung aus Akrobatik-Nummern und Comedy-Einlagen in loser Folge. Die Akteure sind junge, dynamische Menschen zwischen 10 und 18 Jahren, die sichtlich Spaß an der Sache haben. Gezeigt wurden z. B. die unterschiedlichen Arten, einen Schaumkuss zu essen oder Jonglage-Einlagen von gelangweilten Büromenschen. Außerdem wurde viel mit Licht gearbeitet, wie z. B. Leuchtstäbe an Menschen in der Dunkelheit, die sich zu Pyramiden aufeinanderstellten. Die Show war witzig, interessant und packend und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Der verdrehte Titel passt zur verdrehten Handlungsweise: Die Szenen begannen meist als gewöhnliche Alltagssituationen und drehten dann ins Absurde ab. Durch die scheinbare Leichtigkeit der Aktionen wirkten selbst schwierige Kunststücke unbeschwert. Die Zuschauer verließen die Show in bester Laune.


Jennifer Kees und Janet Albien sind Schülerinnen der Oberschule Osternburg und schreiben für die Osternburger Nachrichten.
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Langer Abend bei den Jugendtheatertagen

13.06.2012 20:30 Uhr
von Carsten Lienemann

Am Dienstag, 12. Juni, wurden gleich drei sehenswerte Stücke aufgeführt. Das Platt'n'Studio (14+) des Staatstheaters und der DS-Kurs 203 des Gymnasium Ulricianum Aurich spielten in der Exerzierhalle, anschließend ging der Jugendclub der Kulturetage auf die Bühne.

Upwaken

Das Platt'n'Studio (14+) des Staatstheaters bringt eine größtenteils plattdeutsche Bearbeitung von Frank Wedekings »Frühlings Erwachen« auf die Bühne

Elternsprüche. Schulprobleme. Erwachende Sexualität. Stimmungsschwankungen, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Das ganze Programm, das die Pubertät zu bieten hat. Von einer Einführung in das Thema kann nicht die Rede sein, die Zuschauer werden mitten in das Geschehen hinein geworfen. In zunächst sehr schnell wechselnden Szenen finden sich die Spielerinnen und Spieler in verschiedenen Situationen wieder, in denen gelacht und gelästert, geklagt und philosophiert wird.

Erst allmählich wird das Erzähltempo reduziert, und aus der scheinbar losen Abfolge von Szenen wird die Handlung erkennbar, die gegenüber dem Original stark vereinfacht ist. Übriggeblieben ist im Wesentlichen Wendlas Schwangerschaft (und damit auch Melchiors Vaterschaft) und Moritz' Selbstmord. Das aber ist kein Verlust, im Gegenteil. Wedekings Gesellschaftskritik, so angebracht sie Ende des 19. Jahrhunderts war, musste aktualisiert werden, und das ist gut gelungen.

Alle Darstellerinnen und Darsteller präsentieren ihre Figuren sehr einfühlsam. Dass Plattdeutsch für die meisten eine Fremdsprache ist, was den Sprach- und Spielfluss gelegentlich hemmt, ändert daran nichts. Auch der Tempowechsel, von der schnellen Folge vorwiegend heiterer Szenen zu den langsamen Szenen persönlich-intimen Inhalts, gelingt allen problemlos. Eine insgesamt sehr überzeugende Inszenierung, die mehr als einmal auch Szenenapplaus verdient gehabt hätte, der aber leider ausblieb. Der Schlussapplaus immerhin fiel entsprechend groß aus.

Weitere Aufführung: 16. Juni, 17:00 Uhr, Exerzierhalle

Ba(r)llade

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? - Der Vater, na klar, mit seinem Sohn im Arm, der im Fiebertraum vom Erlkönig fantasiert und schließlich stirbt. Aber wie geht es weiter? Der DS-Kurs 203 des Gymnasium Ulricianum Aurich gibt in seinem Balladen-Medley eine Antwort.

Der Vater, der auch Jahre später den Tod des Sohnes noch nicht verwunden hat, ist inzwischen Besitzer einer heruntergekommenen Schenke. Dem Erlkönig ist er noch immer gram, und als dieser im Gastraum erscheint, versucht er, dessen Tochter, die mitgekommen ist, in die Hand zu bekommen.

Nach und nach kommen weitere Figuren aus Balladen deutscher Dichter herein, stellen in Rückblenden ihre Geschichte vor und kommen miteinander ins Gespräch und auch ins Geschäft. So will Ritter Delorges aus Schillers »Der Handschuh« noch immer weder Kunigundes Dank noch ihre Liebe, ist aber bereit, sich von Heines König »Belsazar«, der von seinen Knechten getötet wurde, als Leibwächter anstellen zu lassen, »damit das nicht nochmal passiert«.

Goethes »Zauberlehrling«, aktueller Freund der Erlkönig-Tochter, prahlt damit, nach seinem Missgeschick mit dem Wasser holenden Besen den Brand auf der Schwalbe gelöscht zu haben. Zu seinem Unglück sitzt Fontanes »John Maynard« schon da, sturzbetrunken, aber noch aufmerksam genug, um den Aufschneider zu entlarven. Am Schluss aber gibt es, im Gegensatz zu den meist tragisch endenden Balladen, ein Happy-End, sogar der Sohn des Wirtes taucht wieder auf, gerade noch rechtzeitig, um sich vor den Geistern zu verstecken, die pünktlich um Mitternacht erscheinen - natürlich zu Michael Jacksons »Thriller«.

Eine schöne Idee, ein paar Werke unserer großen Dichter auf die Bühne zu bringen und sich über ihr oft unerträgliches Pathos lustig zu machen, sich vielleicht auch dafür zu rächen, dass Generationen von Schülerinnen und Schülern sich immer wieder mit ihnen befassen müssen. Die Arbeit an diesem Stück hat Spaß gemacht, das ist allen Spielerinnen und Spielern anzumerken. Die Figuren sind Karikaturen von tragischen oder strahlenden Helden, und zwar sehr gelungene, von der Kostümierung bis zur Gestik. Schade, dass es die einzige Aufführung in Oldenburg war.

An.com

Der Jugendclub der Kulturetage zeigt eine gelungene Mischung aus Tanz- und Sprechtheater

Zwölf junge Menschen werden (von einem dreizehnten) auf die Bühne geworfen, die Leben heißt. Sie kommen offensichtlich aus verschiedenen Welten, sie begegnen sich, geraten in verschiedene Alltagssituationen und versuchen, miteinander zu kommunizieren. Da sie alle unterschiedliche Sprachen verwenden, führt das zu Missverständnissen und Problemen, wird letztlich aber immer irgendwie gelöst.

