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Literatur inspiriert Kunst

01.02.2018, 19:30 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg stellt Ausstellungsprogramm und Planungen für 2018 vor

„Das 225. Gründungsjubiläum der Landesbibliothek Oldenburg, die Eröffnung des neuen Lern- und Informationszentrums und die Umstellung des gesamten Bibliothekssystems auf eine neue Software waren 2017 wichtige Meilensteine für die Zukunft der Bibliothek“, sagte Bibliotheksleiterin Corinna Roeder am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. „Wir danken allen unseren Leserinnen und Lesern für Ihre Geduld bei den Umstellungen. 2018 können sie alle Medien und Serviceangebote wieder in vollem Umfang nutzen und die schönen neuen Räume ohne Handwerkerlärm genießen.“ Für 2018 kündigte Roeder u.a. eine Ausweitung des aktuellen E-Book-Angebots und verstärkte Aktivitäten bei der Digitalisierung historischer Buchbestände an. 2017 hat die Landesbibliothek über 200.000 neue digitale Images ins Internet gestellt, darunter auch die Oldenburger Theaterzettel von 1833 bis 1945. Im Laufe des Jahre 2018 sollen Oldenburgische Zeitungen der Jahre 1918 und 1919 digital zur Verfügung gestellt werden.

Auch für die Sonderausstellungen der Landesbibliothek steht ab diesem Jahr ein frisch renovierter großzügiger Bereich im Erdgeschoss zur Verfügung. Die Landesbibliothek plant für 2018 ein umfangreiches Ausstellungprogramm mit fünf großen und mehreren kleineren Ausstellungen. „Schwerpunktthema ist in diesem Jahr das Literarische in der Kunst“, erläutert Roeder. „Wir stellen fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vor, die in ganz unterschiedlicher Weise Literatur in ihren Kunstwerken verarbeitet haben. Daraus entstehen nicht immer Künstlerbücher, sondern auch Gemälde, Grafiken, Skulpturen und andere Objekte.“ Eröffnet hat diese Reihe bereits im Januar der Emder Künstler Klaus Frerichs, in dessen Gemälden eingestreute Textzitate ein ganzes zeittypisches Bildungsprogramm der 68er-Generation aufscheinen lassen. In ihrem Kunstprojekt „Ostfriesland-Haggadah“ widmen sich die beiden argentinischen Künstler Ricardo Fuhmann und Daniel Jelin mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Mitteln der alttestamentlichen Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und ihrer Bedeutung im jüdischen Leben. Das Projekt, das in Teilen bereits 2014 in der Knesset in Jerusalem und 2015 im Centrum Judaicum in Berlin vorgestellt wurde, wird in Oldenburg erstmals ergänzt um Bilder zum Hohelied. Die Retrospektive „Otto Rohse (1925-2016)“ zeigt ab Mai 2018 einen den profiliertesten deutschen Buchgestalter und Grafiker, der in den siebziger und achtziger Jahren vor allem durch seine Briefmarkenserien Deutsche Bauten weithin bekannt wurde. 1967/68 verbrachte Rohse ein Jahr im Ammerland und schuf dort in Kupferstichtechnik zarte Landschaften und ließ sich im Oldenburger Landesmuseum zu seinem Künstlerbuch Kleists Marionettentheater inspirieren. Ganz anders geht die Oldenburger Künstlerin Barbara Habermann mit Literatur um: Sie stickt Textzitate, die sie inspirieren, in ihre textilen Kunstobjekte ein. Mit der Ausstellung “Text – Textil - Textur. Bücher aus Stoff von Barbara Habermann“ anlässlich des 80. Geburtstages der Künstlerin geht das Themenjahr „Literatur inspiriert Kunst“ in der Landesbibliothek zu Ende.


Die Landesbibliothek Oldenburg in Zahlen (2017)
Medienbestand: 914.633 Medieneinheiten
Neuzugang an Medien 2017: 11.835 Medieneinheiten
Digitalisate im Internet: 490.619 Seiten
Ausleihen: 300.275 Ausleihvorgänge
Schulungen / Teilnehmer/innen: 136 / 2.572
Online Katalog ORBISplus: http://plus.orbis-oldenburg.de
Digitale Sammlungen: http://digital.lb-oldenburg.de
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