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Chancenverwertung nicht ausreichend für Auswärtscoup

07.01.2018, 18:01 Uhr

22:30-Niederlage in Göppingen

von Bernd Teuber

Es läuft derzeit einfach nicht rund bei Handball-Bundesligist VfL Oldenburg. Im dritten Spiel in Folge verließen die Grün-Weißen beim Gastspiel in Göppingen am Samstag, 6. Januar, die Halle als Verlierer. Wie schon in den Spielen zuvor war auch bei der 22:30-Niederlage im Schwabenland die schlechte Chancenverwertung einer der entscheidenden Punkte für die Niederlage. Allein in der ersten Halbzeit scheiterten die VfL-Frauen dreizehn Mal aus freier Wurfposition sechs Meter vor dem Frisch-Auf-Tor. Hinzu kamen sieben technische Fehler, so dass die Gastgeberinnen allzu oft zu leichten Toren kommen konnten. Zudem musste Niels Bötel auf Simone Spur Petersen verzichten, die an einer Fußverletzung laboriert. Damit standen dem VfL-Trainer nur noch drei seiner fünf etatmäßigen Rückraumspielerinnen zur Verfügung. So kam es, dass zwischenzeitlich Kim Birke auf ungewohnter Position im Rückraum agieren musste, damit Angie Geschke, Malene Staal und Julia Wenzl ihre Ruhezeiten nehmen konnten. „Wenn zwei Drittel unserer Angriffe in der ersten Halbzeit nicht im Tor landen, wird es schwierig zu gewinnen. Nach der Pause haben wir dann gemerkt, wie kräftezehrend das Spielen gegen solch eine offensive Abwehr ist, so dass wir es nicht mehr geschafft haben, den Rückstand wieder aufzuholen“, konnte Bötel nicht zufrieden sein mit der Wurfquote seiner Spielerinnen in der ersten Halbzeit.

Dabei hatte das Spiel zunächst gar nicht mal so schlecht begonnen für die Gäste. Kaum war eine Minute gespielt, brachte Malene Staal ihr Team mit 1:0 in Führung. Zwar konnte Göppingen bereits neun später Sekunden den Ausgleich erzielen, aber es sollte bis zur fünften Minute dauern, bis die Gastgeberinnen erstmals in Führung gehen konnten. In der ersten Viertelstunde sahen die 1615 Zuschauer in der EWS-Arena ein ausgeglichenes Spiel, in dem der VfL immer wieder einen Rückstand ausgleichen konnte. Acht torlose Minuten der Gäste nutzte Frisch Auf dann aber, um auf 16:8 davonzuziehen. Ein Rückstand, von dem sich der VfL nicht mehr erholen sollte. Mit einem 9:16-Rückstand aus Sicht der Oldenburgerinnen ging es dann auch in die Pause.

Keine zwei Minuten waren in Umgang Zwei gespielt, da war der Rückstand bereits auf zehn Tore angewachsen. Wenig später lag Göppingen sogar mit 21:11 vorne. Aber abschlachten lassen wollten sich die Gäste nun auch nicht. Mitte der zweiten dreißig Minuten hatte man sich dann wieder auf 14:21 herangekämpft. So sollte es auch in den letzten fünfzehn Minuten weitergehen. Göppingen baute die Führung auf zehn Tore aus und der VfL kämpfte sich mit 2-3 Toren in Folge wieder heran. So auch zwanzig Sekunden vor dem Ende. Da führten die Gastgeberinnen mit 30:20. Jane Martens und Angie Geschke sorgten innerhalb von 17 Sekunden für 22:30 aus Sicht des VfL. Solch eine Torquote hätte sich Bötel sicherlich gerne schon früher im Spiel gewünscht. „Am Mittwoch im Pokal in Buchholz ist hoffentlich Simone wieder dabei und die Mädels sehen das heutige Spiel als zusätzliche Motivation, gegen Rosengarten den Sprung ins Final Four zu schaffen“, richtet er den Blick bereits auf das nun folgende Pokalspiel.
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