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GWO eröffnen Café »Farbwechsel«

14.12.2017, 18:30 Uhr
Damit Arbeit und Qualifizierung für Menschen mit Behinderungen möglich ist, müssen Bedingungen geschaffen werden, die die Arbeit an den Menschen anpassen. Dies unterstützt die Regionale Stiftung der LzO mit ihrer Spende in Höhe von 3.000 € für das barrierearme Kassensystem im neuen Café Farbwechsel. Als fest mit dem Oldenburger Land verbundenes Kreditinstitut fördert und stärkt die Landessparkasse zu Oldenburg bereits in vielfältiger Weise die heimische Region und schafft damit Werte für die Menschen, die hier zu Hause sind. Mit ihrer Regionalstiftung unterstützt die LzO regelmäßig Projekte vor Ort und fördert den guten Zweck.

»Mit dem Café Farbwechsel bekommen wir sechs weitere Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Beeinträchtigung«, freut sich Gerhard Wessels, Vorstand der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO). »Wir haben das System des Café Kurswechsel aus der VHS hierher übertragen, so dass die Beschäftigten prinzipiell von einem zum anderen wechseln können«, so Wessels weiter.

Das Café Farbwechsel nutzt ein durchgängiges System, das Piktogramme einsetzt, um Kommunikationsbarrieren abzubauen. Diese finden sich auch auf dem speziellem Kassensystem wieder. Die Piktogramme werden parallel zur Schrift eingesetzt, um Informationen zu vermitteln. So kann ein Mitarbeiter eine Bestellung aufnehmen, auch wenn er nicht lesen oder schreiben kann. Ebenso können Kunden ohne Probleme bestellen, wenn sie ebenfalls Schwierigkeiten mit dem Lesen haben oder der deutschen Sprache nicht mächtig sind, da die Piktogramme auch auf der Getränkekarte abgebildet sind.

Für Gabriele Mesch und Christian Köhler war die finanzielle Unterstützung des besonderen Kassensystems naheliegend. »Das Kassensystem erweitert die Einsatzmöglichkeiten für Menschen, die nicht gut lesen können. So können auch sie den kompletten Vorgang mit einer Zahlung abschließen«, erläutert Köhler.

Das Café Farbwechsel befindet sich im verglasten Foyer des Horst-Janssen- und Stadtmuseums und bietet einen schönen Blick auf den Museumsgarten. Es bietet innen 45 Plätze. Bei gutem Wetter können die 42 Terrassenplätze im idyllischen Garten genutzt werden. Insgesamt schafft das Arbeitsprojekt sechs Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und bietet mit der arbeitsmarktnahen Tätigkeit eine Chance sich für weiterführende Tätigkeiten zu qualifizieren.

2018 wird es im Stadtmuseum eine Ausstellung zum Thema Teilhabe geben, bei der auch die Gemeinnützigen Werkstätten vertreten sein werden, die mit der Kunstgruppe »Farbsinn« auch selbst inklusiv künstlerisch aktiv sind. »Es ist toll, dass wir Arbeit und Kunst so verbinden können«, so Gerhard Wessels.
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