Es wird viel gesprochen, dabei ist die Zahl der Sprachen fast ebenso groß wie die Zahl der Spielerinnen und Spieler. Verschiedene gesellschaftliche Konventionen aus unterschiedlichen Kulturkreisen tragen ihren Teil dazu bei, dass die Darsteller sich untereinander kaum verstehen. Die Zuschauer jedoch verstehen alles sehr gut, denn das meiste wird durch Tanz und Körpersprache transportiert, und das ganz hervorragend. Je nach Zusammenhang wechseln die Spieler zwischen gleichförmigen und individuellen Bewegungsmustern, stellen Tagesabläufe rein pantomimisch dar oder verkörpern in mehreren Durchläufen verschiedene Charaktere in einer Alltagssituation.

Als Bühnenbild dienen 12 Hartfaserplatten, jeweils ein Quadratmeter groß, die mal den Boden eines Zimmers, mal einen Zaun, mal einen Bus symbolisieren. Zwischen den einzelnen Szenen besteht bestenfalls ein loser Zusammenhang, und dennoch befindet sich alles in einem gleichmäßigen Fluss, dem man gut noch eine weitere Stunde zusehen könnte.

Das Stück An.com ist Teil des Projektes »Migration und Theater«, das der Verein Jugendkulturarbeit in diesem Jahr mit allen seinen Theatergruppen durchführt. Da trifft es sich gut, dass der Jugendclub der Kulturetage aus vielen verschiedenen Nationen zusammengesetzt ist. Überraschend und kaum zu glauben ist allerdings, dass manche der Darsteller zum ersten Mal Theater spielen. Das sah verdammt gut aus!

Weitere Aufführungen: 25. und 26. Juni, 11:00 Uhr und 19:00 Uhr, Kulturetage

Foto: Lennart Eichbaum
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Zweimal Jugendtheater - zweimal empfehlenswert

12.06.2012 12:11 Uhr
Theaterclub des Oldenburgischen Staatstheaters zeigt »Was wird...?« und »Die Tür« im Rahmen der Jugendtheatertage

von Claudia Hein

»Was wird...?«: Fünf Junge Frauen nehmen nach und nach auf der leeren Bühne der Exerzierhalle Platz. Aus einer Spieldose erklingt »Que sera, sera. Whatever will be, will be ...« und die jungen Frauen zählen Wünsche für Ihre Zukunft auf. Als eine von ihnen erzählt, sie wolle ihre Hochzeit einmal ganz pompös in New York feiern, gerät die Runde ins Stocken. Wer soll denn das bezahlen? Wie sollen denn die Gäste dorthin kommen? Und was, wenn Du keinen Mann findest?! Anfangs hält die junge Frau an ihrer Fantasie fest und versucht, die Fragen der anderen abzuwehren. Doch dann beginnt sie an ihrem Traum zu zweifeln und wird still. Haben die anderen Recht? Was ist, wenn diese Vorstellung nicht erfüllt wird?

Und dann kommt die vermeintliche Realität ins Spiel: Ergebnisse aus der aktuellen Shell-Jugendstudie, einer Umfrage unter mehr als 2.600 Jugendlichen, werden zitiert. Ein Ergebnis ist, dass 59% aller Jugendlichen ihrer Zukunft zuversichtlich entgegen blicken. Doch tun das auch die jungen Frauen? Jedem benannten Ergebnis der Studie folgt eine Befürchtung. Die jungen Frauen benennen ihre Ängste und Unsicherheiten in Bezug auf die Zukunft. Mit starrem Blick stehen sie schließlich vor dem Publikum und murmeln unverständliche Sätze.

Da greift eine der jungen Frauen zum Mikrofon und hält es abwechselnd an die Köpfe der anderen. Weg sind die rosa-roten Fantasien, die blumigen Vorstellungen vom zukünftigen Leben. Nun ist zu hören, was sie innerlich bewegt: Erwartungen von anderen und von sich selbst, Anforderungen und Druck. Immer schneller ertönen die Gedanken, bis schließlich eine der jungen Frauen einen erschütternden Schrei ausstößt und alles schweigt. Nun benennen sie laut, welche Erwartungen beispielsweise ihre Freundinnen an sie haben, welche berufliche Zukunft sie ihnen voraussagen. Und sie benennen auch, dass sie selbst ganz andere berufliche Ziele haben. Die fünf jungen Frauen nehmen wieder Platz und formulieren erneut Wünsche für ihr Leben: Weltfrieden ... beruflichen Erfolg ... und Erdbeereis.

In »Was wird ...?« zeigen die jungen Schauspielerinnen 20 Minuten lang auf beeindruckende Weise, wie vielen Anforderungen Jugendliche gegenüberstehen. Sie verspüren Erwartungen und Druck aber nicht nur von außen, sie machen sich auch selbst viele Gedanken über ihre Zukunft. Trotz allem halten sie daran fest, dass sie selbst glücklich und zufrieden sein möchten und formulieren auch kleine Wünsche ... wie eben ein Eis.


»Die Tür« erzählt in Form eines 40-minütigen Märchens von 14 großen Jungen und Mädchen, die bisher glücklich und zufrieden im Schloss Oldenburg lebten. Plötzlich erscheint eine Tür und versetzt die ganz unterschiedlichen Jungen und Mädchen in Verwunderung und Zurückhaltung. In bester Werbeshow-Manier preist sich die Tür selbst an, indem sie erklärt, wie sie zu benutzen sei und welche Möglichkeiten sie biete. Aber sollen die Mädchen und Jungen wirklich durch die Tür gehen? Was wird dann passieren? Die Entscheidung wird noch erschwert, als zwei weitere Türen dazu kommen und zeigen, dass es nicht nur einen Weg gibt. Nachdem sie in einem lebenden Duden Begriffe wie Mut, Chance und Veränderung nachgeschlagen haben, können sich 13 von ihnen schließlich dazu durchringen, durch eine der Türen zu gehen und damit eine Entscheidung zu treffen. Einem von ihnen jedoch ist das Risiko zu groß, er fühlt sich noch nicht bereit, eine Wahl zu treffen. Ein zweiter geht zwar durch die Tür, das erhoffte Ergebnis bleibt aber aus. Doch insgesamt sind die Jungen und Mädchen stolz über ihren großen Schritt durch die Tür. Als aber kurz darauf schon die nächste Tür erscheint, wird ihnen klar, dass sie ihr ganzes Leben lang Entscheidungen treffen und durch Türen werden gehen müssen. Diese halten Chancen und Möglichkeiten bereit, aber eben auch Risiken und Unvorhersehbares. Letztendlich muss man entschlossen und überzeugt sein, um den Schritt durch die Tür zu gehen.

