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Innenstadt

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„Nicht dein Ernst, oder?!“: Comic-Workshops für Jugendliche

24.02.2018 16:43 Uhr

In den Ferien Filme drehen und Graphic Novels entwickeln – Anmeldung bis 15. März

Unter dem Motto „Nicht dein Ernst, oder?!“ können Jugendliche während der Osterferien an einem dreitägigen Workshop mit dem Künstler Georg Lisek teilnehmen. Sie drehen zunächst kleine Filme nach eigenen Ideen, aus denen dann Bildgeschichten werden – künstlerische Graphic Novels, von der Idee über die Zeichnung bis zum eigenen Magazin.

Der Workshop kostet lediglich 10 Euro, es wird aber um Anmeldung bis Donnerstag, 15. März, gebeten: per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon 0441 235-3275, wo es auch weitere Informationen gibt. Für Kinder und Jugendliche von 11 bis 14 Jahren findet der Workshop von Montag, 19. März, bis Mittwoch, 21. März, jeweils 10 bis 15 Uhr statt. Für alle Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren gibt es einen Workshop von Donnerstag, 22. März, bis Samstag, 24. März, ebenfalls jeweils 10 bis 15 Uhr. Beide Workshops finden im Edith-Russ-Haus für Medienkunst statt.
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Einblick in die Familienforschung am Tag der Archive

24.02.2018 16:31 Uhr
Das Stadtarchiv Oldenburg möchte mit einer Sonderaktion am „Tag der Archive 2018“ einen Einblick in die Familienforschung ermöglichen. Am Samstag, 3. März, von 10 bis 17 Uhr bietet das Archiv einen kostenlosen Zugang zur weltweiten genealogischen Datenbank der Firma Ancestry mit einer Einführung in die Bestände an. Seit 2016 ist auch das Stadtarchiv Oldenburg in der Datenbank vertreten mit Geburts-, Heirats- und Sterberegistern des Standesamtes Oldenburg aus der Zeit von 1876 bis 1950, insgesamt über 165.000 Digitalisate. Darüber hinaus finden sich bei Ancestry Adressbücher, Auswanderer- und Passagierlisten, Kirchenbucheintragungen, Stadtpläne, Unterlagen über Volkszählungen und viele weitere Quellen für historisch Interessierte.

Damit möglichst viele Interessenten einen Blick in diese gigantische Datenwelt bekommen können, ist die Dauer je Nutzer auf 1/2 Stunde angesetzt. Es wird um frühzeitige Anmeldung per E-Mail an stadtarchiv@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2656 gebeten, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist.

Zum bundesweiten Tag der Archive, der 2018 das Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ trägt, veranstaltet das Stadtarchiv Oldenburg wieder einen Schülerwettbewerb. Die Rätselfrage lautet: Wann erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht? 1908, 1918, 1928 oder 1938?

Die Antwort können Schülerinnen und Schüler mit dem Betreff „Schülerwettbewerb“ und unter Angabe ihrer Telefonnummer per E-Mail an stadtarchiv@stadt-oldenburg.de oder per Post an das Stadtarchiv Oldenburg, 26105 Oldenburg, schicken. Teilnahmeschluss ist Sonntag, 11. März. Zu gewinnen gibt es als ersten Preis einen von der Landessparkasse zu Oldenburg gestifteten Laptop. Als weitere Preise werden Bücher vom Verlag Isensee verlost.
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Arbeiten am Waffenplatz beginnen

24.02.2018 16:27 Uhr

Stadt startet mit Neugestaltung

Die Umgestaltung des Waffenplatzes hat begonnen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat heute den Startschuss für die umfangreichen Arbeiten auf dem mehr als 4.000 Quadratmeter großen Gelände gegeben. In den kommenden Monaten wird der Platz ein komplett neues Gesicht bekommen.

Dazu werden zunächst umfangreiche Tiefbauarbeiten erfolgen. Unter anderem wird die unter dem Platz liegende Betonwanne komplett entfernt.

