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Kreyenbrück

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„Man hat sich ja hierzulande daran gewöhnt – Antisemitismus in Deutschland heute“

15.11.2017 22:21 Uhr

Die IGS Kreyenbrück zeigt im Forum des Oberstufengebäudes in der Kneippstraße 14 eine Ausstellung zum Thema „Antisemitismus in Deutschland“

Die Ausstellung, die von der „Amadeu-Antonio-Stiftung“ konzipiert wurde, thematisiert verschiedene Formen von aktuellem Antisemitismus. Dabei geht es sowohl um Antisemitismus von Rechtsradikalen – die wohl bekannteste Form. Auch in Oldenburg kam es in den letzten Jahren mehrfach zu Schändungen jüdischer Grabsteine. Außerdem wird Antisemitismus im Fußball thematisiert – aktuelles Beispiel hier ist die Verunglimpfung von Anne Frank durch Fans vom Lazio Rom. Einige Tafeln widmen sich dem islamistischen Antisemitismus und der Frage, wann eine Kritik an Israel antisemitisch ist bzw. wird. Eine erschreckende Bilanz stellt die Sammlung antisemitischer Vorfälle in Deutschland dar, die jeweils am Ende eines Transparentes aufgeführt werden. Paul Spiegel, der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, wird in der Ausstellung mit den Worten zitiert: „Wir kommentieren die fast wöchentlichen Schändungen schon gar nicht mehr.“ Für alle, die die Vorfälle nicht unkommentiert lassen wollen und sich gegen Antisemitismus engagieren wollen, zeigt die Ausstellung hierfür Handlungsmöglichkeiten auf.

Ergänzt wird die Ausstellung durch zwei Arbeiten des 10. Jahrgangs der IGS Kreyenbrück, die aktuelle Beispiele von Antisemitismus aufzeigen und im Rahmen der Projektwoche zum Erinnerungsgang entstanden sind. Die Ausstellung wird im Rahmen des Programms zum „Erinnerungsgang“ gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist vom 16. November bis zum 8. Dezember zu sehen.
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Über 1000 Schüler_innen arbeiten für das Erinnern

29.10.2017 00:19 Uhr

Die IGS Kreyenbrück gestaltet in diesem Jahr das Begleitprogramm zum Erinnerungsgang

»Erinnerungen festhalten«, das ist der Leitgedanke, den die IGS Kreyenbrück für den Erinnerungsgang am 10.11.2017 gewählt hat. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Erinnerungsgang ist die IGS in diesem Jahr für die Planung und Durchführung verantwortlich und hat ein vielfältiges Rahmenprogramm zusammengestellt, welches den Gang thematisch einrahmt und inhaltlich vertieft.

Am Freitag, 27. Oktober, stellten die Schülerinnen und Schüler ihre zahlreichen Projekte vor, in denen ganz unterschiedlichen Aspekte des Erinnerns betrachtet werden. So hat der sechste Jahrgang zusammen mit dem Verein Heimatsucher e. V. die Erinnerungen von Zeitzeug_innen zu Stop-Motion-Filmen verarbeitet. Unterstützt von Werkstattfilm e. V. hat der neunte Jahrgang einen Film über die NS-Zeit in Oldenburg erstellt.

Während des diesjährigen Ganges werden die IGS-Schüler_innen kleine Holzwürfel verteilen. »Unser dringender Wunsch, Erinnerungen festzuhalten, wird dadurch greifbar und bleibt nicht auf wenige Augenblicke begrenzt. Die Würfel sind daher ›Denkmäler im Hosentaschenformat‹, die im Alltag an das Unbegreifliche erinnern und dem Vergessen vorbeugen helfen«, sagt Heike Schaadt, Didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück..

Weitere Projektbeispiele:
  • Die antijüdischen Gesetze der NS-Zeit wurden zusammengetragen und werden auf dem Erinnerungsgang gezeigt.

  • In einem Kunstprojekt erhielten die Opfer ein Gesicht; ab dem 8. November sind die Portraits in der Landesbibliothek am Pferdemarkt zu sehen.

  • Die Wohnorte der Juden in Oldenburg wurden auf einem Stadtplan lokalisiert.

  • Aktuelle Musik- und Raptexte, die sich mit Diskriminierung und Rassismus beschäftigen, wurden untersucht.

  • Die Kurzgeschichte «Die Küchenuhr« von Wolfgang Borchert wurde in Fotostorys umgesetzt

  • Symbole und Schrift wurden analysiert.


»Seit Januar arbeiten die Jahrgänge 6 bis 12 am Begleitprogramm. Die Hauptarbeit haben die Schülerinnen und Schüler in zwei Projektwochen absolviert. Außerdem standen pro Woche zwei AG-Stunden zur Verfügung«, erklärt Bastian Kohlhaase, Koordinator an der IGS für den Erinnerungsgang.

Die Einzeltermine des umfangreichen Programms sind im Faltblatt zum Erinnerungsgang aufgeführt. Der Erinnerungsgang selbst beginnt wie in jedem Jahr am 10. November um 15:00 Uhr auf dem Innenhof der Landesbibliothek.
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Kreyenbrück blüht auf

21.10.2017 22:10 Uhr

Pflanzaktion am 26. Oktober

Kreyenbrück blüht auf: In den vergangenen Jahren haben der Bürgerverein Kreyenbrück/Bümmerstede und die Gemeinwesenarbeit Stadteiltreff Kreyenbrück an vielen Straßenrändern und auf Grünflächen zwischen den Wohnhäusern Blumenzwiebeln gesetzt. Die nächste Pflanzaktion findet am Donnerstag, 26. Oktober, von 10 bis 11.30 Uhr im Frankfurter Weg statt.

Diese sehr nachhaltigen Pflanzungen verschönern im Frühling das Stadtbild, wenn die leuchtend gelben Osterglocken und bunten Krokusse aus dem Boden kommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Treffpunkt ist an der Ecke Frankfurter Weg/Klingenbergstraße. Spaten sind vorhanden, die Blumenzwiebeln werden vom Bürgerverein gestellt.
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