Mit großem schauspielerischem Einsatz, tollen Kostümen und vor allem viel Humor beschreibt die Gruppe die lebenslange Aufgabe, Vergangenes hinter sich zu lassen, neue Wege zu gehen und viele Türen zu durchschreiten. Besonders hervorzuheben ist neben der wirklich großartigen Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler die musikalische Begleitung durch einen weiteren Jugendlichen. Mit Klavier und Gitarre untermalt er das Stück und schafft eine ganz eigene Atmosphäre.

Beide Stücke ernten viel Applaus, das Publikum ist völlig begeistert von den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern. Auf ganz unterschiedliche Weise beleuchten die beiden Stücke das Thema Zukunft und die damit verbundenen Entscheidungen und Anforderungen.
Doch es wird auch deutlich, dass die Zukunft viele Chancen bereithält, beispielsweise die Chance, sich »Was wird ...?« und »Die Tür« (noch einmal) anzusehen, zwei Stücke von Jugendlichen für Jugendliche ... und Erwachsene!

Informationen zu den Terminen und zu allen anderen Angeboten der Jugendtheatertage sind im Programmheft zu finden.

Fotos: Oldenburgisches Staatstheater


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Eröffnung der Jugendtheatertage

11.06.2012 08:46 Uhr
von Doreen Träger

Die Jugendtheatertage begannen mit den Premieren von »Generation Lost?!« und »To Build A Home«, die von dem Theaterclub des Oldenburgischen Staatstheaters aufgeführt wurden.

Leider wurde mir die Zeit falsch angegeben und ich kam zu spät. Das war sehr ärgerlich, denn was ich von diesem Stück noch gesehen habe, war super. Ich musste zwar stehen, aber da mich das Stück sofort gefesselt hat, hat es mir gar nichts ausgemacht.

Dieses lag an dem Thema des Stückes, der genialen Umsetzung und dem schauspielerischen Talent der Darsteller.

Das Stück befasst sich mit den Vorurteilen, mit welchen die heutigen Jugendlichen konfrontiert werden. Es taucht die Frage auf: »Was macht die heutige Jugend aus, wer sind sie und was wird von ihnen bleiben?«

Deutlich wurden die Probleme, die Orientierungslosigkeit und Zerrissenheit einer Generation. Das Stück behandelt eine wichtigen Entwicklungsaufgabe im Jugendalter, die Identitätsentwicklung.

Ein großes Lob an die jungen Schauspieler und die begleitenden Erwachsenen, die sich diesem Thema gestellt haben. Das Stück regt zum Nachdenken an und Erwachsene erhalten eine andere Sichtweise auf die Probleme der Jugendlichen.
Die Reaktionen der Zuschauer zeigten deutlich, dass ihnen das Stück gefallen hat.


»Zuhause ist der einzige Ort, wo man nicht schauspielen muss.«

Das zweite Stück gefasst sich mit der Fragen: »Was ist Heimat?« - »Wie baut man sich ein Zuhause, in dem man sich wohlfühlt?«

Das Stück beginnt damit, dass die Schauspieler in weißen Anzügen (zum Malern), mit aufgesetzter Kapuze, auf dem Boden liegen. Einzelne Schauspieler erzählen, was Heimat ist, was sie sich wünschen und wie ihr Zuhause aussehen soll.

Hier werden die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen angesprochen, was ein Zuhause ausmacht. Jeder Mensch wünscht sich Sicherheit, Zugehörigkeit und Liebe.

Zwischen durch muss die Gruppe immer wieder »arbeiten«. Ich denke, damit soll der Spagat zwischen den gesellschaftlichen Zwängen und Anforderungen und den eigenen Lebensvorstellungen verdeutlicht werden. Zum Schluss befreien sich die Schauspieler davon und beschließen, sie selbst zu sein.

Auch dieses Stück hat mich von Anfang an gefesselt, dieses lag an der schauspielerischen Leistung und dem Humor, der immer wieder durchschien. Dieser geistreiche Witz zog das Thema nicht ins Lächerliche, sondern lockerte das doch ernste Thema auf.
An dem nicht enden wollenden Applaus wurde deutlich, dass nicht nur mir das Stück gefallen hat.

Für beide Stück ein großer Applaus, den sich die Schauspieler und die begleitenden Erwachsenen verdient haben. Und wer noch zwei super Stücke sehen möchte, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen!

Fotos: Oldenburgisches Staatstheater

Doreen Träger ist Schülerin der Fachschule für Sozialpädagogik in Oldenburg (zweites Ausbildungsjahr)
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Heißt »Weg gehen« nicht auch sterben?

06.06.2012 00:10 Uhr
Das Junge Theater Bloherfelde besteht bereits seit 2003, ist gewachsen und hat sich zu einer festen Institution im Stadtteil Bloherfelde entwickelt. Etwa einmal im Jahr präsentiert das Junge Theater Bloherfelde unter der Trägerschaft des Jugendkulturarbeit e.V. ein neues Theaterstück. In diesem Jahr haben die Jugendlichen, unter Anleitung der Theaterpädagogin Pia Schillinger und Sara Andersson (EVS), ein Theaterstück zum Thema »Sterben« entwickelt.

Warum sterben Jugendliche? Betrifft dieses Thema Jugendliche überhaupt? Müssen wir bei diesem Thema unbedingt was Trauriges und Dramatisches machen? Oder kann dieses Thema auch lustig sein? Gibt es eigentlich kulturelle Unterschiede bei den Ritualen rund ums Sterben? Und wer ist eigentlich »der Tod«?