Der Waffenplatz soll insgesamt erheblich attraktiver werden und damit einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Innenstadt leisten. „Die Gestaltung unserer Plätze ist wichtiger Bestandteil der gesamten Innenstadtstrategie. Nach dem in den Jahren 2011/2012 der Schlossplatz sehr erfolgreich neu gestaltet wurde, wird es Zeit, jetzt auch der Waffenplatz anzugehen. Der Platz soll dabei nicht nur attraktiver werden, sondern auch als Ort der Begegnung und für Veranstaltungen besser genutzt werden können“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Bei der Umgestaltung des Platzes werden die dort stehenden Platanen weitgehend erhalten. „Die Bäume werden in Form geschnitten und die Sichtachsen freigestellt. Dies erhöht die Aufenthaltsqualität auf dem Platz“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Auf Wasserelemente musste aus Kostengründen verzichtet werden. Die Arbeiten am Waffenplatz sollen möglichst noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
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Zen-Meditation und Kunstgenuss

18.02.2018 19:53 Uhr
Kunst einmal anders erleben! Johanna Seeveriens führt am Donnerstag, 1. März, in die Zen-Meditation ein. In dieser Zentrierung wird dann ein Werk aus der Ausstellung „Aktuelle deutsche Graphic Novels“ betrachtet. Mitzubringen sind zwei Decken sowie bequeme, warme Kleidung. Die Teilnahme kostet 3 Euro. Anmeldungen nimmt das Horst-Janssen-Museum bis Freitag, 23. Februar, unter Telefon 0441 235-2891 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de entgegen.
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Eintauchen in ein anderes Leben

18.02.2018 19:39 Uhr

Jens Sparschuh präsentiert neuen Roman im Musik- und Literaturhaus

Jens Sparschuh präsentiert seinen neuen Roman „Das Leben kostet viel Zeit“ am Mittwoch, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm 13. Mit ihm auf der Bühne sitzt auch die Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering, mit der Sparschuh über die Entwicklung von (Lebens-) Erzählungen sprechen wird. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.

In „Das Leben kostet viel Zeit“ geht es um Titus Brose, der im Auftrag der Firma LebensLauf Memoiren schreibt und seine Klienten in einem Altersheim am Rande Berlins findet. Brose beginnt an sich und seiner Arbeit zu zweifeln, bis er auf Dr. Einhorn trifft, der sein Interesse auf Adelbert von Chamisso und Eduard Hitzig lenkt. Letzterer schrieb nicht nur posthum Chamissos Biografie, sondern sorgte mit großer Erfindungsgabe gleich selbst für einige der spannendsten Episoden in dessen Leben. Fasziniert von dieser Entdeckung begibt sich Brose auf eine erleuchtende Recherchereise.

Jens Sparschuh, geboren 1955 im heutigen Chemnitz, studierte von 1973 bis 1978 Philosophie und Logik in Leningrad. Er ist Verfasser von Romanen, Essays, Gedichten und Hörspielen. Ausgezeichnet wurde Sparschuh unter anderem mit dem Anna-Seghers-Stipendium der Akademie der Künste, dem Ernst-Reuter-Hörspielpreis und dem Bremer Literaturförderpreis. Sein Roman „Der Zimmerspringbrunnen“ gilt als Klassiker der Wendezeit.
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Die Neunte Kunst – Unwanted Stories

31.01.2018 12:27 Uhr

Internationale Gruppenausstellung vom 1. Februar bis 2. April

Mit Wojciech B?kowski (Polen), Ganzeer (Ägypten/USA), Victoria Lomasko (Russland), David OReilly (Irland/USA), Amir Yatziv (Israel)

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst zeigt ab dem 1. Februar „Die Neunte Kunst – Unwanted Stories“, eine internationale Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst, die von gezeichneten Romanen, den Graphic Novels, ausgeht. Sie ist ein eigenständiger Teil einer großen Kooperation zwischen Edith-Russ-Haus, Horst-Janssen-Museum und Stadtmuseum Oldenburg, die von der Geschichte des Comics über aktuelle deutsche Graphic Novels bis hin zur Weiterentwicklung in Animation oder Videospiel einen umfassenden Einblick in diese Kunstform gibt.

