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Alexandersfeld

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Millionenförderung für modernes Wohnquartier auf dem Fliegerhorst

08.12.2017 20:20 Uhr

Konsortium aus 21 Partnern plant Energetisches Nachbarschaftsquartier

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellen mit der gemeinsamen Förderbekanntmachung "Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt" in den nächsten fünf Jahren bis zu 100 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung zu nachhaltigen Stadtquartieren bereit: Sechs Leuchtturmprojekte sollen zeigen, wie im Quartier der Energieverbrauch gesenkt, die Strom, Wärme und Mobilität intelligent vernetzt und erneuerbare Energien sinnvoll in die Energieversorgung integriert werden können.

Eines der Leuchtturmprojekte wird nun in Oldenburg verwirklicht: Unter der gemeinsamen Koordination von OFFIS und der Stadt Oldenburg hat ein Konsortium mit insgesamt 21 Partnern aus Industrie und Forschung den Zuschlag zur Realisierung eines Energetischen Nachbarschaftsquartiers auf einer Teilfläche des Fliegerhorsts erhalten. Mit der nun erhaltenen Bewilligung des Bundes fließen Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro in das ambitionierte Vorhaben. Weitere gut 8,4 Millionen Euro werden von den Partnern aus der Wirtschaft beigesteuert.

Bereits Anfang 2015 sind die ersten Aktivitäten der Stadt Oldenburg gestartet um die Vision einer bürgernahen Smart City Oldenburg umzusetzen. Ein umfassender Beteiligungsprozess führte zu einem Masterplan und zu einem Ende vergangenen Jahres im Auftrag der Stadt Oldenburg vom Informatikinstitut OFFIS entwickelten Strategiepapier „Smart City Oldenburg – der Mensch im Zentrum“. Das Papier enthält konkrete Ideen und Konzepte für die Steigerung der Lebensqualität in Oldenburg mit Hilfe bewusster Digitalisierung, indem wichtige Teilbereiche, wie etwa Umwelt, Energie und Verkehr klug vernetzt werden.

Mit dem Ziel Teile davon zu realisieren, bildete sich ein Konsortium aus 21 überwiegend regionalen und mittelständischen Partnern, welches im Rahmen der Förderbekanntmachung „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ einen Projektantrag eingereicht hat. „Mit der nun erhaltenen Bewilligung des Leuchtturm-Projekts fließen in den nächsten fünf Jahren Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro in das ambitionierte Vorhaben.“ freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und betont das hohe Engagement der Wirtschaft: „Weitere gut 8,4 Millionen Euro steuern unsere Wirtschaftspartner bei.“

„Zu den Kernthemen des Projekts gehört die Frage, wie die lokale Energiegemeinschaft eines Nachbarschaftsquartiers sozial und wirtschaftlich konzipiert sein muss, um für Anwohner, Energieerzeuger und Dienstleister langfristig attraktiv und betriebswirtschaftlich tragbar zu sein.“ erläutert Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, OFFIS Vorstand, das Projekt in groben Zügen.

Um die Ansätze im realen Leben zu erproben, wird ein Teilareal des Oldenburger Fliegerhorstes – ein 3,9 Hektar großes, vormals militärisch genutztes Bereich – als „lebendes“, auf Teilhabe ausgelegtes Labor für Smart-City-Technologien genutzt. Ab Januar 2018 wird dort nun ein klimaneutrales Quartier konzipiert und umgesetzt mit ca. 110 Wohneinheiten aus Bestandsgebäuden und Neubauten für Wohnen und Arbeiten.

So soll der Energiebedarf beispielsweise zum größten Teil aus lokal erzeugter Energie gedeckt werden, unter dem Motto Energie von Nachbarn für Nachbarn. Entwickelt wird ein öffentliches Versorgungsnetz, welches eine Kopplung von Strom, Wärme/Kälte und Mobilität unterstützt und den „Energietausch“ im Quartier unter den Nachbarn fördert. Dieses Versorgungsnetz soll später auf weitere, für Norddeutschland typische Bestandsquartiere mit steigender Eigenversorgung übertragbar sein. Die Anwohner werden über ein Community-Portal als Energieproduzenten und Verbraucher in die Konzeption von Anreizmodellen für die Bildung lokaler Energie-genossenschaften einbezogen, ebenso in die daraus abgeleiteten Geschäftsmodelle für Dienstleister, zum Aufbau und Betrieb von weiteren Energetischen Nachbarschaftsquartieren.