Das Junge Theater Bloherfelde improvisiert zum Thema »Sterben« und herausgekommen ist das Stück mit dem Titel »Der Spielort des Todes«. In dieser Produktion bewegt sich das Junge Theater zwischen Spaß und Ernst, Klassik und Moderne, hier und dort und versucht dabei das Eigene und das Fremde, vor dem Hintergrund des Rahmenprojekts »MUT- Migration und Theater« auf die Bühne zu bringen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen ihr Publikum sowohl mit komischen als auch mit tragischen Momenten überraschen und dies nicht nur mit Methoden des Theaters, sondern auch mit Tanz und Bewegungstheater (Liesa Pieczyk). Die Musik dafür komponierten Nathalie Korzepski (Jugendteamerin) und Francesca Clemente (EVS). Das Bühnenbild wurde von Reimer Meyn und Katrin Littkopf erstellt.

Die Premiere dieses Theaterstücks zwischen den Welten findet am 6. Juni um 19 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (Bloherfelder Str. 170) statt. Weitere Aufführungen sind am 7. und 8. Juni jeweils um 19 Uhr ebenfalls in der Offenen Tür Bloherfelde sowie am 15. Juni um 18 Uhr im Rahmen der Jugendtheatertage in der Exerzierhalle am Pferdemarkt.

Foto: Jugendtheater Bloherfelde
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»Jugend in Aktion«

31.05.2012 08:38 Uhr
»Jugend in Aktion« Noch Teilnehmer gesucht

Der Verein Jugendkulturarbeit e. V. organisiert mit Unterstützung der EU seit Jahren erfolgreiche und spannende Multilaterale Theateraustausche, bei denen jeweils Teilnehmer aus mehr als drei Ländern beteiligt sind.

In diesem Sommer finden zwei große Projekte in Oldenburg statt, genauer im internationalen Jugendprojektehaus (IJP), Kranbergstraße55/Eingang Schlieffenstraße, für die noch Teilnehmer im Alter von 16-26 Jahren gesucht werden. In jedem Projekt sind noch 12 Plätze frei.

1) von 15. bis 25. Juli 2012 in Oldenburg mit Gästen aus Polen, Lettland und Spanien
2) von 20. bis 30. August 2012 in Oldenburg mit Gästen aus Slowenien, Italien und Spanien

Für mehr Informationen, Anmeldungen können die interessierten Kandidaten sich an Gina Schumm (Jugendbildungsreferentin für politische Bildung) oder an Davide Leonardi (EVS Koordinator für Jugendkulturarbeit e.V.) wenden:

g.schumm@jugendkulturarbeit.eu
d.leonardi@jugendkulturarbeit.eu
0441/3801260


Projekt 1: Bio (graphy) Generation:
Multilateraler Theateraustausch mit Gästen aus Lettland, Polen und Spanien

Termin: 15.-25. Juli 2012 im IJP Oldenburg
Aufführungen: 21. und 22. Juli im Rahmen des Oldenburger Kultursommers

Vorbereitend auf das Austauschtreffen werden sich die beteiligten Jugendlichen in ihren Ländern mit ihrer Großelterngeneration auseinandersetzen. Sie sollen in Gesprächen und interviewähnlichen Situationen herausfinden, was für die Großeltern, die oft eine große Vorbildfunktion haben, im Leben wichtig war und ist und welche Vorstellungen ihre Großeltern bezüglich einer »guten« Zukunft hatten und haben. An Hand von Fotomaterial werden Geschichten aus der Biografie der Großeltern bildlich erfahrbar gemacht. Die Fotos bilden mit den Interviewergebnissen eine wichtige Arbeitsgrundlage für die szenische Arbeit. Die Fotografien sollen in einer Collage mit in den Aufführungsprozess eingebaut werden.

Die Partner sind Stowarzyszenie Teatrlno-Lingwistyczne aus Krakau/Polen; Ayuntamiento de Murcia aus Murcia/Spanien und Valodu un kulturas centrs »Pasaule Musu Majas« Rezekne.


Projekt 2: Old School vs. or with Young Rebel
Multilateraler Jugendaustausch mit Gästen aus Spanien, Italien und Slowenien

Termin: 20.-30. August 2012 in Oldenburg
Aufführungen: 27. und 28. August 2012, Internationales Jugendprojektehaus

Für viele Jugendliche ist es heute nicht einfach, sich ihre Zukunft positiv vorzustellen. Es entstehen Ängste durch die ökonomische Krise, die hohe Arbeitslosigkeit, Werteverfall, Umweltverschmutzung, Energiekrise, Klimawandel. Jugendliche schließen sich neuen Protestformen an, die in vielen Ländern gleichzeitig aktiv sind und sich über die neuen Medien vernetzen (Occupy Wall Street, Indignados, Anti Atomkraft, Bio Bewegung ...). Jugendliche stellen die Werte der älteren Generation in Frage, werfen ihnen ihren unkritischen Umgang mit Ressourcen vor, fühlen sich allein gelassen und distanzieren sich von Althergebrachtem. Warum ist es für Jugendliche wichtig, ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln und auch zu vertreten? Warum ist es wichtig zu protestieren? Was möchten sie erreichen? Was spricht uns von der Young Rebel Generation an? Die Diskussionen, Filmbeiträge, Texte dienen uns dazu, über die Technik der Improvisation Szenen zu entwickeln und in diesen Szenen Stellung zu beziehen zu dem Thema. Zur Vorbereitung des Austausches werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Großeltern Gespräche über politische Veränderungen und soziale Bewegungen führen. Anknüpfungspunkte können aktuelle (Jugend)bewegungen wie z. B. die Occupy Bewegung, die Spanische Bewegung »Movimiento M15« oder auch der »Frühling« in den arabischen Ländern seinus Rezekne/Lettland.
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Oldenburger Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt ausgezeichnet

15.05.2012 06:00 Uhr

City for Children Award 2012 für »Donnerschwee wird freizeitfit«

Das Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt *Donnerschwee wird freizeitfit* hat den 1. Preis des European Award of Excellence City for Children 2012 erhalten, eine jährliche Auszeichnung für innovative kinder- und jugendfreundliche Projekte.
Oberbürgermeister Dr.Gerd Schwandner und Carsten Schoch, Fachdienstleiter für Stadtentwicklung und Bauleitplanung, nahmen am Montag, 14. Mai, im Mercedes Benz Museum in Stuttgart den Preis entgegen.