„Unwanted Stories“ zeigt nicht nur tatsächliche Graphic Novels, sondern untersucht auch, inwiefern dieses Genre eine Vielfalt von künstlerischen Formen inspirierte: von großformatigen Wandgemälden und grafischen Reportagen (Victoria Lomasko) über Installationen (Ganzeer) und filmische Animationen (Amir Yatziv, Wojciech B?kowski, David OReilly) bis hin zu den mäandernden Erzählstrukturen im Computerspiel (David OReilly). Verhandelt werden klassische Themen der Graphic Novel: psychologische Erzählungen oder Science-Fiction ebenso wie politische Themen, etwa heutige Formen der Sklaverei oder digitale Rekonstruktionen von Auschwitz. Journalistische Recherche und forensische Rekonstruktion treffen auf innere Welten und persönliche Obsessionen. Während Graphic Novels sich meist deutlich von den bekannteren bunten Comic-Welten abheben, zeigen auch die Arbeiten in der Ausstellung eher düstere Welten mit ganz eigener Ästhetik – darunter häufig Geschichten, die sonst nicht in Bildern erzählt werden können, weil sie nicht fotografisch dokumentiert werden können oder sollen.

Dabei werden immer auch das Medium selbst und seine Geschichte reflektiert: Die Werke bedienen sich zwar der suggestiven Kraft der grafischen Erzählung. Gleichzeitig dekonstruieren sie sie, indem die Künstlerinnen und Künstler bewusst einfache Techniken einsetzen und sich damit der glänzenden Hightech aktueller Computeranimationen verweigern. „Die Künstlerinnen und Künstler in ‚Unwanted Stories‘ erschaffen eigentümliche, nie gesehene Welten, die im Kopf des Betrachters noch lange weiterleben“, so Marcel Schwierin.


Künstlerinnen und Künstler:
Wojciech B?kowski (Polen), Ganzeer (Ägypten/USA), Victoria Lomasko (Russland), David OReilly (Irland/USA), Amir Yatziv (Israel)

Der polnische Künstler und Filmemacher Wojciech B?kowski ist mit fünf kurzen Filmen vertreten („Film mówiony 1“ (Spoken Movie 1 – Gesprochener Film 1), „Film mówiony 2“ (Spoken Movie 2 – Gesprochener Film 2),, „Budowa dnia“ (Construction of the Day – Die Konstruktion des Tages), „Przegl?d widoków“ (Prospects' Overview – Überblick der Aussichten), „Analiza wzrusze? i rozdra?nie?, cz??? 2“ (Analysis of Emotions and Vexations #2 – Analyse von Emotionen und Unannehmlichkeiten, Teil 2). Seine künstlerische Praxis dreht sich um den urbanen, privaten und mentalen Raum, ausgedrückt durch technisch bewusst sehr einfache Animationen, die verschiedene Genres durchlaufen – von Zeichentrick über Puppentrickfilm bis hin zu den ersten Egoshootern. Doch nichts scheint in dieser Welt zu funktionieren, die Bilder sind unscharf und verweigern sich jeglichem Unterhaltungswert, der animierten Bildern oft anhängt. Gerade durch diese karge und sperrige Ästhetik zieht Wojciech B?kowski uns in seine (Alb-)Traumwelt.

Der ägyptische Künstler Ganzeer fertigt für das Edith-Russ-Haus eine Multimedia-Installation um seine dys-topische Sci-fi-Graphic Novel „Solar Grid“ (ab 2016) an. Die Geschichte spielt 949 Jahre nach einer gewaltigen globalen Überflutung; die Erde existiert nur noch als ausgetrocknetes, tristes Brachland. Die Nacht ist zur Legende geworden, seit der Planet von einem riesigen Netz aus Satelliten, dem „Solar Grid“, umkreist wird, das für ewiges Tageslicht sorgt. Solarbetriebene Fabriken produzieren ununterbrochen Güter, die für den Mars bestimmt sind – bis die beiden Waisen Mehret und Kameen, die sich mit der Suche nach wertvollen Artefakten über Wasser halten, einen Gegenstand finden, der den Weg zur Zerstörung des „Solar Grid“ ebnet. Die Graphic Novel erscheint seit 2016 in insgesamt neun Kapiteln und soll 2019 fertiggestellt und als Buch veröffentlicht werden.