In den kommenden zwei Jahren wird das Energetische Nachbarschaftsquartier von den Projektpartnern unter Einbindung der Öffentlichkeit geplant und die notwendige Plattform entwickelt. Im Anschluss wird die Erschließung gestartet. Auf dem Fliegerhorst werden dann insgesamt gut 950 Wohneinheiten und Gewerbeflächen entstehen. Der Fliegerhorst stellt somit für die kommenden Jahre die wichtigste Entwicklungsfläche in Oldenburg dar.
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Stadtverwaltung Groningen zu Besuch auf dem Fliegerhorst

03.12.2017 22:55 Uhr
Um ein Treffen auf Arbeitsebene wurden die traditionell engen Beziehungen zwischen den Partnerstädten Groningen und Oldenburg erweitert. Circa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehreren Bereichen der Groninger Stadtverwaltung waren jetzt auf dem Fliegerhorst in Oldenburg zu Gast, um sich über den aktuellen Stand des Projektes zu informieren.

Zu Beginn der Veranstaltung stand eine geführte Rundfahrt auf dem Gelände des Fliegerhorstes auf dem Programm, um anschließend im ehemaligen Offizierscasino über die Partizipation der Oldenburger Bürgerinnen und Bürger bei der Entwicklung des Masterplanes zu berichten. Im Anschluss wurde das Projekt Smart City vorgestellt, welches eine herausgehobene Rolle bei der Entwicklung des neuen Stadtteiles spielt.

Die Entwicklung des Fliegerhorstes ist für die Groninger besonders interessant, da diese 2008 ein circa 130 Hektar großes, innenstadtnahes Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik gekauft haben. Diese Fläche soll auch unter Beteiligung der Groniger Bürgerinnen und Bürger gemeinsam entwickelt werden. Für 2018 ist ein Gegenbesuch in Groningen geplant.
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Entlastungsstraße zwischen Fliegerhorst und Wechloy kann gebaut werden

21.11.2017 21:48 Uhr

OB Krogmann: Wichtige Weichenstellung für die gesamte Stadtentwicklung

Der Bau der Entlastungsstraße zwischen dem Fliegerhorstgelände und dem Stadtteil Wechloy kann konkret geplant werden. Alle erforderlichen Planungsgrundlagen, darunter auch das faunistische Gutachten, liegen inzwischen vor. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um die Planung der 2,5 Kilometer langen Trasse weiter voranzubringen. Die Notwendigkeit einer Entlastungsstraße ergibt sich aus der auf dem Fliegerhorst geplanten Bebauung, insbesondere der Entwicklung der Gewerbeflächen.

Für Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist die Straße ein zentrales Infrastrukturprojekt der Stadtentwicklung: „Die Entlastungsstraße hat eine überörtliche Verbindungsfunktion und dient zur Erschließung der Gewerbeflächen. Die Untersuchung des Verkehrs hat gezeigt, dass eine Abwicklung über die Alexanderstraße nicht mehr möglich ist. Deshalb ist es nur folgerichtig, die Entlastungsstraße zu bauen. Mit ihr schaffen wir die Voraussetzung für ein Zusammenwachsen des gesamten nordwestlichen Stadtgebiets.“

Insgesamt sind fünf verschiedene Streckenvarianten geprüft worden, letztlich gab es vom beauftragten Ingenieurbüro eine Empfehlung für die Variante fünf. „Diese Variante verläuft nur über Flächen, die sich in städtischem Besitz befinden. In der Gesamtabwägung haben wir dies als erheblichen Vorteil für einen kompakten Planungsprozess erachtet“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Die Stadt rechnet mit Kosten von 14,6 Millionen Euro. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2020. Eine Mitfinanzierung der Trasse über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ist beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium bereits beantragt worden.

Neben den verkehrsplanerischen Vorarbeiten war auch ein faunistisches Gutachten erstellt worden. Danach sind für den Bau der geplanten Straße Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Welche Maßnahmen dies genau sein werden, muss noch ermittelt werden.

Auf dem Fliegerhorst entstehen in den kommenden Jahren etwa 950 Wohneinheiten, weiterhin ist der Bau von Kindertagesstätten und einer Grundschule vorgesehen. Insgesamt werden dort dann bis zu 3.000 Menschen eine neue Heimat finden und bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze entstehen. In einem ersten Bauabschnitt sollen etwa 90 Wohneinheiten am Mittelweg entstehen. Momentan wird die Bauleitplanung erstellt, die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 beginnen. Für die entsprechenden Baumaßnahmen stehen im kommenden Jahr etwa 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Die zukünftige Nutzung des insgesamt etwa 190 Hektar großen Geländes war im Rahmen einer umfangreichen Bürgerbeteiligung im Jahr 2015 erarbeitet worden. Den Masterplan Fliegerhorst hatte der Rat der Stadt im August 2016 beschlossen. Das Jahr 2017 stand dann im Zeichen einer umfangreichen Kampfmittelsondierung und -beseitigung.
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