In diesem Jahr stand die kinderfreundliche Quartierplanung bei dem von der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch Stiftung sowie dem Netzwerk Cities for Children ausgeschriebenen Preis im Mittelpunkt.
22 europäische Großstädte aus zehn Ländern hatten sich um die Auszeichnung beworben.
Im Februar nominierte eine internationale Jury die Städte Reggio Emilia (Italien), Maribor (Slovenien), Hamm und Oldenburg für den Award. Ausschlaggebende Kriterien für die Jury waren Partizipation, Innovation sowie die Übertragbarkeit auf andere Städte.

Der 1. Preis ist eine Bestätigung für alle Akteure des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Gemeinschaftsprojektes des Stadtplanungsamtes und des Amtes für Jugend, Familie und Schule.

»Das Projekt hat maßgeblich dazu beigetragen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt voranzubringen und weitere Beteiligungsprojekte wie zum Beispiel im Sanierungsgebiet Kreyenbrück folgen zu lassen. Die Auszeichnung mit dem Award zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und wird nochmals neue Impulse geben«, so der Oberbürgermeister

Im Rahmen des Projektes *Donnerschwee wird freizeitfit* konnten Kinder und Jugendliche in den Jahren 2009 und 2010 ihren Stadtteil unter die Lupe nehmen und phantasievolle Ideen zur Umgestaltung des Stadtteils und der Kaserne entwickeln. Einige dieser Ideen sind weiterentwickelt und, wenn auch zum Teil zeitlich befristet, umgesetzt worden, so zum Beispiel der Bau einer Skateanlage in einer der Werkhallen auf dem ehemaligen Kasernengelände Donnerschwee.
Dass das Projekt *Donnerschwee wird freizeitfit* nachhaltige Auswirkungen hat, zeigt sich zum einen an einer halben Stelle, die im Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit speziell für die Aufgabe der Kinder- und Jugendbeteiligung in Oldenburg eingerichtet wurde.
Zum anderen hat sich der Verein Probierwerk Oldenburg e.V., eine als Präventionsprojekt gestartete Graffitigruppe, inzwischen in einer weiteren Werkhalle angesiedelt und belebt damit das ehemalige Kasernengelände.

Ein Video zum Projekt *Donnerschwee wird freizeitfit*, das Jugendliche im Rahmen eines Beteiligungsworkshops selbst gedreht haben und in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen präsentieren, gibt es auf www.oldenburg.de zu sehen.


Bild: (Foto: Fabian Schlabach - Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner
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»Die neuen Nachbarn«

09.05.2012 07:14 Uhr
Das Kinder-Theater Bloherfelde hat ein Theaterstück über das Thema Ausgrenzung kreiert, welches unter dem Titel »Die neuen Nachbarn« am 16. Mai 2012 um 16 Uhr in der Offenen Tür Bloherfelde (Bloherfelderstr. 170) Premiere feiert. Eine weitere Aufführung findet am 21. Mai ebenfalls um 16 Uhr in der Offenen Tür statt.

Die Kinder haben sich über Improvisationen mit Fragen wie: Warum werden Menschen ausgeschlossen? Wie kommt es zur Ausgrenzung? Verdienen die Leute es so behandelt zu werden? Wie kann man dagegen angehen? auseinandergesetzt. Angeleitet wurden sie dabei durch die Theaterpädagogin Pia Schillinger sowie Emmanuel Roux (EVS), Francesca Clemente (EVS) und Angelo Mierswa (Jugendteamer).

Die Kinder kennen die Problematik des Ausgegrenzt seins aus der Schule. Viele von ihnen haben dort bereits Erfahrungen mit Ausgrenzung gemacht. Sie wollen uns von ihren Erlebnissen in Form eines Theaterstücks erzählen. Das Kinder Theater Bloherfelde präsentiert eine Geschichte zu dieser Thematik vom Blickwinkel der Kinder aus, die sich dabei auch mit Hilfe von Musik, über Gesang und Bewegungstheater ausdrücken. Eine Familie kommt neu in eine Kleinstadt. Sie sind anders! Die Erwachsenen haben Angst um ihre Routine und hetzen ihre Kinder auf, den Neuankömmlingen mit Gewalt zu zeigen wie das Leben hier funktioniert. Aber Paula stellt sich gegen die Erwachsenen und ihre Schulfreunde ...

»Wir würden uns freuen, wenn wir in die Schulen auf uns zu kämen und uns für einen Auftritt zu sich eingeladen oder uns mit circa 2-3 Schulklassen für eine Aufführung in der OT nach Absprachen besuchen«, sagt Pia Schillinger.

Weitere Infos über p.schillinger@jugendkulturarbeit.eu.
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Ohne Zwang kreativ sein

05.05.2012 08:00 Uhr


Kinder machen Bücher

Liebe und Engagement, diese Komponenten sind immer eine solide Basis einzigartiger Projekte. Die *Buchkinder* in Leipzig sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie unerschütterlicher und teilweise ehrenamtlicher Einsatz gepaart mit der Liebe zu Kindern und Büchern eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat. ( Zitat Kunst & Material* Jan./Feb. 2012)

Der Verein Buchkinder Leipzig e.V. ist eine Buch- und Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren.
Der Verein wurde 2002 gegründet und beschäftigt inzwischen rund 20 Mitarbeiter.
Der Erfolg zeigt sich im weitverzweigten solidarischen Netzwerk von Buchkinderinitiativen in Aachen, Berlin, Frankfurt am Main, Gütersloh, Höxter, Halle, Mainz, Neapel, Sinsheim und Weimar.( www.buchkinder.de )

Unser Anliegen ist es, * Buchkinder* auch in Oldenburg ins Leben zu rufen!!! Dafür brauchen wir (Terez Fothy, Meike Dismer freischaffende Künstlerinnen, Bärbel Lange Grundschule Dietrichsfeld, Christiane Maaß Stadt Oldenburg, Kulturbüro, Projekt Kulturelle Bildung, Sandrine Teuber Museumspädagogischer Dienst, Horst- Janssen -Museum) ein innovatives Netzwerk hier vor Ort * also Sie/ Euch.

Erste Gespräche haben auf der Leipziger Buchmesse stattgefunden . Wir haben das einmalige Angebot bekommen in Oldenburg einen zertifizierten Buchkinder-Grundkurs unter der Leitung der Fachfrauen aus Leipzig durchzuführen.