Unter dem Titel „Slaves of Moscow“ (2012) berichtet die russische Künstlerin Victoria Lomasko in Zeichnun-gen und Texten von kasachischen Frauen, die in ihrer Heimat unter falschen Versprechungen angeworben und in Moskau unter unmenschlichen Bedingungen zum Arbeiten gezwungen wurden. Die Frauen, praktisch Eigentum eines Unternehmerpaars, sind 2012 von Aktivisten befreit worden. Lomasko präsentiert damit ein Portrait des inoffziellen Russlands. Sie vermittelt einen Eindruck der gespaltenen russischen Gesellschaft, insbesondere ihrer unsichtbaren Randgruppen: Arbeitsmigranten, die LGBT-Gemeinschaft, jugendliche Häft-linge, Sexarbeiterinnen, staatliche Landarbeiter, Dorfschullehrer und orthodoxe Aktivisten. Mit dem eigens für die Ausstellung angefertigten Wandgemälde „A Trip to Dagestan“ (2018) erweitert die Künstlerin den Blick auf das Verhältnis zwischen Russland und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Der irische Spieleentwickler und Filmemacher David OReilly ist in der Ausstellung mit den Computerspielen „Mountain“ (2014) und „Everything“ (2017) vertreten, die sich in ihrer Einfachheit und den begrenzten Hand-lungsmöglichkeiten klar von ihrem Genre abgrenzen. In „Mountain“ ist der Protagonist ein Berg, der als Planet in einer unbekannten Galaxie schwebt. Der Betrachter kann ihn aus verschiedenen Perspektiven beobachten, sieht gelegentlich Relikte auf ihm landen und erhält Botschaften über seinen Gemütszustand. In „Everything“ wird der Spieler aktiver: In einer Welt ohne Anspruch auf Realismus kann er verschiedene Perspektiven einnehmen – von einer Zelle oder einem Lichtpartikel über Tiere bis hin zu ganzen Kontinenten. An die Stelle einer Geschichte oder Mission treten die Erfahrungen, die der Spieler in seiner Welt machen kann. Die Ausstellung zeigt außerdem OReillys Film „The External World“ (2010) – ein düsteres Psychogramm einer kalten Welt, welches durch den bewussten Einsatz veralteter digitaler 3D-Animationsverfahren noch betont wird.

Der Film „Another Planet“ (2016) des israelischen Filmemachers Amir Yatziv ist ein animierter Dokumentarfilm, der den digitalen Avataren der Entwickler verschiedener Simulationen des Konzentrationslagers Auschwitz folgt. Unter ihnen sind die Kriminalpolizei, ein polnischer Grafikdesigner, der das KZ als Virtual Reality-Erlebnis inszeniert, oder ein Software-Entwickler aus Israel, der sein scheinbar früheres Leben als Mitglied des Sonderkommandos erkundet. Highschool-Schüler nutzen einen programmierbaren Flugsimulator zur Rekonstruktion eines Überflugs der israelischen Luftwaffe. Ein deutscher Architekt und ein israelischer Historiker entwickeln ein detailgetreues Computermodell des Lagers. Während sich Wahrheit, Fiktion und das kollektive Gedächtnis verflechten, entblößt „Another Planet“ den unstillbaren Drang, die historische und kulturelle Erinnerung an den Holocaust zu dokumentieren und zu bereichern.

Kuratoren: Edit Molnár & Marcel Schwierin

Die Ausstellung wird gefördert von:
Stiftung Niedersachsen, LzO Stiftung Kunst und Kultur, Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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