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Was Jugendliche im Alltag bewegt

01.02.2018, 19:52 Uhr

Auftakt zum 1. Oldenburger Jugendkongress – Neues Beteiligungsformat

„Gestalten, austauschen, bewegen!“ – unter diesem Motto ist am Donnerstag, 1. Februar, der „1. Oldenburger Jugendkongress“, kurz „JuKong“, im Kulturzentrum PFL gestartet. Bürgermeisterin Christine Wolff eröffnete die zweitägige Veranstaltung. Sie lobte die teilnehmenden Jugendlichen für ihr Engagement, sich in den Zeugnisferien mit gesellschaftlichen, lokalen und globalen Themen auseinanderzusetzen: „Es geht um das, was Euch in Eurem Alltag wirklich bewegt.“

Der Jugendkongress stellt für die Stadt Oldenburg eine neue Form der Jugendbeteiligung dar. Schon bei der Planung und Organisation waren Jugendliche direkt involviert: So wurden die Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendbüros bei der Programmgestaltung von einem Team junger Helferinnen und Helfer unterstützt, das sich zum größten Teil aus dem Pool der ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleiter zusammensetzte.

Workshops zu Themen, die den Jugendlichen am Herzen liegen, wurden gemeinsam entwickelt und ausgearbeitet. Die Teilnehmenden konnten bei ihrer Anmeldung auswählen, für welche Workshops sie sich interessieren. Besonderes Interesse fand im Vorfeld das Thema „Angstorte in Oldenburg“ – Simke Gerdes und Sebastian Eckert beleuchten in diesem Workshop, an welchen Orten es sich in der Stadt „nicht gut anfühlt“ und wie dieser Zustand verbessert werden kann. Stark nachgefragt war auch der Workshop „Diskriminierung – was können wir tun?“, den Kevin Mennenga von der Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gestaltet. Auch mit Problemen und Gefahren der Digitalisierung beschäftigt sich der Jugendkongress.

Auch neben den Workshops ist eine Menge los im PFL: Beim „Markt der Informationen“ stellen Jugendeinrichtungen und -organisationen ihre Arbeit und Schwerpunkte vor. Javed Rahimy (20) aus Afghanistan berichtet über seine Erfahrungen mit Flucht und dem Ankommen in Deutschland. Dass Mitbestimmung Spaß macht, zeigt eine Vorführung des Spontantheaters „Watt Ihr Wollt“. Eine Kleiderbörse und World-Cafés runden das Angebot ab. Am zweiten Tag (Freitag, 2. Februar) soll der Kongress mit einer Podiumsdiskussion enden, die in der Zeit von 15.15 bis 16.30 Uhr geplant ist. Dabei sollen die Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, ihre Anliegen und Fragen zu den während des Kongresses behandelten Themen an die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik zu richten.

Nach der Debatte wird gefeiert: Zur Abschlussparty, die in der Freizeitstätte Bürgerfelde stattfindet, sind alle Jugendlichen herzlich eingeladen. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Möglich geworden ist der Jugendkongress durch die finanzielle Unterstützung des Landespräventionsrats Niedersachsen.
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