Schwerpunkt der Buchkinder in Oldenburg soll die Arbeit mit Kindern aus sozial- und einkommensschwachen Familien, aus Familien mit Migrationshintergrund und im Sinne der Inklusion auch mit Kindern mit einer Behinderung sein. Von daher ist die Einbindung der Stadtteile in dieses Projekt von besonderer Bedeutung. Schwerpunkte des Konzeptes sind:
• Spielerisches Lernen
• Stärkung des Selbstbewusstseins
• Förderung der Kreativität
• Umgang mit Sprache
• Teamarbeit
• Ausbildung des Realitätssinns
• Kritikfähigkeit
• Respekt vor der Arbeit anderer

Kooperationsgespräche finden bereits mit Schulen, Museen, Bibliotheken und der Stadt Oldenburg statt.
Für eine Veröffentlichung auf der KIBUM 2012 besteht bereits eine mündliche Zusage.
Geplant ist die Einbeziehung der Kirchengemeinden und Stadtteiltreffs.
Ein Info-Abend hierzu findet am Do., 10. Mai um 19:00 Uhr im Atelier W.1 (Waffenplatz 1, 26122 Oldenburg) statt.
Anmeldungen werden unter Tel.: 0151-15287795, sowie per Email an meike-dismer@t-online.de bis zum 9. Mai entgegen genommen.
Wir freuen uns über Ihr/ Euer Interesse und hoffen auf viel
Unterstützung.
Ihre/ Eure Buchkinder-Initiative-Oldenburg

Kontakt zur Initiative *Buchkinder Oldenburg*: Teréz Fóthy, Bärbel Lange
Tel.: 0151-15287795, Email: terez.fothy@gmail.com
Tel.: 0441-62614, Email: baerbel.lange1@gmx.de


M.A.Teréz Fóthy
www.terezfothy.com

Freischaffenden Künstlerin
Ateliergemeinschaft W1
Am Waffenplatz 1
26122 Oldenburg
Germany

Mobil: +49 151 152 87795


Bild: Gerd Altmann
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»Both Side Story« im Schlossgarten

10.04.2012 07:05 Uhr
Fast Spontantheater – Zweite Aufführung am 11. April

Die Spaziergänger, die sich am Ostermontag trotz des ungemütlichen Wetters in den Schlossgarten begaben und sich zu den gezielt gekommenen Zuschauern gesellten, bekamen ein vermutlich unerwartetes Unterhaltungsprogramm geboten.

»Both Side Story« ist der Titel einer Mischung aus Theater, Akrobatik und Pantomine, den ein ebenso gemischtes Ensemble von Jugendlichen aus Lublin, Kingston und Oldenburg auf einer Wiese im Schlosspark aufführte.

»Es geht darum, trotz aller Grenzen und unterschiedlicher gesellschaftlicher Systeme zueinander zu kommen.« Zugegeben, ohne die Erklärung von Theaterpädagogin Pia Schillinger erschließt sich diese Interpretation dem Zuschauer nicht sofort. Aber was die Jugendlichen in nur sechs Tagen auf die Beine stellten, ist auch auch ohne dieses Wissen sehenswert. Mit lediglich improvisiertem Schutz gegen den pünktlich mit der Aufführung einsetzenden Nieselregen versehen, zeigten die Darstellerinnen und Darsteller mit großer Spielfreude verschiedene Szenen, die sich mit Macht und ihrer Überwindung, mit Grenzen und Freiheit, mit Feindschaft, Freundschaft und Liebe beschäftigen.

Die Show ist gelungen, aber nicht nur das, auch das Ziel ist erreicht, jedenfalls unter den Darstellern. Sie wirkten wie eine homogene Gruppe, die schon lange zusammen spielt. Nicht auszumachen, aus welchem Land die einzelnen Akteure stammen.

Am Mittwoch, 11. April, wird es um 18 Uhr eine zweite Aufführung geben, dann im Garten des Internationalen Jugendprojektehauses auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne, das über den Eingang Schlieffenstraße zu erreichen ist. Gäste sind natürlich sehr willkommen.
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40 neue Fußball-Schiedsrichter

02.02.2012 10:44 Uhr
von Carsten Lienemann

Rund 40 angehende Schiedsrichter sitzen an diesem fünften Unterrichtsabend im Vereinsheim des TuS Eversten. Mindestens 14 Jahre alt muss man sein, um an einem Schiedsrichtergrundlehrgang teilnehmen zu können, und viele der Teilnehmer sind kaum älter. Es gibt nur drei Teilnehmerinnen, die zunehmende Beliebtheit des Fußballs bei Mädchen scheint die Schiedsrichterei noch nicht so recht einzubeziehen.

Wiederholung der Regel 13: Der Freistoß - damit beginnt die Unterrichtseinheit. Reihum liest jeder eine Aufgabe aus dem Katalog der Prüfungsfragen mehr oder weniger laut vor und entscheidet sich für eine der vorgegeben Antworten.

»Alle einverstanden?« fragt Lehrwart Heino Knüppel gelegentlich in die Runde und lässt dabei nicht erkennen, ob er selbst auch zustimmt. Gegebenfalls ergänzt oder korrigiert er, gibt Beispiele und weist auf Schlüsselwörter und Fallstricke in der Formulierung der Fragen hin.

Zusammen mit Andre Schnor bildet Heino Knüppel seit fünf Jahren in jeder Winterpause junge Schiedsrichter aus. Alle stadtoldenburger Vereine mit Fußball im Angebot sind aufgerufen, Teilnehmer in diese Kurse zu schicken, die dann sieben Abende lang, dienstags und donnerstags von 19:00 bis 21:00 Uhr, von den beiden Lehrwarten in das Regelwerk eingewiesen werden.

Schnor und Knüppel gelingt es, das trockene Thema interessant genug zu gestalten, dass die Aufmerksamkeit hoch und der Geräuschpegel erstaunlich gering bleibt. Dabei nutzen sie Fotos und Videos von aktuellen Spielszenen, die sie über einen Beamer auf die Leinwand werfen. Und wo es weder Foto noch Video gibt, stellen sie die Situation mit vollem Körpereinsatz selbst dar.

Im Prinzip kennen die Teilnehmer natürlich die Regeln, schließlich spielen sie alle selbst Fußball, und darum werden sie am achten Abend auch sehr wahrscheinlich die Prüfung schaffen. Neu ist allerdings die Perspektive. Ob Assistenten an der Seitenlinie stehen oder nicht, im entscheidenden Moment ist ein Schiedsrichter die wohl einsamste Person auf dem Platz. Und darum gibt Andre Schnor an gegebener Stelle auch Tipps zu Verhalten und Körpersprache: »Wenn ihr eine Entscheidung getroffen habt, bleibt weg von den Spielern, steht zu eurer Entscheidung, strahlt Sicherheit aus.«

Das ist leichter gesagt als getan, das wissen auch die Angesprochenen. Warum also wollen sie diese undankbare Aufgabe übernehmen? Die Aufwandsentschädigung und das Eintrittskartenkontingent für Bundesligaspiele werden genannt, auch der Ehrgeiz, es besser machen zu wollen als das Negativbeispiel, von dem wohl jeder eines im Kopf hat, interessanterweise aber auch der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und damit den eigenen Lebenslauf aufzuwerten.

Aus diesen und weiteren Gründen sind die Schiedsrichterkurse gut besucht und werden in aller Regel auch erfolgreich abgeschlossen. Die eigentliche Prüfung aber folgt erst in der Praxis, und die besteht meist weniger als die Hälfte der Kursteilnehmer. »Wir versuchen, die neuen Schiedsrichter behutsam an die Spielleitung heranzuführen und sie wo immer möglich zu unterstützen, damit sie möglichst lange aktiv bleiben«, sagt Andre Schnor.

Mehr Infos rund um Fußball-Schiedsrichter unter www.schiri-ol.de
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Kinderschutz-Zentrum wird mobil

17.01.2012 13:36 Uhr
von Frerk Hinrichs

Mit einem weißen Kleinwagen sind die Mitarbeitenden des Kinderschutz-Zentrum jetzt unterwegs. Zuschüsse von Diakonie (2.000 €), Horst-Heißenbüttel-Stiftung (1.000 €) und Volkswagen-Zentrum Oldenburg (2.000 €) haben den Erwerb des Fahrzeugs ermöglicht. Jetzt sind die Mitarbeitenden des Kinderschutz-Zentrum mobiler. Mit Beratungsangeboten, Elternabenden und Fortbildungen ist das Zentrum in in der Region Weser-Ems präsent. Mit Schulprojekten zur Prävention und Informationsveranstaltungen kommt das Kinderschutz-Zentrum Menschen im Oldenburger Land entgegen.

Das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg bietet Hilfe und Unterstützung für Mädchen und Jungen, die von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, sexueller und häuslicher Gewalt betroffen sind, Hilfe und Unterstützung. In der Vertrauensstelle Benjamin, berät das Kinderschutz-Zentrum seit 25 Jahren kostenlos und anonym Kinder, Eltern und Bezugspersonen. Die Mitarbeitenden des Kinderschutz-Zentrum stehen Fachleuten aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe oder dem Medizin- und Gesundheitsbereich zur Seite, wenn sie sich Sorgen um ein Kind machen, oder mit der Tatsache und den Auswirkungen traumatischer Gewalt gegen Kinder konfrontiert sind. Durch Präventions- und Fortbildungsmaßnahmen arbeitet das Kinderschutz-Zentrum daran, Kinder frühzeitig zu schützen, Erwachsene in ihrer Verantwortung für den Schutz zu stärken und durch Informationsveranstaltungen und Projekte auf das Thema Gewalt gegen Kinder aufmerksam zu machen. Infos unter: www.kinderschutz-ol.de

Bild:
Diakonie-Vorstand Pfr. Thomas Feld (v.li.), Regine Heißenbüttel-Röhr und Detlef Siebes vom Volkswagen-Zentrum Oldenburg überreichen Michael Herschelmann den Schlüssel für das neue Kinderschutz-Auto.
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Neue Kindergruppe in Kreyenbrück

09.01.2012 20:49 Uhr
Seit kurzem gibt es im Stadtteiltreff Kreyenbrück die Gruppe »Stadtteilspatzen«. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 1 und 3 Jahren. Die »Spatzen« treffen sich jeden Donnerstag von 14.30 bis 16.30 Uhr im Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, zum Spielen, Singen und Lachen. Den Eltern soll in dieser Zeit die Möglichkeit gegeben werden, in Ruhe einzukaufen, Kaffee zu trinken oder anderen persönlichen Interessen nachzugehen.

Die »Stadtteilspatzen« suchen noch Verstärkung und würden sich über neue Spielkameraden freuen. Anmelden können Eltern ihre Kinder telefonisch unter 0441 235-3292 oder persönlich im Stadtteiltreff Kreyenbrück.
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Oldenburger Oscar-Verleihung 2011

24.12.2011 13:51 Uhr
von Carsten Lienemann

Es ist inzwischen gute Tradition: Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien treffen sich die Oldenburger Kinder- und Jugendtheatergruppen im Internationalen Jugendprojektehaus zur Verleihung des Oldenburg-Oscars, diesmal am Donnerstag, den 22. Dezember. Moderiert wurde der Abend von Maud, Emmanuel, Sara und Iryna, musikalisch begleitet von Sara, Davide und Emmanuel.

In jeder einzelnen Theatergruppe verleihen sich die Spielerinnen und Spieler selbstgebastelte Oscars und drücken damit ihre gegenseitige Wertschätzung aus. Weil der komplette Austausch der »Awards« den zeitlichen Rahmen sprengen würde, wird die interne Zeremonie meist vorgezogen, und in diesem offiziellen Rahmen werden nur zwei oder drei ausgewählte Preise übergeben – wenn diese nicht, wie bei der Kindertheatergruppe PAEPP, des feuchten Wetters wegen gleich zu Hause gelassen wurden. So beschränkte sich die Gruppe, darauf, mit Fotos einen Eindruck von der aktuellen Produktion zu vermitteln. »Nur« Fotos konnte auch Pia Schillinger von dem erst 2010 gegründeten Kindertheater Bloherfelde (KTB) zeigen, ihre Gruppe hatte sich leider noch nicht zu dieser Veranstaltung getraut.

Theater gab es natürlich auch zu sehen. Die Theatergruppe der Grundschule Ohmstede überraschte mit einer »mal eben in einer Pause entwickelten und nur wenig verfeinerten« Szene, in der die Weihnachtsfrau mit Hilfe dreier Engel die positive weihnachtliche Grundstimmung (wieder) herstellte.

Vor dem wichtigsten Programmpunkt des Abends, dem Essen, gab der Jugendclub der Kulturetage noch einen nicht ganz ernst gemeinten Einblick in die Entstehungsgeschichte eines Stückes. Nach der Pause zeigte das Kurlandtheater einen Ausschnitt aus seinem aktuellen Stück »Zuckersüß«, »Rollentausch« begab sich auf die letztlich erfolgreiche Suche nach Weihnachten, und das Jugendtheater Bloherfelde stellte ein Museum mit weihnachtlichen Automaten vor.

Als alle Oscars ausgetauscht waren, ließen sich fast alle jugendlichen Spielerinnen und Spieler in neu zusammengestellten Gruppen auf einen Improvisationswettbewerb in mehreren Runden ein. Die Vorgaben zur ersten Runde kamen aus dem Publikum, darunter Western, Zirkus, Star Wars und Mittelalter. Die Gruppen, die es in die zweite Runde geschafft hatten, mussten eine Tanzchoreographie improvisieren, und im Finale galt es, eine Mondlandung und eine steinzeitliche Facebook-Anwendung als Pantomime mit Untertiteln auf die Bühne zu bringen.

Wenn die Wettbewerbsteilnehmer auch zweifellos echten Ehrgeiz entwickelten, nicht nur bei der Übergabe der Oscars wurde die gegenseitige Würdigung und Achtung deutlich, eine Erfahrung, die nicht mit Geld zu bezahlen ist.

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Verein für Jugendkulturarbeit macht MUT

09.12.2011 21:38 Uhr
von Carsten Lienemann

Mut machen Vorstand, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins für Jugendkulturarbeit schon länger und sicher auch noch lange. In den kommenden drei Jahren aber machen sie außerdem MUT - Migration und Theater nämlich, ein stadtteilbezogenes theaterpädagogisches Konzept interkulturellen Lernens.

»Sieben Oldenburger Kinder- und Jugendtheatergruppen werden gemeinsam am Thema Migration arbeiten«, sagte die Vereinsvorsitzende Gina Schumm in ihrer Begrüßungsansprache zum Eröffnungsprogramm »Differenzen« am 9. Dezember. Passend zum Thema wurde die Wanderausstellung »Perspektivwechsel« nach Oldenburg geholt. Rund 80 Jugendliche zwischen 10 und 24 Jahren haben ihre Diskriminierungserfahrungen künstlerisch umgesetzt. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Dezember im Jugendgästehaus in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne zu sehen. »Für Schulklassen und Gruppen wird zum Ausstellungsbesuch ein Workshop angeboten, in dem Ausgrenzung als sinnlich erlebbarer Erfahrung erarbeitet wird«, so Schumm.

Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur und Sport, begründete das Engagement der Stadt mit dem grundsätzlichen und unumstrittenen Bekenntnis der Verwaltung, »interkulturelle Vielfalt als Chance zu begreifen und die vorhandenen Potentiale zu wecken, um sie für die Allgemeinheit nutzen zu können und zu sozialer Gerechtigkeit beizutragen.« Das setze voraus, dass Fähigkeiten und Begabungen, die aus anderen Kulturen kommen, gesehen und anerkannt würden.

»Interkulturell war unsere Arbeit schon immer«, sagte Theaterpädagoge Jörg Kowollik, »das Projekt MUT aber gibt uns die Möglichkeit, Förderer ins Boot zu holen, und bietet einen kulturellen Ansatz, um für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund attraktiv zu sein.« Das Theaterspielen solle ebenso wie andere Kunstformen in erster Linie Spaß machen, die gesellschaftspolitische Ebene komme aber fast automatisch dazu, wenn die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen. Beispielsweise würden andere Kulturen und Sprachen als Werte erkannt.

Abschließend sprach Prof. Rudolf Leiprecht vom Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen über die »Bedeutung von kulturellen Methoden in der Diversity Education«, und zwar weitaus weniger sperrig, als der Titel vermuten lässt. »Wenn ich etwas über eine Kultur weiß, dann weiß ich noch lange nichts über die Menschen, die ihr zugeordnet werden«, so Leiprecht. Und auch diese Zuordnung sei nicht immer sinnvoll, »denn wir alle gehören verschiedenen Gruppen an, sind weiblich oder männlich, hetero- oder homosexuell, haben eine Nationalität und eine Hautfarbe«, aber erst der Kontext entscheide, ob das überhaupt eine Rolle spiele.

Gelegentlich aber schon, und deswegen sei der Satz »alle sind gleich und werden gleich behandelt« nicht immer die richtige Lösung. »Diversity Education« meint genau das: Verschiedenheit berücksichtigen, wo es sinnvoll ist, wo sie wertvoll ist; Unterschiede vernachlässigen, wo sie für den Sachverhalt unwichtig sind.

Als Zwischenspiel zeigte der Jugendclub Szenen aus dem Theaterstück »Weg«, das am 19. und am 20. Dezember nochmal in voller Länge zu sehen sein wird.

Die Kosten des Projektes trägt zur Hälfte die Stadt Oldenburg, die andere Hälfte teilen sich verschiedene Förderer, darunter das Kinderhilfswerk, das sich mit 5000 Euro beteiligt.
Schon am Vortag übergab Hermann Heinrich Schepers vom Kinderhilfswerk eine Spende von 5000 Euro an den Verein Jugendkulturarbeit. Iryna Sviatnenko aus der Ukraine und Sara Andersson aus Schweden, die im Rahmen des europäischen Freiwilligendienstes ein Praktikum in Oldenburg absolvieren, sowie Jörg Kowollik nahmen stellvertretend den Scheck in Empfang.

»Wir möchten möglichst vielen Kindern die Beteiligung an solchen Projekten ermöglichen. Kinderrechte und Integration sind Hauptziele des Kinderhilfswerkes«, nannte Schepers als Grund für die Unterstützung. Das Projekt werde in Form einer Veranstaltungsreihe die Themen Diskriminierung und Integration für Kinder und Jugendliche und Multiplikatoren mit kulturpädagogischen Methoden aufarbeiten. Dabei beginne die Beschäftigung mit dem Thema Migration bei den eigenen Migrationserfahrungen. Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstütze diese Veranstaltung besonders gerne, denn: »Auf die Kinder kommt es an!«


Die Ausstellung ist zu folgenden Terminen geöffnet:
10. + 11. Dezember, 12.00 - 17.00
12. - 16. Dezember, 9.00 - 17.00
17. + 18. Dezember, 12.00 - 17.00
19. + 20. Dezember, 9.00 - 17.00

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